Tochter will zu uns ziehen

Der Treffpunk f├╝r Alleinerziehende und Patchworkfamilien. Hier k├Ânnen Erfahrungen und Sorgen ausgetauscht werden.

Tochter will zu uns ziehen

Beitragvon Bolz 11. Juni 2013 12:43

Hallo Ihr,
in den letzten Monaten hab ich nicht viel geschrieben, weil sich bei uns einiges tut und ich nicht wei├č, ob das in meinem Sinne ist. Daher hab ich erst mal abgewartet wie es sich entwickelt.

Ein paar von Euch kennen meine Geschichte, seit ca. 8 Jahren alle Formen von Terror von der Exfrau meines Mannes, seine Tochter ist 11 Jahre alt und wir hatten sehr viele Prozesse, Umgangsschwierigkeiten etc.
Die Kontakte zum Kind waren jedes WE wenn die Mutter einen Freund hatte, alle 2 Wochen wenn nicht. Telefonkontakte teilweise schwierig, da die Mutter diese als Druckmittel benutzte.

Seit ungef├Ąhr M├Ąrz wendet sich die Situation nun pl├Âtzlich. Die Tochter die immer schon gern bei uns war ├Ąu├čert sich nahezu t├Ąglich per SMS oder Anruf bei meinem Mann oder mir. Sie w├╝rde stundenlang weinen weil sie uns so vermisst, sie will unbedingt zu uns, sie will nicht mehr bei der Mama sein, nichts macht ihr mehr Freude bis sie wieder bei uns ist usw.

Wir dachten erst, das legt sich wieder, aber auch diverse Gespr├Ąche mit der Tochter, dass das nicht so einfach ist und sie auf jeden Fall bei der Mutter wohnen bleiben soll ├Ąndern das nicht. Egal was wir als Gegenargument anbringen ( sie m├╝sste die Schule wechseln, w├╝rde ihre Freunde vermissen da wir in einer anderen Stadt wohnen, kann nicht mehr zum Tanzen gehen etc. ) sie ├Ąu├čert immer wieder, dass sie zu uns will. Mit der Mutter reden ist unm├Âglich, mein Mann kann sie nicht mal nach dem Wetter fragen ohne dass es Schreierei gibt.

Die Tochter nennt auch konkrete Gr├╝nde ( Mama ist immer genervt, schreit mich immer an, Freund von Mama ist ├Ątzend ), scheint aber auch zu vermeiden, dass die Mutter ihre W├╝nsche mitbekommt ( l├Âscht SMS an uns, telefoniert nur wo die Mutter nicht mith├Ârt etc. )

F├╝r mich geht das in Richtung Supergau, denn ich habe sie zwar gern, aber ich wollte und will kein Kind. Wir m├╝ssten uns sehr umstellen, denn allein z.B. der Schulwechsel w├╝rde bedingen, dass ich nicht mehr voll arbeiten kann. Wir wohnen so abgelegen, dass die Tochter von uns aus nicht allein zur Schule und zur├╝ck k├Ânnte und mein Mann k├Ânnte das nicht mit dem Job vereinen. Es w├╝rde also an mir h├Ąngen bleiben.

Ich mache mir 1000 Gedanken was passiert, wenn die Mutter das ganze Theater mitbekommt und wie ich auf die Aussagen der Tochter reagieren soll, denn ich w├╝nsche mir in keinstem Fall, dass sie zu uns zieht. Was wenn sie vor der T├╝r steht ? Was wenn wir sie aufnehmen und ich meinen Job halbiere und sie ├╝berlegt es sich wieder anders und zieht zur├╝ck ? Was, wenn die Zusatzbelastung der Beziehung zu meinem Mann schadet ? Wir haben schon jahrelange schlimme Zeiten durch die Scheidungsphase nur schwer weggesteckt.

Habt Ihr einen Rat wie man die Gespr├Ąche mit der Tochter f├╝hren kann / soll ? Sie kann doch die Tragweite ihres Wunsches mit 11 Jahren noch gar nicht ├╝berblicken...
Lg
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Re: Tochter will zu uns ziehen

Beitragvon Ansa 11. Juni 2013 19:13

Hej Bolz,

*ups* das ist ja mal ein ganz anderes Problem.... und auch eines, das Familien treffen kann.

