Aller Anfang ist ...

Der Treffpunk fĂŒr Alleinerziehende und Patchworkfamilien. Hier können Erfahrungen und Sorgen ausgetauscht werden.

Re: Aller Anfang ist ...

Beitragvon Ansa 4. August 2009 11:08

Guten Morgen,

das klingt doch im Großen und Ganzen nach einem gelungenen Wochenende?

Ich erinnere mich, dass das Schwerste fĂŒr meinen Liebsten die manchmalige Disharmonie untereinander war. Er dachte immer (weil er halt nie Kids gehabt), eine Familie zu nehmen, sei eher romantisch, so wie in der Serie "ich heirate eine Familie", die "normalsten" Dinge, das Kinder nach einem besonders schönen Tag nicht ins Bett wollen oder das sie in dem einen Moment sagen "ich find Dich doof" und drei Minuten spĂ€ter kuscheln kommen, waren fĂŒr ihn eine fremde Welt....

Heute nimmt er die Dinge gelassen, die, sichtlich vom Zaun gebrochenen Zankereien sind ihm nicht lieb, aber doch ein Zeichen fĂŒr Vertrauen und Zuneigung. Klingt komisch, aber allein, das sie sich trauen mit ihm zu zanken ist ein Zeichen von bedingungsloser Liebe - mit dem Papa zanken sie nĂ€mlich nicht. Der droht mit Liebesentzug, der Liebste hingegen hĂ€lt aus und durch. Er ist verlĂ€sslich.

Da bin ich beim Thema, viele Zickerein unserer Kinder sind, grad an Papawochenenden, die Suche nach der VerlÀsslichkeit. Sie sind kein "zicken" im herkömmlichen Sinn, sondern ein Versuch, die Ordnung, die Sicherheit und die Orientierung beim Papa zu finden. Und leider muss das alle Wochenenden wieder gesucht und gefunden werden. Was e mitunter schwer macht.

Es ist gut, richtig und sehr wichtig, das der Papa da verlÀsslich, sozusagen berechenbar, reagiert und nicht hin und her schwankt, je nach Tagesfeeling.

Liebe GrĂŒĂŸe und Euch eine gute Woche
Ansa
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Re: Aller Anfang ist ...

Beitragvon Poison 4. August 2009 11:56

Hallo Ansa,

wenn es lediglich solche "Zickereien" wĂ€ren, könnte ich mich damit abfinden. Es ist allerdings so, daß die Kleine halt beim Zu-Bett-Gehen den Papa immer wieder bombardiert, daß er wieder "nach Hause" zu Mama kommen soll. Es wĂ€r viel schöner, wenn Papa und Mama wieder zusammenleben wĂŒrden. Sowas tut mir weh - gerade weil mein SĂŒĂŸer ihr dann nicht klar sagt, daß er jetzt mich lieb hat und nicht mehr die Mama. Oder daß die Mama ja auch einen Freund hat, der die Mama dann auch ganz doll vermissen wĂŒrde.

Naja, zumindest der Große scheint mich recht gern zu haben, denn er hat sich sogar mit ner festen Umarmung von mir verabschiedet, obwohl er eher der ZurĂŒckhaltende ist.
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Re: Aller Anfang ist ...

Beitragvon golden_eyes 8. September 2009 13:25

hallo poison
sowas ist richtig doof
ich glaube, ihr solltet es den kids langsam sagen
bei meiner mutter hab ich ihren freund kennen gelernt, indem ich sie knutschen gesehen hab
ich hab heute kein gutes verhÀltnis zu ihm
er will mir immer alles kaufen, aber mein vertrauen ist nicht kÀuflich

lg
steffi
bin neu hier :D
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Re: Aller Anfang ist ...

