Ich wei├č nicht weiter.....

Der Treffpunk f├╝r Alleinerziehende und Patchworkfamilien. Hier k├Ânnen Erfahrungen und Sorgen ausgetauscht werden.

Ich wei├č nicht weiter.....

Beitragvon Ansa 16. November 2009 10:22

Guten Morgen Ihr Lieben,

ich bin mit meinem Latein am Ende und suche Rat bei Teenagerm├╝ttern..... unsere Situation kennt ihr ja und nun macht mir meine Gro├če richtig ernste Probleme, die wir nicht l├Âsen k├Ânnen.

Und offensichtlich k├Ânnen wir ihr auch nicht vermitteln um was es uns geht. Sie h├Ârt sehr eingeschr├Ąnkt zu und interpretiert alles oder zumindest das meise, falsch.

Nur allein dieses Wochenende hat sie, quasi nur ├╝berstanden, weil wir sie nicht mehr gesehen haben. Davon berichte ich mal. Also, dies Wochenende ist das erste Therapiewochenende unserer J├╝ngsten und wir haben von vornherein gesagt, das wir, der Liebste und ich, dann kinderfrei haben m├Âchten um Freunde zu besuchen und das die beiden Gro├čen, Haus und Hunde einh├╝ten sollten. Das war insoweit auch gekl├Ąrt.

Dann aber kam Papa und wollte genau dieses Wochenende mit seinen beiden Gro├čen etwas unternehmen, er hat nat├╝rlich interveniert und schwerst gemault, das, wenn er mal Zeit hat, die Kinder nicht d├╝rfen, weil wir Eltern eigene Interessen verfolgen. Das uns gekr├Ąnkt, aber nicht beirrt. So sind sie also Samstagmorgen mit den Hunden gegangen und haben diese dann hier gelassen und sind zu Papa gefahren. Das ist dann allerdings ausgeufert, denn unser Zweithund kann nur allein bleiben, wenn er angeleint ist und so hat der arme Hund den ganzen Tag angeleint verbracht...... sie waren zwar zwischendurch zu Hause und sind Gassi gegangen, aber dann waren sie eben noch mit Papa unterwegs.

Angefangen aber hat das Wochenende auch ungl├╝cklich, so haben wir am Samstag noch zusammen gefr├╝hst├╝ckt, beide Kinder kamen in unser Bett, Mittelchen stand dann auf und deckte den Tisch, der Liebste fuhr zum B├Ącker, die Gro├če lag in unserem Bett. Ich forderte sie auf, sich anzuziehen, denn wir wollten essen, sie sagte, sie k├Ąme gleich und schlief dann ein.... das einzige Familienfr├╝hst├╝ck an diesem Wochenende hat sie verschlafen und uns daf├╝r angebr├╝llt, weil wir uns dar├╝ber beschwert haben. Und, wir haben ihr eben nicht gesagt, das sie, w├Ąre es um ihre Kirche gegangen, mit Sicherheit aufgesprungen w├Ąre..... so war der Liebste traurig, ich sauer.... als Papa kam, war sie dann jedoch fertig, aber auch nur, weil ich sie dann sehr massiv geweckt habe.

Irgendwann, gegen Sp├Ątnachmittag rief mich meine Gro├če an und fragte, ob sie ├╝ber Nacht zu ihrer Freundin d├╝rfe - sie wollte soooooo gern bei ihr ├╝bernachten und dann den folgenden Sonntag bei ihr und in ihrer "Kirche" verbringen. Ich habe das nicht erlaubt, zum einen, weil sie ja mit ihrer Schwester zu Hause etwas machen sollte und zum anderen, weil ihr Zimmer nicht aufger├Ąumt ist (das sieht wirklich entsetzlich aus, Flauschizuchten, alles auf dem Boden - so richtig schlimm) und ich ihr am Samstagmorgen ausdr├╝cklich gesagt habe, "Du kannst erst wieder Ausgang haben, wenn hier aufger├Ąumt ist). Sie war sauer, schimpfte und tobte am Telefon, warf mir vor, wir w├╝rden sie nie unterst├╝tzen und sie als Schlampe titulieren.... v├Âllig aus der Luft gegriffen.

Nat├╝rlich war sie da noch bei Papa, der sie mental unterst├╝tzt hat, "also, wenn das mein Wochenende w├Ąre - dann d├╝rftest Du tun, was immer Du wolltest...... aber bei Mama......." is klar. Gut, sie blieb dann zu Hause, nur um am Sonntag ganz fr├╝h zu verschwinden und zu ihrer Kirche zu gehen. Verabredet war, das sie morgens mit den Hunden geht, ihre Schwester Mittags und sie dann noch einmal gegen Abend, denn ich habe einen Kapsel- und B├Ąnderriss und falle momentan komplett f├╝r Hundeg├Ąnge aus, was schwer ist..... Irgendwann gegen 8 Uhr rief sie ihre Schwester an und meinte "ach, ich hab ganz vergessen mit den Hunden zu gehen, machst Du das mal f├╝r mich?" Und das war`s dann.

Gegen Nachmittag schrieb sie mir ein SMS ob sie bitte bitte mit ins Musical gehen d├╝rfe, sie sei dann auch gegen 22 Uhr, in jedem Fall, ganz sicher, da k├Ânne ich mich drauf verlassen, zu Hause. Wir wollten eigentlich Abends gemeinsam essen und ├╝ber das Wochenende plaudern. Ich hab dann gefragt, was das denn f├╝r ein Musical sein und h├Ârte nur "ein christliches", auf meine verwirrte Frage ob das denn eine geeignete Antwort sein, schrieb sie mir, sie wisse nicht, wie es hei├če, aber es w├Ąre ihr soooooooo wichtig. Mein Mann und ich waren sauer, haben es ihr aber erlaubt. So und gegen 20 Uhr rief sie dann an, es w├Ąre grade Pause und ├╝berhaupt, sie w├Ąre in Wolfsburg und in keinem Fall wie verabredet zu Hause, es w├╝rde sp├Ąter werden. Ich fand das gemein, denn ich war davon ausgegangen, die Veranstaltung w├Ąre in Hannover.....

Immerhin hat sie ihr Zimmer aufger├Ąumt, aber mir die W├Ąsche auf den Boden geknallt, die verschimmelten Brotdosen in der Sp├╝le eingeweicht und liegen gelassen und weg ist sie.

Gut, sie kam dann, aber wir haben uns nicht mehr gesehen, heute Morgen ist sie extrem fr├╝h aus dem Haus, so dass ich sie nicht mehr gesehen habe. Ob und wer mit den Hunden geht, hat sie ignoriert. Ebenso wie sie die versprochenen Arbeiten im Haushalt nicht gemacht hat..... aus den Augen aus dem Sinn. Ich wei├č nicht, wann sie heute wieder kommt, ob sie noch Termine hat oder sonstwas..... das ist absolut gegen unsere Familienvereinbarungen, denn die hei├čen, "jeder sagt, wann er geht und wohin und wann er zur├╝ck kommt".

Nun haben wir mittlerweile so einiger solcher Momente gehabt, und sie begreift nicht, das wir ihr nicht das ├ťbernachten bei der Freundin verbieten, sondern darauf bestehen, das sie die Vereinbarungen mit uns einh├Ąlt. Denn ich wollte nicht, dass das Mittelchen die ganze Zeit v├Âllig allein ist. Sie ist noch traurig, weil sie sich von ihrem Freund getrennt hat und f├╝hlt sich so ein wenig verloren..... ich wollte mich in Berlin nicht ├Ąrgern m├╝ssen, sondern ein sch├Ânes Wochenende mit meinem Mann erleben, das erste seit Monaten..... ich bin so masslos entt├Ąuscht, das mir einfach die Worte fehlen.