Was sagt denn Dein Liebster dazu? Und was sagt die Mutter? (sie wei├č noch nichts, kannst Du einsch├Ątzen, wsa sie sagen wird?) Am Ende ist es so, mit 14 d├╝rfen Kinder mitbestimmen, bei wem sie leben wollen, mit 11 k├Ânnen sie wohl W├╝nsche ├Ąu├čern, aber wenn sich alle Beteiligten einig sind, ├Ąndert sich nichts. Nur mal eben einen Wunsch erf├╝llen der so viele Folgen hat (Schulwechsel, neue Freunde, alte verlieren - ) kann nach hinten los gehen.

Sie kommt in die Pubert├Ąt, das ist eine Zeit in der M├╝tter durchaus schwierig werden k├Ânnen :D (frag mal meine T├Âchter) und T├Âchter zickig..... (obwohl ich immer gesagt hab, meine M├Ądchen sind nicht zickig - die J├╝ngste ist es durchaus ,) ) - da kann der Wunsch nach Abgrenzung durchaus sehr gro├č sein und werden. Zumindest den Teil muss man im Auge behalten. Das sie das nicht offen mit ihrer Mum austr├Ągt, kann ich wieder nachvollziehen, wer wei├č, wie es ihr gehen w├╝rde - wenn..... wer hat denn das Aufenthaltsbestimmungsrecht?

Man kann solche Diskussionen abk├╝rzen, indem man das kl├Ąrt "Das liegt bei Mum und Du kannst es erst ├Ąndern lassen, wenn Du 14 bist" So ein Argument, sicher vorgetragen fegt manche Diskussion vom Tisch. Aber ob es ihr gut tut - das m├╝sstet Ihr sehen und entscheiden k├Ânnen, das kann ich aus der Ferne nicht. Damit w├Ąre eine "Laune" handelbar, aber ein ernstes Problem nicht. Und der Freund der Mutter - kann man da gaz vorsichtig nachhaken, was sie st├Ârt?

Das Du nicht willst gilt es, finde ich, auch zu beachten. Obgleich es sch├Ân ist, das sie zu Euch will, keine Frage, aber Job k├╝rzen und darauf warten, das es ├ärger (mit der Mutter) gibt - ich verstehe Deine Bedenken und W├╝nsche gut. Das muss einfach in ├ťbereinstimmung mit Deinem Mann geschehen - nicht dasDu Dich hinterher verraten und eingengt f├╝hlst. Da st├Ąnder auch der Papa in der Pflicht und m├╝sste seinen Anteil ├╝bernehmen.

W├Ąre es nicht m├Âglich, sie einmal "so probeweise" die ganzen Sommerferien zu holen, damit man sehen kann,wie ein Alltag sich gestaltet?

Ansonsten kann man nat├╝rlich auch einen Beratungstermin beim JuA machen und sich so anh├Âren, was die dazu meinen oder die Tochter....

Erst einmal liebe Gr├╝├če
Ansa
Sei z├Ąrtlich mit den Kindern, mitf├╝hlend mit den Alten, nimm Anteil an denen, die sich anstrengen, sei sanftm├╝tig mit den Schwachen und geduldig mit den Starken; denn eines Tages wirst Du dies alles gewesen sein. (nach C.W. Carver)
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Re: Tochter will zu uns ziehen

Beitragvon Bolz 12. Juni 2013 08:40

Guten Morgen,
mein Mann ist hin und her gerissen, seine Tendenz ist aber eher ÔÇ×lass den Kelch an uns vor├╝ber gehenÔÇť, denn die Mutter hat uns schon so viel ├ärger eingebracht, wir erholen uns grade erst von den letzten Jahren. Die Folgen haben wir wie erw├Ąhnt versucht mit der Tochter zu besprechen, aber die Argumente wie Schulwechsel, neue Freunde etc. scheinen sie nicht zu beeindrucken.