Beitragvon Poison 31. Oktober 2009 14:09

Und wieder mal Kids-WE ...
SĂŒĂŸer ist jetzt fast 4 Stunden auf Tour, um die Kids abzuholen, obwohl man fĂŒr die gesamte Strecke locker die HĂ€lfte der Zeit benötigt ... allein das treibt mich schon wieder auf die Palme. AllmĂ€hlich hab ich keinen Bock mehr auf diese Wochenenden. ja, ich gebe zu, es nervt mich. Es nervt mich, daß ich gestern Abend wieder alles allein machen sollte (Schatzi mußte ja unbedingt an seinem beschissenen Motorrad rumschrauben, obwohl er selbst das Kids-WE organisiert hat) und er keinen Handschlag im Haushalt hilft. Wie soll ich dann bitte "entspannt" einem Kids-WE entgegensehen, wenn ich alles allein putzen und aufrĂ€umen soll? Hab im Gegenzug weder die Matratze aufgepumpt noch sonstwas vorbereitet. Um ehrlich zu sein: es tangiert mich nicht, ob und was heute abend gegessen wird. ich werde fĂŒr meinen Kurzen und mich etwas zubereiten und der Rest ist mir herzlich egal.
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Re: Aller Anfang ist ...

Beitragvon Ansa 2. November 2009 08:18

Liebe Poison,

das klingt ja sehr danach, als hĂ€tten sich bei Euch die Fronten verhĂ€rtet und als fehle Euch eine Basis fĂŒr konstruktive GesprĂ€che? Magst Du uns und mit ein wenig erzĂ€hlen, wie die letzte Zeit so war? Das klang doch alles schon mal viiieeel besser?

FĂŒhl Dich gedrĂŒckt
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Re: Aller Anfang ist ...

Beitragvon Poison 27. Februar 2010 13:00

So, Ihr Lieben,

nachdem ich jetzt lÀnger nur noch stumme Mitleserin war, hier ein Update:

Ihr ahnt es bestimmt: Kids-WE!!! ,)

Herzblatt ist jetzt unterwegs, um die "Meute" zu holen uuuuuund: einzukaufen! Jawoll, Ihr habt richtig gelesen! Er fĂ€hrt mit den Kids den Wochenendeinkauf erledigen! Ich hab dafĂŒr im Gegenzug schon mal den Nudelsalat fĂŒrs Abendessen vorbereitet und die Geburtstagsgeschenke fĂŒr seine Kids eingepackt. Damit hab ich meine "Leistung" erbracht :)

Und was die Matratze im Kinderzimmer betrifft - wie sagt Maxi doch immer so schön? - : Nicht mein Bier *g*

Die Wii ist weggepackt - jetzt schon öfter vorgekommen. Die Kids haben von ihrer Mutter nÀmlich auch eine bekommen (ist ja auch bestimmt nicht schön, wenn die Kids immer von den "tollen Sachen" bei der Freundin vom Papa schwÀrmen *g*).

Heute fahren wir, wenn denn Herzchen mit Anhang endlich eintrudelt, nach JĂŒlich in so nen großen Park (hoffentlich hĂ€lt das Wetter), damit die Kids viel an der frischen Luft toben und abends schön mĂŒde ins Bett fallen *g*

Und wenn ich heut abend noch nen Rappel kriege, dann fahr ich halt ne Runde ins Fitness-Studio ,)
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Re: Aller Anfang ist ...

Beitragvon Poison 31. MĂ€rz 2010 15:44

Update 31.03.2010

Wie sagte ich doch zu Beginn meines Threads: Aller Anfang ist schwer! Das Ende noch viel schwerer! Es ist aus!

Herzblatt hatte gestern Geburtstag - seinen 36., um genau zu sein. Herzblatt macht sich allerdings - im Gegensatz zu mir - so ĂŒberhaupt nix aus Geburtstagen. DafĂŒr hatten wir dann aber geplant, gemeinsam Badminton spielen zu gehen und uns einfach einen schönen Tag zu machen. Klang ja ganz toll, hab mich riesig gefreut, zumal wir schon lĂ€nger keinen gemeinsamen freien Tag hatten.