Sie nimmt hier momentan alles mit, greift aber nicht zu und grade im Augenblick f├╝hle ich mich von ihr total verraten, denn ich gehe an zwei St├╝tzen und brauche einfach Hilfe. Der Liebste ist in Amsterdam und das Mittelchen macht und tut.... und sie trifft sich noch mit Freunden oder kann ihre Fahrschultermine nicht verlegen oder oder.... und sie hat ihrer kleinen Schwester hoch und heilig versprochen, ihr jeden Tag zu schreiben, kein einziges Wort hat sie ihr geschrieben..... nichts....

So haben wir am Samstag noch zusammen gefr├╝hst├╝ckt, beide Kinder kamen in unser Bett, Mittelchen stand dann auf und deckte den Tisch, der Liebste fuhr zum B├Ącker, die Gro├če lag in unserem Bett. Ich forderte sie auf, sich anzuziehen, denn wir wollten essen, sie sagte, sie k├Ąme gleich und schlief dann ein.... das einzige Familienfr├╝hst├╝ck an diesem Wochenende hat sie verschlafen und uns daf├╝r angebr├╝llt, weil wir uns dar├╝ber beschwert haben. Und, wir haben ihr eben nicht gesagt, das sie, w├Ąre es um ihre Kirche gegangen, mit Sicherheit aufgesprungen w├Ąre..... so war der Liebste traurig, ich sauer.... Im ├ťbrigen hat der Liebste wohl versucht sie zu wecken, ging aber nicht.....

Mir fallen keine logischen Konsequnezen ein, ich brauche meine Sp├╝le, so habe ich die Dosen weg gearbeitet, ich brauche meinen Fu├čboden in der W├Ąschekammer, so sortiere ich ihre W├Ąsche.... und Fr├Ąulein l├Ąsst es sich wohlgehen. Und Papa grinst sich eins.... dort hat sie ├╝brigens gesagt, sie w├╝nschte sich, sie k├Ânne ausziehen und sie freue sich darauf, das sie 18 werden w├╝rde, denn dann k├Ânne sie tun und lassen was sie wolle.... na ja, ich sehe da keinen m├Âglichen Unterschied zu dem, was sie grad abliefert.....

Hat einer von Euch Tipps? Was tun? Ihre Aufgaben nicht erledigen geht ja nicht, die Hunde m├╝ssen raus.... und viel mehr hat sie nicht zu erledigen. Aber ich hab einfach die Schnauze voll davon, angebr├╝llt zu werden und mir anzuh├Âren "ich kann jetzt nicht mit Dir reden, ich bin viel zu m├╝de und hab kaum geschlafen...." Mir doch egal. Das entspricht in keinster Weise irgendetwas von dem, was ich ihr, was wir ihr hier vorleben.

Ersch├Âpfte Gr├╝├če
Ansa
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Re: Ich wei├č nicht weiter.....

Beitragvon sonnenschein2 16. November 2009 10:53

Hallo liebe Ansa,

lass dich einmal dr├╝cken. Dich hats ja wieder mal ganz dicke erwischt. Ich hatte heute morgen noch an dich gedacht wie es dir wohl gehen mag und dann lese ich diese traurigen und auch w├╝tenden Zeilen von dir...Du fragst was du tun kannst.

Ich bin psychologisch und erziehungsm├Ą├čig nicht so geschult wie du. Das mal vorweg. Ich sehe nur deine Wut und die ist in meinen Augen nur mehr als verst├Ąndlich. Warum zeigst du deiner Tochter deine Wut nicht? Lass Sie doch vielleicht auch mal die Breitseite des Lebens erfahren. Wenn sie dir die W├Ąsche auf den Boden knallt...lege sie notfalls in einen M├╝llbeutel und stell ihr den in ihr Zimmer. Brotdosen kann man auch gut im Eimer einweichen. Wenn sie nichts zu eurem Leben beitragen mag tu du es doch auch nicht.
Wenn sie nicht p├╝nktlich aufsteht...es ist doch ihr Problem. Sie verpasst doch den Tag. Sie hatte das date mit Papa nicht du oder dein Liebster.
Ich habe mal vor einiger Zeit von einer Therapeutin h├Âren m├╝ssen, dass ich viel zu viel mit meinen Kindern reden w├╝rde. Sie w├Ąren ja schon Mutter taub. Ich solle ohne viel zu reden, handeln.

Du schreibst, sie m├Âchte ausziehen. Selbst wenn sie zu Papa m├Âchte. Kannst du es verhindern Ansa? Du kannst sie nicht zwingen bei dir zu bleiben. Zeige ihr vielleicht, dass du dich nicht auf sie verlassen kannst und sie sich deshalb nicht auf dich verlassen kann. Notfalls mu├č sie halt ihr Essen alleine zubereiten und einnehmen, ihre W├Ąsche alleine waschen.

F├╝r mich scheint es auch so, dass du mit deinen Gedanken immer noch sehr viel Kraft auf deinen Exmann verbringst. Es war nicht ausgemacht, dass es sein We ist, oder? Warum l├Ąsst du dich dann unter druck setzen? Sicher kann es spontane Abweichungen geben, aber sie m├╝ssen mit deinen Planungen konform gehen.

Ich habe ja an anderer Stelle mal geschrieben, dass ich mit meinen kids ├Ąhnliche Probleme hatte. Auch ich habe manchmal Tage an denen ich bis abends arbeiten mu├č. Sie wollte auch nicht einsehen, dass ich mich dann zu 1000% auf sie verlassen k├Ânnen mu├č. Ich habe dann halt gar nichts mehr gemacht. Weder gekocht f├╝r sie noch gewaschen. Fernseher, Handy, PC, alles war aus ihren Zimmern verschwunden oder verboten...

Sicher, ich bin vielleicht etwas streng. Mit mir k├Ânnen sie jederzeit reden, aber ich zwinge sie nicht dazu. Wenn mein Sohnemann den Sonntag verschl├Ąft ist das sein Problem, nicht meines.
Ich habe auch lange Zeit nicht mehr von meinem Gro├čen gehabt...au├čer..."bei papa ist alles besser" und "ich geh auf mein Zimmer"...
Ich haber ihn gelassen...So langsam n├Ąhert er sich wieder an.

Kennst du das Buch "wie umarme ich einen Kaktus" von J. U. Rogge? Hat mir geholfen....

Kannst du dir nicht vielleicht eine Haushaltshilfe suchen um ein wenig Unterst├╝tzung zu erfahren?

Ganz liebe Gr├╝├če und liebe Gedanken an dich, meine Liebe
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Re: Ich wei├č nicht weiter.....

Beitragvon Gerda 16. November 2009 11:51

Liebe Ansa,

zuallererst lass dich mal von Herzen :umarmen:

Es klingt erschreckend, wie es dir geht und dass du an Gehhilfen gehen musst. Das tut mir sehr leid. Ich vermute, dass dich in dieser schlimmen Situation das schwierige Verhalten deiner gro├čen Tochter besonders hart trifft? Vor allem, da du so viel f├╝r deine Kinder tust und getan hast, muss es sehr schmerzen, wahlweise eine kalte Schulter und dann wieder brodelnde ungerechte Wut abzubekommen und keine oder viel zu wenige Beitr├Ąge zum guten Gelingen des Zusammenlebens zu erleben.