Ein offenes Austragen von egal was, ist mit der Mutter noch nie m├Âglich gewesen, weder einfache und erst recht nicht wichtige Themen. Daher denke ich, dass die Tochter mit ihr nicht dar├╝ber spricht, obwohl sie das Gegenteil behauptet. Wenn wir nachfragen sagt sie immer sie w├╝rde mit ihrer Mutter dar├╝ber sprechen warum sie weinen muss.

Ich w├╝rde meinen die Mutter rastet v├Âllig aus wenn die Tochter zu uns will, allerdings waren in den letzten Monaten einige Dinge die fr├╝her nie vorgekommen w├Ąren. Manchmal k├Ânnte man schon meinen sie ist so genervt von ihrer Tochter wie die Tochter es uns gegen├╝ber behauptet. Die von fr├╝her erlebte totale ├ťberf├╝tterung und ├ťberbeh├╝tung hat sich stark gewandelt, was ich ja eigentlich gut finde. Vor dem Hintergrund dass die Tochter behauptet sie w├Ąre ihrer Mutter nur noch l├Ąstig, hat das aber einen ganz anderen Beigeschmack.

Den Freund der Mutter mag sie nicht weil sie denkt, er und die Mutter sind froh, wenn die Tochter nicht da ist um allein zu sein. Kann ich schlecht einsch├Ątzen ob es nur eine Eifers├╝chtelei oder echt ist. Der Mann ist eh nur 1-3 Mal im Monat bei ihnen.
Dass ich die Entscheidungen zusammen mit meinem Mann treffe w├Ąre f├╝r uns beide klar und selbstverst├Ąndlich, ich habe nur Angst, dass sich die Situation zuspitzt und wir dann gar keine Wahl mehr haben. Vor der T├╝r stehen lassen k├Ânnen wir sie ja im Ernstfall nicht und mein Mann kann aus beruflichen Gr├╝nden keine planbaren Termine abdecken, er kann jederzeit und mehrfach monatlich ins Ausland m├╝ssen, die Betreuung zu planen bliebe an mir h├Ąngen. Jugendamt k├Ąme als Ratgeber f├╝r uns nicht in Frage, da haben wir keine guten Erfahrungen.

Es gibt noch einen weiteren Punkt. Bei der letzten OLG Verhandlung hat man sich 2009 auf einen monatlichen Betrag als Betreuungsunterhaltszahlung an die Mutter geeinigt, der bis zum 15 Lebensjahr des Kindes berechnet wurde. Diesen Betrag hat mein Mann dann 2009 als Einmalzahlung geleistet, das war Bestandteil des Vergleiches. Hei├čt er hat der Mutter Betreuungsunterhalt im Voraus gezahlt, bis die Tochter 15 ist. Hei├čt auch, wenn sie jetzt zu uns zieht, hat er der Mutter die noch kommenden 4 Jahre Betreuungsunterhalt in hoher Summe gezahlt und ich gehe dann weniger arbeiten um ihr Kind zu betreuen. Damit kann ich schlecht leben.
Ach menno, manchmal will ich echt auf die InselÔÇŽ
Bolz
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Re: Tochter will zu uns ziehen

Beitragvon Ansa 12. Juni 2013 09:29

Ach Bolz,

manchmal kommt es wirklich kn├╝ppeldick..... mal sehen, im Grunde Eures Herzens wollt ihr nicht - das ist legitim - daf├╝r hat es die Einigung ja auch gegeben, das sie bei der Mutter wohnt und er ihr Unterhalt zahlt. Du hast einen Job und in soweit auch keine Zeit, sie zu fahren....

Kinder neigen schon dazu, wichtige Gr├╝nde zu "├╝berh├Âren". Das m├╝sst Ihr einsch├Ątzen, wie wichtig sind ihr die Freunde, das Tanzen - ihr Umfeld? Ist sie fest eingebunden oder eher ein einzelg├Ąngerischer Typ wie meine J├╝ngste? Ich frag daher, weil in ersterm Fall w├╝rde sie viel verlieren und bei meiner Tochter w├Ąre ein solche Wechsel gar nicht so unvorteilhaft - es kann nur besser werden.