Herzblatt macht aus dienstlichen GrĂŒnden einen BusfĂŒhrerschein, soweit ok. daß dies nicht zum PrivatvergnĂŒgen zĂ€hlt, ist wohl auch klar. DemgemĂ€ĂŸ motzte er auch sehr hĂ€ufig rum, weil er dafĂŒr vieles in seiner wenigen Freizeit erledigen mußte. Nun erklĂ€rte mir Herzblatt, daß er an seinem freien Tag, nĂ€mlich seinem Geburtstag, zwei Doppelfahrstunden habe, also 3 Stunden. Ich war dementsprechend angekotzt, weil wir a) was geplant hatten und b) er nun urplötzlich seine wenige Freizeit schon wieder fĂŒr seinen Arbeitgeber wegwirft. Herzblatt sieht das natĂŒrlich ganz anders - wie sollte es auch sonst sein!? Er könne ja wohl selbst bestimmen, wie er seinen Geburtstag verbringe etc. HALLOOOO?? Ich sagte dann nur, daß wenn er das so sehe, ich meinen Geburtstag ebenfalls absage (der Ausflug mit allen Kids ins Phantasialand), denn wenn er so wenig Wert auf gemeinsame Unternehmungn lege, ich dies dann ebensogut könne und mit meinem Sohn allein fahren werde. Er könne sich dann ja mal ĂŒberlegen, was er mit seinen Kids am Wochenende mache. Herzblatt sauer - ich auch. Gegenseitiges Anschmollen. Naiv wie ich war, dachte ich ja, er verlegt die Fahrstunden - weit gefehlt. Herzblatt also gestern spĂ€t aufgestanden und direkt zur Fahrschule gefahren. Ich in der KĂŒche gestanden und seinen Lieblingskuchen gemacht. Schatz erst kurz vor 15 Uhr wieder zu Hause, stinksauer, da ich ihm gesimst habe, ob sich das Warten lohne oder er den Rest des Tages lieber mit anderen verbringe. Huiii, war der sauer. Also kein Wort gesprochen, als er nach Hause kam. Ich dann zum Kiga, um den Kurzen zu holen. Direkt im Anschluß zu meinen Eltern mit dem Kurzen, da zu Hause ja eh keiner mit mir redet. Gegen 17.00 Uhr nach Hause gekommen. Herzballt liegt auf Sofa und liest, spricht kein Wort.

Abends gemeinsam (jeder weit weg vom anderen und natĂŒrlich schweigend auf dem Sofa gesessen und Fußball geguckt. Und danach gings los! Er wollte auf dem Sofa schlafen, weil ich ja so ne Psycho-Tante wĂ€r und das Kids-Wochenende wĂŒrde er absagen. Ich: gut, daran hab ich nĂ€mlich genauso großes Interesse wie Du an uns und unserer Beziehung. Dann warf ich ihm BeziehungsunfĂ€higkeit vor. Ein Wort ergab das nĂ€chste und dann kamen von ihm die SĂ€tze: ich will nicht mehr, ich mach das nicht mehr mit, ich ziehe aus, das wars. Sprachs, packte ein paar Sachen (WĂ€sche, ZahnbĂŒrste, Deo etc.) und fuhr zu seiner Mutter. Seither nichts mehr gehört.

Traurige GrĂŒĂŸe von einer depressiven Poison
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Re: Aller Anfang ist ...

Beitragvon Poison 31. MĂ€rz 2010 17:31

Hey Maxi,

zu Punkt 1) kann ich folgendes sagen: Gegen die Fahrstunden spricht generell rein gar nix. Konsequenzen, weil er evtl. zu lange fĂŒr den Lappen braucht, hat er als Beamter ebenfalls nicht zu fĂŒrchten. Er wurde vor einem Jahr in den Fahrdienst versetzt und erst im Februar d.J. hieß es, daß er den FĂŒhrerschein fĂŒr den Bus macht. Und seither auch regelmĂ€ĂŸig zur Theorie (die er ĂŒbrigens in seiner Freizeit z.B. samstags gemacht hat) und der Praxis geht (wĂ€hrend der Dienstzeit). Bislang hat er also die Fahrstunden schön aĂ€hrend der Dienstzeit gemacht, warum mußte er dann ausgerechnet gestern an seinem Geburtstag Fahrstunden nehmen?? Das war unnötig und er wußte genau, daß er mich damit verletzt, wenn er unseren schönen geplanten Tag (das Badminton-Spielen war SEINE Idee) ĂŒber den Haufen wirft.