Auf mich wirkt es so, als w├╝rde sie mit dir einen Machtkampf ausfechten, den du nur verlieren kannst, weil sie sich ihrer Macht bewu├čt wird, dass sie 18 wird und ausziehen kann oder zu Papa ziehen kann und sie versucht, damit Druck zu machen. Ich kenne das aus Erfahrung mit meiner Tochter, dass ihr das Bewu├čtsein, sie k├Ânne zu Papa ziehen, viel Macht mir gegen├╝ber gab und wo keinerlei Regeln oder Bem├╝hungen, zusammen zu leben, fruchteten. Das hat mich sehr ohnm├Ąchtig gemacht und ich empfand das f├╝r mich als unertr├Ąglich. DAss diese Situation so ist, daran kannst du nichts ├Ąndern, denn du verursachst sie ja nicht alleine. Wenn Papa so querschie├čt, da ist nichts dran zu ├Ąndern und es folgen daraus Konsequenzen, die du nicht ├Ąndern kannst. Leider ist es deiner Tochter ja nicht anzulasten, dass sie in ihrem nat├╝rlichen Drang, erwachsen zu werden - der in dem Alter ja sehr explosiv ist - nicht die Grenzen und Geleise von ihrem Vater gezeigt bekommt, die angemessen w├Ąren. Er ist ihr Papa und als solcher geliebt, geachtet und beachtet als Regelperson, und wenn er ihr vorlebt, dass man Mama ruhig austrixen kann und nicht ernst nehmen braucht und hintergehen kann, dann befolgt sie die Regeln, die ihr - scheinbar - einfacher erscheinen, mehr nicht. Ich meine nach wie vor, dass es Papa ist, zu dem die Wut geh├Ârt, denn Tochter macht ja nur das, was er erlaubt. Dass sie dabei letztlich den K├╝rzeren zieht, weil sie sich selbst den st├╝tzenden Hintergrund, den sie braucht zum Erwachsenwerden, zerst├Ârt, wird sie nicht sehen k├Ânnen und absch├Ątzen k├Ânnen. Du hingegen kannst das sehen und absch├Ątzen und m├Âchtestest sie davor bewahren, dass sie in ein Loch aus Intrige f├Ąllt, wo es Papa nur darum geht, eine Verb├╝ndete in ihr zu gewinnen, die ihn darin best├Ątigt, dass du ein unm├Âglicher Mensch bist. Du sp├╝rst, dass es ihm nicht um sie geht, sondern um solche perfiden Interessen, warum auch immer er so ist und sich dir so unterlegen f├╝hlt.

Aus meiner Sicht kannst du die Situation nicht ver├Ąndern in die Richtung, die du f├╝r gut und richtig f├╝hlst. Ich glaube, dass du dich ein St├╝ck damit abfinden musst, dass die Zeit des ERwachsenwerdens deiner Gro├čen davon gepr├Ągt und ├╝berschattet ist, dass sie dich durch solch schmerzendes Verhalten auf Abstand bringt. DAs Sich - l├Âsen - wollen zwischen Mutter und Tochter ist sehr h├Ąufig von solch schmerzhaften, eigentlich nicht vertretbarem Verhalten begleitet. Eine befreundete Kollegin sagte einmal, "sie m├╝ssen so schrecklich sein, damit wir sie nicht mehr ertragen k├Ânnen; sonst k├Ânnten wir sie gar nicht loslassen, weil wir sie viel zu lieb haben". Ich habe es ├Ąhnlich erlebt mit meiner Tochter. ich konnte sie nur loslassen, weil sie so eklig zu mir war, dass ich froh war, als sie auszog. Sie ist ├╝brigens mit 17einhalb ausgezogen, in eine eigene Wohnung mit einem Freund zusammen. Danach wurde das Verh├Ąltnis zwischen uns erst noch schlimmer und dann aber sehr viel besser. Ich habe es so verstanden, dass es in ihr einen Teil gab, der sehr gerne noch klein blieb und anh├Ąnglich blieb und den sie mit ihrer ganzen Ruppigkeit und Ekligkeit, die sie mir gegen├╝ber an den Tag legte, in sich selbst unterdr├╝ckte, weil der Drang, erwachsen zu werden, sich zu l├Âsen, so stark in ihr war.

Ich vermute, dass es in deiner Tochter auch so einen anh├Ąnglichen Teil gibt, den sie unterdr├╝ckt und auf den du aber unbewu├čt reagierst, weil du ihn sp├╝rst? "Etwas" in dir m├Âchte sie versorgen und halten, was sie ja auch braucht, aber sie wehrt sich mit H├Ąnden und F├╝├čen dagegen.

Da sie sich nicht mehr an der Gemeinschaft beteiligen will, muss die Gemeinschaft sich ├╝berlegen, wie sie darauf reagiert. Auch, um sich selbst als Gemeinschaft zu st├Ąrken und die WErte, die ihr als Gemeinschaft pflegt, zu unterstreichen. Ich glaube nicht, dass es alleine deine Aufgabe ist, das zu tun, ihr Konsequenzen nahezubringen. Sie l├Ą├čt die Gemeinschaft im Stich, sich um die Schw├Ącheren in der Gemeinschaft zu k├╝mmern, also die kleine Schwester und im MOment auch dich mit der starken Beeintr├Ąchtigung beim Gehen und m├Âglicherweise sogar Schmerzen? Ist die Gemeinschaft der Familie bereit, sie mit zu tragen auf diese Art und Weise? Was, wenn jemand anderes, z. B. Mittelchen Gehhilfen br├Ąuchte und alle w├╝rden sie allein lassen? W├Ąre es nicht vielleicht allen lieber, sie w├╝rde zu Papa gehen? Vielleicht l├Ą├čt sich der Druck, den sie macht, umdrehen, indem du mit ihr dar├╝ber sprichst, wann sie auszieht zu Papa und dass das vielleicht das Beste f├╝r die Gemeinschaft ist. Dann k├Ânntest du ihr auch sagen, dass du nicht das GEf├╝hl h├Ąttest, dass das das Beste f├╝r sie w├Ąre und warum.

Bei deinem Kapsel - und B├Ąnderriss frage ich mich, in wieweit das auch mit der Situtaion zu tun hat. Wenn ein Band gerissen ist, das hat doch sehr viel k├Ârperliche Symbolik, findest du nicht?

Ich w├╝nsche dir erst mal alles Gute und gute Besserung f├╝r deinen Fu├č
Gerda
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Re: Ich wei├č nicht weiter.....

Beitragvon Ansa 16. November 2009 15:27

Hallo Ihr Lieben.

ja ja, sie wollte gern ausziehen - aber zu Papa in keinem Fall, obgleich es m├Âglich ist, das sie das mittlerweile anders sieht. Und anonsten, ich verdiene momentan kein Geld und habe deutlich gemacht, das mein Anteil hier zu Hause liegt, innerhalb unserer Wohung und das ich nicht gewillt bin, jemanden derart zu unterst├╝tzen, indem er auszieht und die Puppen tanzen l├Ąsst, wenn er sich das nicht leisten kann. Ausziehen hei├čt f├╝r mich, eigenveratnwortlich leben und zusehen, wie man das finanziert, aber eben nicht "die Alten zahlen schon...."