Ihr d├╝rft ja nein sagen, ich k├Ânnt erkl├Ąren, das der Wunsch sch├Ân ist aber die Umsetzung nicht funktionieren kann, derweil der Vater berufsm├Ąssig viel reist und nicht da ist und Du kannst Deinen Job nicht aufgeben oder einschr├Ąnken. Muss man ja nicht ins Feld f├╝hren, das es ginge, schon gar nicht, wenn Du nicht willst.... wenn Ihr nicht wollt. Ihr k├Ânnt sagen "bis Du 14 bist muss alles so bleiben,wie es ist, das sagt der Gesetzgeber, darauf haben wir uns geeinigt - wenn Du mit 14 noch willst ( da kann sie vielleicht schon Roller fahren und ist selbst mobil ?) begleite ich Dich gern aufs Amt und helfe Dir. Die Grenzen aussch├Âpfen die da sind.

Ich kenne die Tochter nicht, von daher kann ich einfach nicht einsch├Ątzen, wie ernsthaft ihr Wunsch ist oder wie gro├č ihre Not tats├Ąchlich ist, oder ob sie nur einer Idee folgt? Nat├╝rlich kommt bei M├Ądchen die in die Pubert├Ąt kommen eben auch dazu, bei Euch (wo der Alltag fehlt) ist es vielleicht erholsam, stressfrei und sch├Ân und Mutter hat die Alltagssorgen und nat├╝rlich auch all das, was schief l├Ąuft und ihr nicht unbedingt mit bekommt? "R├Ąum Dein Zeug in die W├Ąsche" "Hast Du Hausaufgabgen gemacht" "Komm nicht so sp├Ąt" das kann junge Menschen ernsthaft total nerven und ist doch Alltag und wichtig.

Wegen des Geldes w├╝rde ich mich nicht sorgen, in dem Fall w├Ąre sie ja dann Unterhaltspflichtig - der Tochter gegen├╝ber und ja, das w├╝rde mir, bei allem, was Du schreibst, Bauchweh bereiten. Geld ist nicht wirklich so wichtig, finde ich.... nicht gegen das, was man dagegen eintauschen k├Ânnte. Du wei├čt schon wie ich das meine, gell?

Und, wenn die raus fliegt (was ich kaum glaube) dann kann man immer noch sehen, was geht.....

Liebe Gr├╝├če
Ansa
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Re: Tochter will zu uns ziehen

Beitragvon Bolz 12. Juni 2013 09:40

Hi Ansa,

das mit dem Alltag hab ich auch bedacht, aber im Gegenteil. Bei uns muss sie mit anpacken und auch lernen. Das scheint ihr aber eher zu gefallen als sie zu st├Âren. Ich h├Âre von ihr immer nur, dasss die Mama keine Zeit hat weil sie genervt ist oder putzen muss. Letzte Woche gab es zu ihrem Geburtstag nicht mal einen Kuchen von der Mutter, weil sie stundenlang die Wohnung putzen musste ( andere Geschichte, dieser Putzzwang ist unter anderem ein Trennungsgrund mit meinem Mann ).
Und das mit dem Geld ist zwar nicht das wichtigste, aber wir sprechen von eine Summe die sich in der H├Âhe eines PKW der Oberklasse bewegt, von daher h├Ątte ich schon schwer zu schlucken einen solchen Betrag gezahlt zu haben um meine Ruhe vor ihr zu haben und dann ziehe ich noch das Kind auf, was eigentlich der Grund der Zahlung war und davon profitieren sollte.

Ich kann schlecht mit Situationen leben die ich nicht absch├Ątzen kann. Und der Gedanke dass sie vor der T├╝r stehen k├Ânnte und ich dann nur noch reagieren kann ist eigentlich im Moment das Schlimmste. Wir ├╝berlegen hin und her ob wir die Mutter ansprechen oder nicht. Gef├╝hlt gibt es eine Katastrophe und sie tickt aus wenn sie h├Ârt, dass die Tochter zu uns will, aber genau so schlimm w├Ąre es wenn sie wirklich genervt von ihr ist und sie gern abgeben w├╝rde.