zu Punkt 2): Wir sind es nicht wert, "seinen" Tag gemeinsam zu verbringen? Gut, aber dann kann er nicht erwarten, daß ich "meinen" Tag mit ihm und seinen Kids verbringe, der zudem noch sehr kostspielig worden wĂ€re. Quid pro quo.

Punkt 3): Doch, Maxi, genau das glaube ich. Er wußte und weiß, wie wichtig es mir ist, die wenigen gemeinsamen Tage, insbesondere Geburtstage, zusammen zu verbringen. Und da er - im Gegensatz zu mir - keinen Familiensinn besitzt, ist es ihm auch egal, ob und welche Scherbenhaufen er hinterlĂ€ĂŸt. Meinst Du ernsthaft, ich hĂ€tte mich morgens noch fĂŒr ihn in die KĂŒche gestellt und Kuchen, der im ĂŒbrigen ein Friedensangebot sein sollte, gemacht, wenn mir nix an dem Mann liegt oder ich ihn nur fertigmachen will an seinem Tag? Nein!, aber ich lasse auch nicht so auf mir rumtrampeln. Es ist, wie ich es mal geschrieben habe: Keine meiner BemĂŒhungen werden mir gedankt. Er nimmt, genießt und lehnt sich zurĂŒck - Hotel "Poison" mit dem rundum-sorglos-paket wirds schon richten.

Ja, ich glaube schon, daß er die Fahrstunden so gelegt hat, daß er an "seinem" Tag einfach Ruhe vor uns hat. Denn auf die Fahrstunden hat er Einfluß; die schreibt ihm nicht sein Dienstherr vor, sondern er vereinbart diese selbst mit der Fahrschule. Wenn er hĂ€tte arbeiten mĂŒssen, wĂ€re das ok gewesen, denn auf den Dienstplan hat er eben keinen Einfluß. Es geht schlicht und ergreifend ums Prinzip.

Punkt 4): Wie gesagt, wenn er regulĂ€ren Dienst gehabt hĂ€tte, wĂ€r alles kein Problem gewesen und der Tag wĂ€re normal verlaufen und wir hĂ€tten uns nach Dienstschluß zusammengesetzt und Kuchen gegessen. Aber nachdem er mir gesagt hatte, daß er zwar "frei" habe und dennoch zur Fahrschule geht, wars bei mir vorbei. Ich bin verletzt, weil er ohne mit der Wimper zu zucken einfach alles, was uns betrifft, absagt. Und da soll ich noch nett sein? Warum soll ich immer alles so hinnehmen? Ich stelle ihn auch nicht vor vollendete Tatsachen. Wenn wir etwas gemeinsames geplant haben, dann wurde das auch immer gemacht. Ich wĂ€re niemals auf die Idee gekommen, ihn zu ver- oder gar zurĂŒckzusetzen. Im Gegenteil: er war und ist fĂŒr mich alles. Kind und Kerl standen immer an allererster Stelle. Irgendwann ganz weit hinten war dann mal mein Platz.
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Re: Aller Anfang ist ...

Beitragvon Poison 31. MĂ€rz 2010 21:22

Hi Maxi,

tja, ob er nur den "Hotelbetrieb" an mir liebt oder ob es da noch was anderes gibt, kann ich nicht beurteilen. Fakt ist, wir haben viel gemeinsam durchgestanden; u.a. seine Scheidung (wobei er es aber auch nie leid wurde, mir immer wieder unter die Nase zu reiben, daß er definitiv nie wieder heiraten wird, was ich aber auch nicht von ihm erwartet habe - weh tut sowas aber trotzdem!), die regelmĂ€ĂŸigen Kids-Wochenenden (wobei da ja meistens der Großteil an mir hing), oder der Aufenthalt meines Kleinen im Krankenhaus etc.