Als es hier darum ging, das sie mehr Taschengeld haben wollte, war kurzfristig im Gespr├Ąch, sie k├Ânne sich gern etwas dazu verdienen. Sie kann das nicht, sagt sie, weil sie soooo viele Gedanken hat und sich schon nicht genug auf die Schule konzentrieren kann. Das wiederum kann ich gut verstehen. Und am Wochenende jobben? Nie nicht - geht gar nicht - da ist ihre Kirche angesagt.... jedes daran kratzen ist von Beginn an ein t├Ątlicher Angriff. Aber wer ein Auto haben will und nichts daf├╝r tun mag, der bekommt dann am Ende auch keines. Jedenfalls nicht von mir. Der bek├Ąme Unterst├╝tzung, wie ich gern die Dinge unterst├╝tze, f├╝r die jemand bereit ist, etwas zu tun, aber so? Als Forderung? N├Â.

Meine Planungen sind hier offensichtlich fehl.... es war nicht Papawochende, die hat es seit den Sommerferien nicht mehr gegeben. Und so funzt er eben andauert dazwischen und meint, ich entziehe ihm die Kinder. Das war auch Thema in der Klinik unserer J├╝ngsten. Tja.... und nat├╝rlich hat Papa seine Chance, hier quer zu schie├čen, wenn wir nicht da sind, genutzt und sich beliebt gemacht.

Da hat meine Gro├če einen wirklichen Nachteil, sie hat sich auf Papa eingelassen um des eigenen Vorteils willen. Er finanziert ihr den F├╝hrerschein vor und nutzt das weidlich aus. Und sie steht dazwischen, wei├č, das war nicht richtig und tanzt nun, quasie ├╝ber dem Abgrund. Sie kann ja nicht zu Papa sagen, das sie denkt, das was er tut ist falsch, weil sie sich f├╝rchtet, er entzieht ihr ihre Gunst und sie m├╝sste dann uns fragen.... was sie nicht will, weil unsere Angebote alle deutlich andere waren. Und ihre Wut, die sie nicht gegen Papa richten mag (auch noch von der Taschengeld hinter unserem R├╝cken Attacke) die bekommen wir ab, ganz - denn hier hat sie ke keine Angst und f├╝hlt sich sicher. Ich sehe das wohl, aber ich kann das nicht mehr halten und weg stecken.

Ja, ich habe Schmerzen, bin ├╝berm├╝det und werde von meinem Exmann vermehrt angegriffen. Allein die Unterstellung, ich habe unsere J├╝ngste so zugerichtet und er will nicht, das sie nach der Therapie wieder zu mir zur├╝ck kommt, trifft mich hart. Aber obgleich die Gro├če das wei├č, hat sie keinen Funken Verst├Ąndnis. Sie trifft momentan eine Wahl, die ihr nicht gut tun wird, das sehe ich. Ich muss immer immer nachweisen, das ich das Beste f├╝r alle Beteiligten tue und mache, und immer immer geht es zu meinen Lasten.

Ein Wochenende f├╝r den Liebsten und mich? Ist das zuviel f├╝r eine 17j├Ąhrige? Die st├Ąndig Sprechstunden bekommt, wenn sie welche braucht? Die Nachts um 22 Uhr, wenn wir eigentlich Paarzeit haben, ihre Zeit beansprucht, weil sie dann erst wieder da ist und nun Zeit hat? Das kann nicht richtig sein und meine Wut, die sp├╝rt sie auch..... ich bin da deutlich. Aber sie entschuldigt sich und meint dann "Was hast Du, ich hab mich entschuldigt, nun mach mal halblang....." Nicht das sie das w├Ârtlich sagt, aber sinngem├Ą├č schon.

Wenn sie das Fr├╝hst├╝ck verschl├Ąft kr├Ąnkt das meinen Liebsten, denn er ist nur am Wochenende zu Hause und er hat ihr viel beigestanden und viel Freiheit verschafft, auch "gegen" mich. Und nun empfindet er das als Kr├Ąnkung, was ich gut verstehen kann. Sie will so aufrecht sein und so christlich, kommt dann aber mit "die haben den armen Papa ausversehen so geblitzt, das er Punkte bekommt....." Is klar, aus Versehen - das sehe ich anders, aber da die Auseinandersetzung mit Papa auch ├╝ber die J├╝ngste l├Ąuft und mein Exmann recht aggressiv wird, vermischen sich da die Positionen.

Und ja, wir haben ein Krisengesp├Ąch vor, mit ihr und einer "neutralen" Person, die durchaus eine eigene Meinung hat und wenn das nichts bringt, dann werde ich ihr nahe legen, auszuziehen. Dort, wo sie ihre Ausbildung zur Sozialassistentin macht, kann sie auch f├╝r ganz kleines Geld im Monat wohnen. Das w├Ąre momentan eine Erleichterung f├╝r mich, aber ich denke, sie wird es falsch verstehen und auf ihren Glauben schieben, nicht auf ihr Verhalten. Aber da kann ich ihr nicht mehr bei helfen.

Ja, ich habe das auch so gedacht, mit meinem Fu├č. Tritt mal k├╝rzer......... aber zackig......... nun muss ich und stelle fest, bis auf mein Mittelchen bin ich verlassen, nein, keine Erfahrung, die mir gef├Ąllt.

M├╝de Gr├╝├če
Ansa
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Re: Ich wei├č nicht weiter.....

Beitragvon Gerda 16. November 2009 15:42

Liebe m├╝de Ansa,

ich kann so gut verstehen, dass du so m├╝de bist! es war so viel die letzten Monate und ist jetzt immer noch so viel und eigentlich ist es ja schon seit Jahren so und jetzt eben nur noch schlimmer.

Deine Haltung, dass du es nicht finanzierst, dass sie ausziehst, kann ich nachvollziehen und finde sie auch angemessen. Ein Gespr├Ąch mit einer neutralen Person scheint mir gut, hoffentlich ist sie "vom FAch"? Erziehungsberatung & Co? ich glaube, da k├Ânnte etwas drin liegen, denn ich habe geh├Ârt, dass die Ebs 80 % der Gespr├Ąche mit Jugendlichen und Eltern genau aus den Gr├╝nden f├╝hren, weil die Jugendlichen so voller Forderungen sind und die Eltern so respektlos "behandeln".

Hast du schon mal ├╝berlegt, mit ihrer "Kirche" zu sprechen? Ist das im Sinne ihrer Kirche, wie sie sich verh├Ąlt? Was w├╝rden sie dort sagen dazu, dass sie die Kirche ausspielt, unehrlich ist (Musikal), sich an Verabredungen nicht h├Ąlt, sich an der Gemeinschaft nicht beteiligt usw. ?

Alles Liebe
Gerda
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Re: Ich wei├č nicht weiter.....

Beitragvon Ansa 16. November 2009 15:56

Liebe Gerda,

ich bin so froh, das Du wieder da bist...... und ja, es ist die Zuspitzung eines jahrelangen Kampfes, der sich hier einem bitteren H├Âhepunkt zuneigt. Meine eigenen Gef├╝hle hinsichtlich des Klinikaufenthaltes meiner J├╝ngsten nagen wohl innerlich an mir, aber niemand hat Zeit, mir zu zuh├Âren oder gar ein Wort mir zu helfen. Alle Beteiligten sind m├╝de und ausgelaugt und stellen nun nach Jahren die Fragen nach "was hast Du dem Mann nur getn?" Das macht so m├╝rbe..... dabei war ich j├╝ngst so mutig (oder verzweifelt) das ich ihn gefragt habe "was kann ich tun, damit dsa aufh├Ârt?" Aber es kam nat├╝rlich keine Antwort auf diese Frage au├čer einfach weitere garstige Unterstellungen.