Vieleicht melden sich ja noch andere die Kinder in diesem Alter haben und bei denen Wechselw├╝nsche bestehen. Wie seit Ihr damit umgegangen ?

Lg
Bolz
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Re: Tochter will zu uns ziehen

Beitragvon siebenzwerge 12. Juni 2013 11:17

Hallo Bolz,

bei meinem LG spielen sich auch nur alle Formen von Terror ab mit der Ex (auch 8 Jahre) und seit ├╝ber einem Jahr
wohnt sein 11 j├Ąhriger Sohn bei uns.
Damit zu deinem Thema bzw. die Frage wie ich damit umgegangen bin.
Vorab die Info, da├č das Gericht den Wechsel zum Vater entschieden hat, aber auf dringlichen und au├čerordenlichen Wunsch des Kindes hin.
Ich war damals auch nicht sicher, ob das gut ist f├╝r unsere Beziehung (bei der st├Ąndigen Unruhe hatten wir genug Probleme) seinen Sohn bei uns aufzunehmen und ich kann deine Bedenken sehr gut verstehen aber durch die Umst├Ąnde, da├č der Kleine bei der Mutter nur gelitten hat, war f├╝r mich die Entscheidung ganz klar ihn bei uns aufzunehmen. Allerdings habe ich selbst 2 Kinder (7J u. 14J ) die ich mit in die Beziehung brachte. Der 11 J├Ąhrige hat ADHS und glaub mir, ich hatte schon Respekt von heute auf morgen damit konfrontiert zu werden ihn mit gro├čzuziehn.
Tja, und da wirds jetzt schwierig, da ich dich ja nicht kenne...
Liebe Bolz, es ist gut, da├č du nicht ins kalte Wasser springst und alles ├╝berdenkst bzw. gut ├╝berlegst.
Du sagst, du hast die Kleine gern. Was sind da noch f├╝r Gef├╝hle? Freust du dich sehr darauf wenn sie kommt? Verbringst du
viel Zeit mit ihr wenn sie da ist? H├Ąngt sie an dir? Ich frage das bewu├čt, weil es eine gute Basis daf├╝r w├Ąre, sie aufzunehmen.
Bei dir spielt sich im Moment "Kopfkino" ab und du l├Ą├čt schon durchdringen, da├č du das gar nicht willst das sie bei euch wohnt und ich sag dir schon mal jetzt, das wird auch nicht einfach werden.
Du sagst auch ├╝ber dich selbst du kannst schlecht mit Situationen leben, die du nicht absch├Ątzen kannst. Du wirst es nicht absch├Ątzen k├Ânnen, du kannst es nur wagen dich auf einen Versuch, sie aufzunehmen, einzulassen.
Bei uns war es vorerst zur Probe f├╝r ein halbes Jahr und der Sohn meines LG wollte vom ersten Tag an nicht mehr zur├╝ck, bis heute... ich habe mich daran gew├Âhnt und will ihn auch nicht mehr missen.
Das ist so schwierig, dir einen guten Rat zu geben.
Die Kleine tut mir leid. Sie scheint nach Geborgenheit und Halt zu suchen und ist selbst verzweifelt.
Meinst du, du w├╝rdest es nicht schaffen daf├╝r dein Leben umzukrempeln? Du hast ja nicht umsonst hier geschrieben, du machst dir ernsthaft Gedanken....

Liebe Gr├╝├če
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Re: Tochter will zu uns ziehen

Beitragvon Bolz 12. Juni 2013 13:07

Hi Siebenzwerge,

Respekt vor Deiner Entscheidung, ADHS oder das was es sein soll ist ja wirklich eine Herausforderung, da beneide ich Dich nicht.