Und ja, MĂ€nner sind manchmal komisch und dennoch erwarte ich von einem Mann in seinem Alter, daß er fĂ€hig ist, sich zu entschuldigen - und zwar nicht immer mit der lappidaren Ausrede "ich bin halt so ..." aber es ist ja nicht mal ansatzweise zu erkennen, daß ihm irgendetwas leid tut. Nein, er fĂŒhlt sich zu Unrecht angegangen. Klar, ich hĂ€tte mein Gemotze auf einen Abend beschrĂ€nken können, aber das wĂ€re meiner Wut und meinem Zorn nicht gerecht geworden. Wenn mich jemand so verletzt und mich zurĂŒckstĂ¶ĂŸt, dann gibts ne Retourkutsche, damit auch der andere weiß, wie sehr sowas verletzt. Blöde Einstellung, weiß ich auch! Und nein, ich sage nicht: ich bin halt so!

Bei unskommt halt erschwerend hinzu, daß wir beide extreme Sturköpfe sind und auch beide arg launisch sind, wenn der Vollmond am Himmel hĂ€ngt (ist schon öfter so gewesen, daß wir uns bei Vollmond richtig zoffen)

Und ja, ich habe ihn gefragt, warum die Fahrstunden ausgerechnet an seinem Geburtstag sein mĂŒssen. Antwort: Es lag am Fahrschullehrer, der den ganzen Tag mit FahrschĂŒlern Busfahrten verplant hatte und er (angeblich) niemanden hatte, mit dem er die LĂŒcke hĂ€tte fĂŒllen können. Das mag man glauben oder auch nicht. Das andere Argument: die Fahrstunden sind jeweils dienstags und donnerstags. Er könne es gegenĂŒber seinem Vorgesetzten und Kollegen nicht verantworten, diese Stunden ausfallen zu lassen ... auch nicht an seinem "freien" Tag! Ja nee, is klar - man bekommt ja nur deshalb frei, damit man dann doch "arbeitet".

Ich wĂŒnschte, ich könnte auch sagen, daß mir mein MĂ€nne regelmĂ€ĂŸig die kalten FĂŒĂŸe wĂ€rmt oder mir Kaffee ans Bett bringt, den FrĂŒhstĂŒckstisch deckt etc. Nur leider habe ich kein solches Exemplar von Mann. Meiner gehört selbst zur Kategorie Ultra-LangschlĂ€fer. Kaffee morgens ans Bett? Ja, mein Sohn macht das gelegentlich. FrĂŒhstĂŒckstisch decken? *schlapplach* Gemeinsam wird nur gefrĂŒhstĂŒckt, wenn seine Kids da sind (also maximal 1 x im Monat und wer bereitet das zu? Rat mal!), gemeinsame Unternehmungen? Ja, aber nur an den Kids-Wochenenden. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann wir etwas zu dritt gemacht hĂ€tten - auch wenn man es kaum glauben mag, Auto aufrĂ€umen oder waschen? Nö, ist ja nicht seins ... er fĂ€hrt ja nur damit. Ich habe nicht das GefĂŒhl, daß er fĂŒr mich/uns da ist - und sowas tut weh, wenn man sich selbst ein Bein ausreißt, um dem anderen alle WĂŒnsche, TrĂ€ume etc. zu erfĂŒllen und ihm das Leben so angenehm wie möglich zu machen. Es heißt doch immer, alles, was wir tun, kehrt zu uns zurĂŒck. Ich muß gestehen, daß ich da bislang immer nur die negativen Dinge zurĂŒckbekomme. Ja, ich kann ausflippen, hundsgemein und richtig fies werden, aber es gibt eben auch die andere Seite an mir. Nur von der anderen Seite wird nie etwas zurĂŒckgespiegelt. An den "guten" Tagen wird alles einfach hingenommen, aber wenn ich mal nen schlechten Tag hab, wird mir direkt alles aufs Brot geschmiert. Es wird ja auch nicht gefragt, was denn los ist oder welche Laus mir ĂŒber die Leber gelaufen ist. Nee, da wird pauschalisiert und direkt auch alter Kram gleich wieder mit aufgewĂ€rmt - ich kann das schon aushalten, hab ja ein breites Kreuz.