Mit ihrer Kirche sprechen? Nein, das habe ich bisher vermieden, weil ich zum einen keine Kraft hatte, mich diesen Menschen vorurteilsfrei zuzuwenden und zum anderen bislang keine Zeit, denn meine J├╝ngste hat in den letzten Wochen viel Zeit ben├Âtigt, auch viel Zeit vor Ort, viele angesagte Treffen, die dann eben mal nicht m├Âglich waren. Und ich wei├č auch nicht, ob das ein guter Gedanke w├Ąre? Ich wollte ihr das lassen, als Ort, an dem sie ihre Sicherheit finden kann, die sie offensichtlich so notwendig braucht? Aber ich habe heute dar├╝ber nachgedacht, mich an die Mutter ihrer Freundin zu wenden - durch die sie ja dorthin gekommen ist.

Ich glaube wohl, das vieles pubert├Ąre Abgrenzung ist und trotzdem glaube ich, das ich die Dinge so nicht zulassen darf. Rudolf Dreikurss spricht von spiegeln und ebenso handeln. Das bedeutet, sie unterst├╝tzt mich nicht und h├Ąlt sich nicht an Vereinbarungen und ich muss das im Gegenzug auch nicht mehr tun. Also, keine Fahrten mehr zum Arzt, kein Abholen wenn sie ne Stunde auf den Bus warten muss, kein Tauschen von Terminen mehr, damit sie das tun kann, was ihr wichtig ist. Mein Liebster hat den Kindern eine finanzielle Unterst├╝rzung zu ihrem winterlichen Bekleidungsgeld in Aussicht gestellt, er ├╝berlegt, sie zu streichen, wer so wenig f├╝r die Familie tut, kann nicht von dem profitieren, was die Familie ausmacht. Ich sehe das ├Ąhnlich.

Das Gespr├Ąch wird mit Christiane sein, bei ihr habe ich alles ├╝ber Dreikurs und Kindererziehung gelernt, was ich wei├č. Bei ihr im Kindergarten hat mein Kind ein hochgelobtes Praktikum gemacht und sie hat dort einen exellenten Ruf.... mal sehen, sie ist neutral, hat selbst vier Kinder allein gro├č gezogen und sie hat sehr viel Ahnung. Ich hoffe, das bringt etwas.

Dir liebe Gr├╝├če
Ansa
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Re: Ich wei├č nicht weiter.....

Beitragvon Gerda 16. November 2009 17:26

Liebe Ansa,

das Gespr├Ąch mit Christiane klingt f├╝r mich vielversprechend.

Ach, es tut mir so leid, zu lesen, dass es niemanden gibt, der dir zuh├Ârt, da, wo es dir zusetzt, dass die Kleine in der Klinik ist und so viel Kritik und H├Ąme von Deinem Exmann kommt. Kannst du es dir nicht ab jetzt lautstark ein f├╝r alle Mal verbitten, dass er ├╝ber dich st├Ąndig herzieht - zumindest in deiner Gegenwart - und ihm ebenfalls lautstark anheimgibt, ├╝ber sich selbst nachzudenken und erst mal selbst in therapie zu gehen. Ich finde, du hast es nicht n├Âtig, dir bei allem, was du geleistet hast, so etwas bieten zu lassen. F├╝r mich klingt es so, als habe er durch die Erkrankung der J├╝ngsten ein Schlupfloch gefunden, die Beziehung zu dir zu intensivieren. Du leidest zu sehr unter ihm, finde ich.

Es spricht nat├╝rlich f├╝r dich, dass du nicht zu der Kirche gehen willst und es ihr lassen willst. Es war ja nur mal ein Gedanke von mir. Bei Kirche denke ich an N├Ąchstenliebe und die fehlt ihr ja im Moment schwer im Rahmen ihrer Familie, finde ich.

Die Dreikusschen Spiegelideen, die du entwickelst, kommen mir stimmig vor. Schwierig, wenn du eigentlich etwas anderes m├Âchtest - Familie, die zusammen h├Ąlt und einander gegenseitig unterst├╝tzt, aber vermutlich kommst du nicht drum herum.

Alles Liebe
GErda
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Re: Ich wei├č nicht weiter.....

Beitragvon Ansa 16. November 2009 22:01

Liebe Gerda,

auch wenn das b├Âse klingt und unachtsam, nat├╝rlich feiert er und tanzt ums Feuer, bildlich gesehen. Ganze Fackelz├╝ge l├Ąsst er laufen.... und verbieten? Seine kleinen Gemeinheiten mit gegen├╝ber sind selten geworden und ich schaffe es mehr und mehr, sie zu entkr├Ąften. Momentan geht er eben ├╝ber die Kinder. Der Konflikt den meine Gro├če mit ihm austr├Ągt ist nicht von Pappe und dazu kommt, sie will ihn nicht haben oder leben. Sie sagt, er existiert nicht, aber ihre, unausgesprochene Wut sagt mir etwas ganz anderes. Sie leitet Aggressionen um..... und es macht mich rasend, wenn sie ihn und sein Verhalten dauernd entschuldigt. Aus Versehen geblitzt worden, is klar....

"Ach, das war doch fr├╝her mal", "das hat er sicher nicht so gemeint" und eben auch "nun lass das doch mal ruhen... ist doch ewig lang her, man muss auch vergeben k├Ânnen." Ich h├Âre da misshandelte Kinder, die ihrem Peiniger geneigt sind und sehe vielleicht mehr, als sie momentan wahr nimmt. Wei├čt Du, sie ist sauer auf mich, weil ich ihr die ├ťbernachtung entgegen unserer Absprache nicht gestatte und er sagt "na siehst Du mal, so ist die Mama, das hast Du mir ja immer nicht glauben wollen. W├Ąre es mein Wochenende h├Ąttest Du nat├╝rlich gehen k├Ânnen......" Klar, er w├Ąre auch aus Berlin zur├╝ck gekommen, damit sie tun kann, was sie mag. Ich bin sicher. aber nat├╝rlich f├Ąllt das in solchen Momenten auf "fruchtbaren" Boden und anschlie├čend sch├Ąmt sie sich, mir gegen├╝ber, f├╝r ihre b├Âsen Gedanken. Und die Wut, die bekomme ich dazu geschenkt. Sicherheit ist was Feines..... aber ich will einfach nicht mehr. Ich brauche eigentlich eigene Sicherheit f├╝r mich.

Nein, nat├╝rlich will ich nicht spiegeln m├╝ssen, das ist anstrengend und muss in der richtigen Intensit├Ąt kommen, die ich, aus lauter M├╝digkeit grad nicht wirklich finden kann. Tage andauernde Schmerzen zerm├╝rben eben und machen "richtige" Tonf├Ąlle mitunter eher unm├Âglich. Aber ich werde es tun. Sie kam ja dann heute doch nach Hause, schrieb mir gegen 16 Uhr (da war ich aber schon l├Ąngst mit den Hunden drau├čen gewesen) das sie mit ihnen eine gro├če Runde um den Busch war, damit ich planen k├Ânne.... worauf ich nicht geantwortet habe, weil alles was ich dazu sage, ich falsch. Und dann schlich sie hier vorbei "ich hab Dich lieb Mama, schlaf sch├Ân" und alles was ich sagen konnte war "ich habe es geh├Ârt xxx, gute Nacht....." das war bestimmt nicht klug und sicher p├Ądagogisch unwertvoll, aber mehr vermag ich heute nicht mehr.

