Ăśberwindung

Allgemeines Scheidungskinder Forum - Dies ist eine virtuelle Selbsthilfegruppe fĂĽr Kinder und Eltern in allen Fragen rund um Trennung und deren Folgen.

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Beitragvon Leonaii 28. Januar 2016 00:02

Meine Eltern haben sich vor 4 Jahren scheiden lassen. Es war leider keine ruhige Scheidung, weshalb mein Vater unser Haus verkauft hat, unser Auto verkauft hat und keinen Unterhalt zahlte. Schon damals war mir unklar wie ich ihm von einen auf den anderen Tag so egal geworden sein kann (er war bis dahin bis auf ein paar Aussetzer ein toller Vater). :( Seit mittlerweile 4 Jahren beschäftigt mich dieses Thema tagtäglich. Ich versuche immer unseren Kontakt aufrecht zu erhalten, aber ihm scheint es egal zu sein. Außerdem denkt er immer nur, dass ich hinter seinem Geld her bin. Weil er kein Unterhalt gezahlt hat mussten wir sogar ein halbes Jahr auf warmes Wasser und eine Heizung verzichten, es hat ihn aber nicht im geringsten Interessiert. So nun zu meinem Problem, ich habe das Gefühl, dass ich durch die gesamte Situation "gefühlskalt" geworden bin. Ich habe mich von all meinen Freunden "getrennt", ich hasse Körperkontakt und mir ist im Grunde alles egal. Das einzige wo ich Gefühle in mir wahrneme ist, wenn ich an meinen Vater denke. Ich bin so enttäuscht von ihm und würde ihn am liebsten Hassen und aus meinem Leben streichen, aber dann denke ich wieder daran wie toll er früher war und eigentlich liebt man ja auch seine Eltern. Habt ihr eine Idee wie ich über ihn hinweg komme ? Diese Trauer ist seit all den Jahren immer unerträglicher geworden. Danke
Leonaii
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Re: Ăśberwindung

Beitragvon peter 1965 10. Februar 2016 22:46

Liebe Leonaii,

schön, dass Du hier im Forum Rat suchst.

Eine Scheidung ist immer für alle Beteiligten eine sehr unangenehme Sache. Manchmal sehen die Eltern nicht, wie sehr die Kinder unter einer Scheidung leiden. Geld ist eigentlich nicht wichtig, sondern eher die Beziehung zu den gemeinsamen Kindern. Leider gelingt es den Eltern oft nicht, Prioritäten zu setzen. Manchmal dauert es sehr lange, bis die Eltern die Lage richtig erkennen.

Wie alt bist Du ? Wohnst Du noch bei Deiner Mutter ? Wie steht sie zu Dir ? Versuche Deine Freundschaften aufrechtzuerhalten. Es ist manchmal gut, wenn man gute Freunde hat, die einem helfen können. Vielleicht findest Du auch eine andere Vertrauensperson, die Dich kennt, wie z. B. ein guter Lehrer oder eine gute Tante oder ein Onkel.

Hast Du einmal mit Deinem Vater über Deine Sicht der Dinge sprechen können ?

LG. Peter
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