Er kann sich meiner Liebe zu 1000 % sicher sein - ich habe immer das GefĂŒhl, um seine Liebe und Beachtung kĂ€mpfen zu mĂŒssen, denn von sich aus zeigt er höchst selten GefĂŒhle. Und da wĂ€ren wir dann wieder beim "Ich bin halt so". :( Ich stehe auch nicht jeden Tag vor ihm und frage, ob er mich liebt, aber ich hungere nach Liebe und GefĂŒhl. Mir ist es wichtig,ĂŒber GefĂŒhle und alles, was mich oder auch ihn bewegt, zu reden. Ich weiß, reden kann man mit Freundinnen ... aber abends auf dem Sofa zu liegen und sich anzuschweigen ist nicht meine ErfĂŒllung.

Dabei war es anfangs ganz anders. Wir haben stundenlang gequasselt, gelacht und gelĂ€stert - ĂŒber jeden noch so blödsinnigen Kram.

Ja, er verlĂ€ĂŸt sich auf mich, weil ich - Sturkopf der ich bin - meine Ziele immer erreiche, und sei es, daß ich dafĂŒr mit dem Kopf durch die Wand muß. Das schĂ€tzt er auch an mir, solange ich meinen Kopf nicht bei ihm durchsetzen will.

Und ja, ich liebe diesen Mann - genauso wie meinen Sohn - mehr als mein eigenes Leben und ja, ich habe gelernt, mit seinen Macken und einigen Fehlern auch zu leben und hinzunehmen. Ich erkenne momentan nur nicht, daß er auch mich und meine Fehler akzeptiert.
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Re: Aller Anfang ist ...

Beitragvon sonnenschein2 1. April 2010 11:56

Hallo Poison,

erstmal fĂŒhl dich gedrĂŒckt in dieser blöden und auch traurigen Situation. Es ist schade, dass der Streit so eskaliert ist. In vielen Dingen kann ich mich den vorherigen Schreibern auch anschließen. Aber ich möchte auch noch mal etwas anderes ansprechen, was ich in vielen Patchwork Beziehungen sehe und auch fĂŒr mich in meiner Beziehung erst lernen mußte.
Jeder von uns trĂ€gt seine Vergangenheit mit sich herum und jeder zieht andere Konsequenzen daraus. Ich glaube, dass es erstens ganz wichtig fĂŒr dich ist mal hinzugucken...Welche Art von Beziehung möchtest du? Möchtest du eine Ehe eingehen und den Mann umsorgen und umglucken? Oder ist dir das nicht so wichtig?
Und zweitens fĂ€llt mir dazu ein, glĂŒcklich machen kannst du dich nur selbst. Dies kann keine andere Person in deinem Leben ĂŒbernehmen, genauso wenig wie die Verantwortung in deinem Leben bzw. fĂŒr dein Leben.
Ganz konkret zu eurem Streit. Warum bist du nicht alleine weg gegangen? Es ist der Geburtstag deines Partners gewesen, also sein Tag. Wenn er lieber arbeiten möchte, ist das seine Sache. Du kannst doch dich nicht ĂŒber seine beruflichen Dinge hinwegsetzen. Entschuldige bitte, dass ich jetzt so hart schreibe, aber der Job geht vor.