Immerhin geht es meiner Kleinen gut, ich h├Âre nur, sie ist sozial kompetent, ├╝berwindet sich, macht mit, kommt mit allen gut aus, es geht ihr gut und morgen darf ich sie endlich anrufen..... sie fehlt mir so. Es ist zwar mitunter angenehm still und spannungsfrei, aber trotzdem..... so ist es nicht richtig.

Liebe und traurige Gr├╝├če
Ansa
Sei z├Ąrtlich mit den Kindern, mitf├╝hlend mit den Alten, nimm Anteil an denen, die sich anstrengen, sei sanftm├╝tig mit den Schwachen und geduldig mit den Starken; denn eines Tages wirst Du dies alles gewesen sein. (nach C.W. Carver)
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Re: Ich wei├č nicht weiter.....

Beitragvon B├Ąrchen 16. November 2009 22:57

Liebe Ansa

Es tut mir Leid, dass du so auf dem Zahnfleisch l├Ąufst!

Einen wirklichen Rat kann ich dir auch nicht geben. Ich bewundere jedoch deine konsequente und "logische" Erziehung. Und ich denke darauf kannst du weiter aufbauen! Lass deine Grosse sp├╝ren, dass es nicht selbstverst├Ąndlich ist, was du f├╝r sie tust. Wenn sie sich nicht an Verabredungen halten kann (wie beispielsweise wie vereinbart zuhause sein nach dem Musical), dann musst du auch nicht gleich springen, damit sie nicht eine Stunde auf den Bus warten muss!
Und da bin ich auch ├Ąhnlicher Meinung wie du: wer ausziehen will, muss selber f├╝r sein Leben Verantwortung ├╝bernehmen, sei es finanziell oder auch einfach nur die W├Ąsche machen.
Ich w├╝rde es lassen mit der Kirche Kontakt aufzunehmen, vermutlich w├╝rde das deine Tochter nur w├╝tend machen. Ich finde es gut, dass du ihr diese Welt, in die sie sich zur├╝ckziehen kann, l├Ąsst (auch wenn ich mich damit, wie du wahrscheinlich auch, nicht anfreunden kann).

Mir f├Ąllt auf, dass dein Exmann eine sehr grosse Rolle spielt in eurem Leben (klar, er ist ja schliesslich der Vater deiner T├Âchter!), doch er stiftet soviel Unruhe, wirft soviel ├╝ber den Haufen, was du m├╝hevoll erarbeitet hast und du musst es dann wieder ausbaden :rolleyes: Siehst du hier eine M├Âglichkeit ihm weniger "Macht" zu geben? Vielleicht w├╝rde es helfen wieder fixe Papawochenenden einzuplanen an denen er f├╝r die T├Âchter (1, 2 oder alle 3) verantwortlich ist, sie weg von eurem Zuhause sind und ihr mal wieder Zeit f├╝reinander habt ?

Ich schick dir hiermit ein GROSSES Kraftpaket! :umarmen:
Liebe Gr├╝sse B├Ąrchen
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Re: Ich wei├č nicht weiter.....

Beitragvon B├Ąrchen 16. November 2009 23:00

noch eine Verst├Ąndnisfrage: Ist deine Kleinste jetz l├Ąnger weg oder nur wochenendweise station├Ąr in Therapie? (weil du schreibst, dein Exmann will nicht, dass sie wieder zu dir zur├╝ckkehrt...)

*nochmaleinKraftpacketr├╝berschieb*
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Re: Ich wei├č nicht weiter.....

Beitragvon Ansa 17. November 2009 08:50

Guten Morgen,

meine J├╝ngste ist station├Ąr in Therapie und darf ab dem 3. Wochenende jeweils von Samstag bis Sonntag nach Hause kommen. "Unsere" Klinik arbeitet systemisch, das hei├čt, alle Angeh├Ârigen werden einbezogen. So gibt es eben neben den Elternstunden f├╝r Papa, den Liebsten und mich, irgendwann auch welche mit den Schwestern. Man geht hier davon aus, das Kinder eher "Anzeiger" eines Problemes innerhalb des Systemes sind. Und ich glaube, das trifft den Nagel auf den Kopf. Nicht meine J├╝ngste ist das Problem, sondern ihr Verhalten auf das was hier abgeht und das sind wir wohl alle. Da kann ich mich und meine Nachsicht, die ihr nicht gut getan hat, nicht einmal ausnehmen.

Der Papa wollte diese Klinik haben, derweil dort die Tochter seiner Lebensgef├Ąhrtin aufgenommen werden sollte, was ihr Vater dann am Ende verhindert hat. Hmh.... ich wollte ├╝berall hin, nur nicht dorthin, bin dann aber, weil die andere in Frage kommende Klinik nicht mein Vertrauen fand, doch hingefahren und ich glaube, das war, unabh├Ąngig von Papa ("Du, die kennen mich da alle schon und die sind kompetent, die sehen die Probleme auf einen Blick und man kann ihnen nicht vormachen, wei├čt Du, wir hatten total tolle Gespr├Ąche. Die merken ja schnell, wenn man sich auskennt" :/: ) eine gute Entscheidung.

Und mein Exmann ist allein dadurch wieder sehr pr├Ąsent. Er hat im Sommer die regelm├Ąssigen Vater-Kind-Wochenenden eingestellt, mitsamt den zugeh├Ârigen Begleiterscheinungen..... und nun muss ich wieder welche planen und nat├╝rlich, es sp├╝rt meine Angegriffenheit und nutzt das aus. Darauf hat er gewartet.... immerhin wir waren sehr lange zusammen, und auch er kennt einen guten Teil von mir. Das kann ich nicht vermeiden, aber ich habe es mir nicht sooo schlimm vorgestellt, wie es sich dann hier ergibt. Allein seine Intervention bei der Gro├čen fallen nat├╝rlich, wenn sie etwas will (auch entgegen unseren Absprachen, denn die will er ja nicht anerkennen oder akzeptieren) auf fruchtbaren Boden. Aber gut, wie schauen mal, wie sich das Gespr├Ąch am Freitag entwickelt.

Seien es abf├Ąllige Bemerkungen weil ich unsere Tochter am Sonntag besuchen m├Âchte, weil ich Samstag ein Pflichtseminar an der FH habe (in die Richtung, nicht mal da ist der ihr Kind wichtig) oder andere Spitzen. Das er an seinen Wochenenden ganz oft Seminare hat und seine Tochter nicht nehmen kann, ist hingegen v├Âllig normal, er hat ein Anrecht auf erholsame Wochenenden und freie Zeit und entzieht sich mit da seit Jahren "Du wolltest die Kinder haben, sieh zu.... ist echt Dein Problem." Was auch die Frage nach seinen Wochenenden beantwortet. Vaterwochenenden sind f├╝r mich absolut unverl├Ąsslich, mal nimmt er alle Kinder mit und setzt eines irgendwann aus dem Auot auf die Stra├če, weil es nicht so wollte, wie er wohl wollte, mal nimmt er keines mit, mal steht eines einen Tag fr├╝her vor der T├╝r.... Entspannend ist das alles nicht, denn immer finde ich dann ein trauriges, verzeifeltes und entmutigtes Kind, das Trost und Zuspruch braucht.