Ich lese aus deinen Zeilen, dass du dich viel zu sehr auf deinen Freund konzentrierst. Vielleicht solltest du dich mehr auf dich konzentrieren. Weißt du, das liest sich vielleicht egoistisch, aber bei mir stehe ich an erster Stelle. Mir muß es gut gehen, dann geht es auch den anderen Menschen in meinem Umfeld gut.
Ich sitze nicht mehr und warte auf irgendwen, sondern gestalte aktiv mein Leben. Es kann doch immer mal was dazwischen kommen.

Und ĂŒberlege mal warum ihr zusammen gekommen seid. Irgendetwas muß dich ja zu dem Mann hingezogen haben. Wieviel ist dir die Beziehung wert? Dein Partner ist so wie er ist, du kannst ihn nicht Ă€ndern. Ändern kannst du nur dich selbst indem du dich selbst reflektierst und hinguckst was du von Partnerschaft erwartest. Patchwork mit zwei Ursprungsfamilien ist ein Prozess, der ein Leben lang anhĂ€lt. So glaube ich das zumindest in den meisten FĂ€llen. Denn jeder wird immer wieder mit seiner Vergangenheit konfrontiert, zumal wenn Kinder da sind. Gerade dann ist es wichtig gut auf sich zu achten und bei sich zu bleiben.

Mag sein, dass du viele Dinge, die ich geschrieben habe anders siehst. Aber ich lebe seit 4 Jahren Patchwork und es ist kein Ende des Prozesses in Sicht. Mal geht es gut und mal weniger gut. Aber ich bekomme seine Liebe in so vielen Kleinigkeiten zurĂŒck, die aber auch erst erkennen lernen mußte....

Ich wĂŒnsche dir alles Liebe
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Re: Aller Anfang ist ...

Beitragvon Ansa 1. April 2010 19:47

Liebe Poison,

estut mir so leid, solche Dinge vonb Dir bzw. von Euch zu lesen. Maxi hat, aus meiner Sicht heraus, schon alles geschrieben, was da zu schreiben wĂ€re. Und auch der Ansatz von Sonnenschein (mal zu Euch beiden rĂŒberwink) ist ein guter und richtiger Ansatz.

Was mir aber jetzt beim Lesen auffiel war noch etwas Anderes..... ich war lange Zeit in einem Beziehungsforum aktiv und habe mich sehr mit Paarbeziehungen beschĂ€ftigt. Es gibt ganz wenige GrĂŒnde, die vor Beginn einer Beziehung bereits das Scheitern einleiten können (ich schreib können, weil es natĂŒrlich Ausnahmen gibt), eine davon ist das "zu frĂŒhe Eingehen" einer Beziehung, wenn die vorangegangene Beziehung noch nicht beendet ist. Und normalerweise ist jede gescheiterte Beziehung erst mit vollzogener Scheidung beendet oder die Trennung ist mindestens so lange her, das der zurĂŒck bleibende Partner sich selbst wieder gefunden und reflektiert hat. Bzw. er hat seine eigenen Momente fĂŒr das Scheitern seiner Ehe/Beziehung erkannt und angenommen.... und er kann das auch bedauern. Dies Bedauern..... kenne ich von sehr wenigen Menschen, aber ich halte es fĂŒr einen wirklichen SchlĂŒsselpunkt.

Wie ist das bei Euch? Die Aussage "ich bin halt so" kann eine sehr positive sein, aber sie kann auch eine Absage an Gemeinsamkeiten sein? Und, das eine mit dem anderen zu vergelten - das ist, nicht böse sein - wenig erwachsen..... das ist wie in der Kindererziehung, nichts daran ist logisch oder konsequent, es ist Verletzung - wie Du mir - so ich Dir - aber es ist keine Lösung. Ich kann Deine EnttĂ€uschung verstehen - aber warte mal und vielleicht glĂ€tten sich die Wogen wieder? Vielleicht könnt ihr gemeinsam mit einem neutralen Dritten darĂŒber reden?

FĂŒhl Dich mal gedrĂŒckt
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