Na ja, so ist er und so bleibt er, nicht ganz, haben der Liebste und ich fest gestellt, er wird unruhiger und wirkt angreifbarer..... Verteidigungsstellung sagt der Liebste, aber ich betrachte es als das Fortschreiten seiner vermuteten Erkrankung. Schon allein aufgrund dessen, gehe ich ja anders mit ihm um, meistens jedenfalls....

Dir und Euch liebe Gr├╝├če
Ansa
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Re: Ich wei├č nicht weiter.....

Beitragvon sonnenschein2 17. November 2009 09:51

Liebe Ansa,
ich bewundere deine Kraft und frage mich aus welcher Ecke du dir immer wieder noch ein St├╝ck herholst.
Und doch mache ich mir Gedanken um dich. Ich sehe aus deinen Antworten wieviel Raum dein Exmann in deinem Leben noch einnimmt. Ich sehe und verstehe, es ist der Vater deiner Kinder und er wird immer eine Rolle in ihrem Leben spielen. Aber ich sehe auch wie sehr du immer noch unter seinen Attacken leidest. Du schreibst, dass er weiterhin Spitzen abschie├čt in die Richtung, wie du am We ein Seminar f├╝r dich haben k├Ânntest und dich nicht um die kids k├╝mmerst.
Du wei├čt doch, dass du dich mehr als ausreichend k├╝mmerst. Im Augenblick habe ich das Gef├╝hl, verzeih mir meine direkte Wortwahl, du k├Ąmpfst gegen Windm├╝hlen und bleibst dabei auf der Strecke.
Es f├╝hlt sich f├╝r mich so an, als darf jeder m├╝de, w├╝tend und schlecht gelaunt sein, nur du nicht. Du versuchst deine Familie aufzufangen in jeglicher Situation. Nur wer f├Ąngt dich im Augenblick auf? Du bist immer f├╝r deine Kinder da, mehr als das. Ich frage mich, warum du nicht deine Wut auch mal zeigen darfst. Ich glaube, ich w├Ąre dolle w├╝tend, wenn mich meine 17j├Ąhrige Tochter derart vernachl├Ąssigen w├╝rde. Wo ist ihre Hilfe f├╝r dich ganz konkret zu sehen? Du brauchst jetzt Hilfe, mental und rein k├Ârperlich gesehen und die kannst und darfst du einfordern. Sorry, da├č ich das so hart schreibe. Aber es macht mich traurig zu sehen, wie sehr du immer mehr abbaust und immer noch Kraft und Verst├Ąndnis f├╝r alle aufbringst.

Was geschieht, wenn du sagst: "Ich kann nicht mehr"?
Wer sorgt sich von deinen M├Ądchen um dich? Verw├Âhnt dich einmal und tut dir etwas Gutes? Ich finde du hast es dir verdient und darst es auch, sorry notfalls lautstark, einfordern.
Wahrscheinlich liege ich jetzt wieder mit meiner Einsch├Ątzung total daneben. Aber das sind ganz einfach meine Empfindungen. Auch ich habe einen, sicher nicht ganz so, psychisch erkrankten Exmann, wie du aus meinen Postings wei├čst. Manchmal ist es einfach gut sich eine Auszeit zu nehmen und genau hinzugucken wof├╝r ich wirklich verantwortlich bin.

Ich freue mich f├╝r euch, dass es deiner kleinen Maus gut in der Klinik geht. Ich denke, es liegt viel Arbeit vor euch. Sorge gut f├╝r dich Ansa, und schau hin, was du brauchst. Du bist so sehr wichtig f├╝r deine Familie und f├╝r uns alle hier auch.

Ich w├╝nsche dir liebe Menschen um dich, die dir die Wertsch├Ątzung und Anerkennung geben, die du brauchst und auch verdienst
Alles Liebe
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Re: Ich wei├č nicht weiter.....

Beitragvon r├Âschen 17. November 2009 15:50

Liebe Ansa :umarmen: ,

zun├Ąchst m├Âchte ich mich Sonnenscheins Worten :winken: voll und ganz anschlie├čen!

Ich habe viele Gedanken zu eurer Situation. Allerdings selbst gesundheitlich angeschlagen, habe ich momentan wenig Zeit und Kraft sie in verst├Ąndliche und geordnete Worte zu fassen. Ich wills mal kurz versuchen:

Ich selbst wei├č sehr gut, wie schwierig es ist sich diese Attacken und Bissigkeiten nicht zu Herzen zu nehmen. Es gibt Zeiten, da prallt das alles an mir ab. Allerdings ist man gerade in schwierigen, problematischen Zeiten selbst schwach und dann nagen sie eben etwas mehr, stimmts? Weil man sich vermehrt Gedanken macht, zweifelt und so eben schw├Ącher und angreibarer wird. Mir scheint es fehlt dir momentan an positivem Feedback und Zuspruch.

Das er dir, wie z.B. bei deiner Gro├čen in den R├╝cken f├Ąllt, wirst du nicht verhindern k├Ânnen. Ich selbst erlebe das auch immer wieder. Allerdings habe ich die Erfahrung (und aus deinen Zeilen lese du auch) gemacht, da├č die Kinder sehr wohl wissen, da├č dies falsch ist, allerdings nun mal im Teenageralter gerne s├Ąmtliche Vorteile nutzen um ihre W├╝nsche durchzusetzen oder uns eben mit solchen Spr├╝chen wie "Papa h├Ątte es aber erlaubt" pubert├Ątsbedingt zu versuchen zu verletzen.

Bei den Vorf├Ąllen letztes Wochenende sehe ich allerdings nicht unbedingt den Vater, sondern vielmehr deine T├Âchter in der Verantwortung. Sie sind alt genug die Verantwortung, die du und dein Liebster ihnen auferlegt haben, voll und ganz zu tragen. Da geh├Ârt es meiner Meinung auch dazu Papa abzusagen, wenn man andersweitig verplichtet wurde.
Du wei├čt, das mein Ex so gut wie nie Zeit f├╝r seine Tochter hat. Monatelang sieht sie ihn nicht. Wenn es ihm aber gerade einf├Ąllt sich mit ihr zu verabreden, obwohl sie mir zugesagt hat z.B. auf ihren kleinen Bruder aufzupassen, erwarte ich von ihr, da├č sie dies auch einh├Ąlt. Kommentare wie "ich nutze sie nur als Babysitter aus" verbitte ich mir.....nicht ihm gegen├╝ber, das bringt sowieso nichts - aber ihr.
Denn SIE ist es, mit der ich es abgesprochen habe und sie soll lernen die Verantwortung, die sie (freiwillig) ├╝bernommen hat, zu tragen und dazu zu stehen.

Soweit erstmal
Liebe Gr├╝├če und eine gute Besserung f├╝r deinen Fu├č

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Re: Ich wei├č nicht weiter.....

Beitragvon Ansa 19. November 2009 09:04

Guten Morgen Ihr Lieben,

wo ich meine Kraft her nehme wei├č ich grad auch nicht so genau.... ich vermute, das ist mal wieder so eine stille Reseve, die dann irgendwann einbricht. Ich lebe schon zu lange ├╝ber meine Kraft. Und wenn ich sage "ich kann nicht mehr" dann klopfen mir alle die Schulter und sagen "ja ja...." da k├Ânnt ich echt die Kr├Ątze kriegen.

Einfordern ist das eine und das versuche ich auch, notfalls auch mit Anordungen und laut, aber da sind sie alle hin und hergerissen, die M├Ądchen zumindest verm├Âgen nicht zu sehen, was mich alles bewegt. Und mir wird mehr und mehr bewusst, das mich die 7 Jahre Kampf mit meinem Exmann mehr gekostet haben, als ich wahr haben will. Vieles ist nur zur Seite gelegt, nicht verarbeitet. Zur Zeit setze ich mich mit etwas auseinander, das ich so nie wissen wollte, mit eigener Angst und ich lese in B├╝chern f├╝r Betroffen das die Opfer (ich sch├Ątze den Begriff nicht, weil ich mich so nie gesehen habe) von narzisstischen Partnern Traumen haben, auf die sie instinktiv reagieren und die mitunter jahrelang wirken. So etwas stelle ich bei mir fest. Gewisse sprachliche Formulierungen, die manipulative Inhalte haben, lassen mich alles andere als gelassen reagieren. Das einzige was mich tr├Âstet ist, das man zwar den Betroffenen oft vorwirft, das sie masochistishe Z├╝ge haben, aber das die wenigen Fachleute das klar widerlegen, indem sie sagen, "das stimmt nicht, denn wenn so eine Beziehung vorbei ist, suchen die Betroffenen das Erleben nicht wieder....." Das stimmt. Und so wird die Krise meiner J├╝ngsten auch meine eigene.... eigentlich kann ich die grad gar nicht brauchen.

Ich hab mit meiner Gro├čen gesprochen und wir haben ├╝ber vieles vieles geredet. Ich habe trotzdem den Eindruck, das sie wenig bis kaum Empathief├Ąhig ist, sie versteht nicht, warum wir uns so ├Ąrgern...... no way. Ich mein, sie lernt Erzieherin und ist in den Kinderg├Ąrten in denen sie arbeitet, sehr gesch├Ątzt, aufgrund ihres Wissens und ihrer Arbeit und ihres Umgang mit den Kindern. Aber ich stehe hier neben mir...... weil ich nicht wei├č, wie ich ihr das nahe bringen kann. Sie redet sich raus "sag mir doch einfach was ich tun soll und was Du erwartest. Ich will nicht nachdenken, was Du meinen k├Ânntest." Okay, das ist ne Ansage, aber sie ist 17 - n├Ąchstes Jahr ist es aus mit Anordnungen, das ist auch nichts, was mir so gef├Ąllt, weil es ist zu einfach.

Ja, n├Ąchstes Mal, falls es denn eines gibt, da z├Âgern der Liebste und ich grade, machen wir das anders. Ich habe an eine Hundepension gedacht, auf Taschengeldkosten..... aber das habe ich vorerst noch nicht angesprochen.

Euch erst einmal liebe Gr├╝├če
Ansa
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Re: Ich wei├č nicht weiter.....

Beitragvon Bine40 19. November 2009 13:37

Liebe Ansa!

Von mir erstmal eine dicke :umarmen: und eine Feststellung : Du machst das alles toll!!!

Und nun noch etwas was dich tr├Âsten soll - es geht vielen Mamas mit den hormongeschw├Ąngerten Wesen so
und die haben es auch alle irgendwie geschafft.

Nat├╝rlich kommen bei dir viele Dinge zusammen, aber ich glaube, du solltest zun├Ąchst die Geschichte mit deinem
Ex-Mann aufarbeiten, das Trauma auseinander nehmen. Viele gute, praktische Vorschl├Ąge haben dir Rita, R├Âschen
und all die anderen an die Hand gegeben. Du musst es nicht immer allen recht machen, du kannst nicht die Gef├╝hle
der Kinder ├╝bernehmen oder ihnen diese abnehmen, sie m├╝ssen ihre Erfahrungen sammeln.

Und du solltest f├╝r die ein ganz, ganz klare und f├╝r dich akzeptable Linie finden - auch wenn du damit einige Unmuts-
bekundungen hervorrufst. Die st├Ąndige Pr├Ąsenz deines Ex w├╝rde mir sehr zu schaffen machen, ich w├╝rde f├╝r mich
entscheiden, wie weit er eindringen darf. F├╝r die Gro├če den F├╝hrerschein bezahlen - ok, aber nur unter der Vorraus-
setzung, dass ich das Geld bekomme, abgerechnet wird nach bestandener Pr├╝fung. Und bitte die Zusage, f├╝r die anderen
beiden M├Ądels wird das auch so gehandhabt mit Schriftst├╝ck, Kopie an Anwalt oder JA. Ich w├╝rde MEINE Sicht der
Dinge durchsetzen, macht er nicht mit, gebe ich mein OK nicht. Klare Regeln - auch f├╝r die M├Ądchen - Mama und
ihr Liebsterentscheiden, wo der Weg hingeht und geben uns die St├Ąrke, die wir nicht haben, um Papa in die
Schranken zu weisen.
Kinder rausschmeissen auf der Stra├če - Schreiben vom RA wg. Aufsichtspflichtvernachl├Ąssigkeit, s├Ąmtliche "Fehltritte" dokumentieren. Ich wei├č, es kostet Kraft, aber auch ich konnte mich nur so von diesem Machtspiel befreien und auf
zeigen, dass nicht diejenige bin, die diesen "Mist" verbockte hatte.
Deine Gro├če nutzt dich nat├╝rlich aus, erlebt dich schwach und macht da weiter, wo dein Ex aufgeh├Ârt hat -
so empfinde ich das.

Sie will nicht nachdenken, ├╝ber das, was du ihr sagst - dann w├╝rde ich es so sagen, DASS sie es versteht - in
einfachen, klaren Worten mit der Botschaft, SO ist das. Und diese Kirche h├Ątte ich mir auch mal angeschaut,
auch um mir ein Urteil erlauben zu k├Ânnen, um sagen zu k├Ânnen, das und das finde ich gut, das und dies finde
ich nicht gut oder bedenklich.

Mithilfe im Haushalt - tja, ein heikles Thema, aber ich fahre immer gut mit der
pers├Ânlichen Ansprache auf einem Blatt Papier - in der Art:

"Liebe Tochter, bitte erledige folgende Dinge: Hund
ausf├╝hren, etc.pp. Vielen Dank im Voraus f├╝r deine Unterst├╝tzung."

So haken meine Kinder ihre Aufgaben ab, wenn etwas nicht passiert, habe ich eine Grundlage zu einer Diskussion,
da steht dann schwarz auf weiss, was sie machen sollten und nicht haben.
Passiert das ├Âfter, gibt es eine Konsequenz in irgendeiner Form, erst harmlos, dann krass. Und das ziehe ich durch,
stehe dann auch dazu, dass z.Bspl. der Hamster dann wegegeben wird - und wurde.
Dieses "bl├Âde Blatt Papier" hatte oftmals mehr Wirkung als 1000 Worte.

Auch ich stecke mitten in meiner Traumaverarbeitung Ex-Mann, es ist schwierig, bis jetzt habe ich gelernt, immer
klar bei mir zu bleiben, das gibt Kraft. Du bist doch da viel n├Ąher dran, was man machen kann, sicherlich haben
deine Dozenten Material f├╝r dich.

Ich schicke dir ein paar kleine Freudenstrahlen, ein wenig Tee mit Gl├╝ckstropfen und ein paar Kekse voller
Verst├Ąndnis.

Du schaffst das!!

Liebe Gr├╝├če

Bine
Wenn Gott Dir eine T├╝r zuschl├Ągt, ├Âffnet er Dir ein Fenster.
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