Wenn ich auf Deine Fragen hin ├╝berlege, dann w├╝rde ich sagen, dass ich sie gut behandeln mag, weil das meinen Mann gl├╝cklich macht, Liebe w├Ąre hier das falsche Wort. Das h├Ârt sich vielleicht furchtbar an, aber es gibt nur eine Hand voll Menschen die mir nahe stehen, der Rest hat in allen Lebenssituationen und immer wieder durch ├ärger, Entt├Ąuschung, Neid oder Unzuverl├Ąssigkeit gegl├Ąnzt. Egal wie lange Jahre Freundschaft bei jedem einzelnen dazwischen lagen, am Ende ist jeder Mensch eine Entt├Ąuschung gewesen. Besonders Neid ist mir immer wieder so ├╝berraschend wie ein Bombenabwurf in mein Leben geknallt. Vielleicht bin ich auch einfach zu bl├Âd die Vorzeichen zu verstehen. Egal. Mit dieser Einstellung kann man eigentlich kein Kind lieben, denn Kinder sind ja noch einmal eine besondere Form von Egoisten.

Sie allerdings klebt wie eine Klette an mir, meldet sich mit meinem Nachnamen am Telefon, schreibt mir Briefchen mit "meine Mama2" und weist mich st├Ąndig darauf hin, dass sie so gern meine Tochter w├Ąre.

Wir k├Ânnten sicher zusammen leben, aber w├╝nschen w├╝rde ich es mir nicht. Da steckt soviel Aufwand drin ein Kind gro├č zu ziehen, dass schon so viele Eltern daran scheitern. Das Ganze als Stiefmutter ist noch schwerer zu leisten. Ich bin mir sicher, dass wenn ich alles f├╝r sie getan hab eh nur wieder einen Arschtritt zu bekommen. Das meine ich nicht pers├Ânlich, sondern liegt in der Natur der Dinge, dass Kinder meist ihren Weg gehen, wenn sie die Eltern nicht mehr brauchen.

Daher ist es mir so wichtig jetzt richtig zu reagieren. Besser mit der Mutter reden und vielleicht k├╝mmert sie sich dann aus Eifersucht wieder besser um die Tochter, oder besser nichts sagen, denn evtl. freut es sie ja noch die Tochter los zu werden?
Lieber mit der Tochter reden und die Lage besprechen, oder die ├äu├čerungen wortlos hinnehmen mit der Gefahr, je weniger Erfolg sie mit ihren W├╝nschen hat, desto sehnlicher w├╝nscht sie sich zu uns zu ziehen..

Ratlos...
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Re: Tochter will zu uns ziehen

Beitragvon siebenzwerge 12. Juni 2013 13:41

Liebe Bolz,

hast du mit der Kleinen dar├╝ber geredet und ihr signalisiert das Du nicht m├Âchtest, da├č sie bei euch einzieht
und auch die Gr├╝nde daf├╝r? Bei mir kommt es so an, da├č du im Prinzip schon eine Entscheidung getroffen hast.
Jetzt geht es darum wie sag ich es dem Kind am Besten, oder?
Die Gr├╝nde die Du angibst sind f├╝r mich nachvollziehbar und es ist traurig, da├č du st├Ąndig von Menschen entt├Ąuscht wurdest.
Das ist nat├╝rlich nicht beg├╝nstigend f├╝r die jetzige Situation. Wenn man schon mit dieser Einstellung lebt (was ich wirkilch verstehe) will man sich so etwas nicht antun geschweige denn in Erw├Ągung ziehen. Sowas wie eine Schutzhaltung?
Tja, das M├Ądchen ist, wie mir scheint sehr einsam so wie sie klammert. Ich finde das darf man auf keinen Fall au├čer Acht lassen. Die Mutter ist bestimmt vom gleichen Kalieber wie die Ex meines LG und da kann ich mir bildlich vorstellen, da├č
ein Gespr├Ąch sinnlos ist. Dennoch, dem Kind zuliebe w├╝rde ich alles offen ausprechen, damit habt ihr euer Soll erf├╝llt. Es w├Ąre nat├╝rlich am Besten bei einer Beratungstelle einen gemeinsamen Termin zu machen, das "dritte" dabei sind, wenn das m├Âglich ist. F├╝r die Kleine ist unheimlich wichtig, da├č sie konkret wei├č, da├č es die Option bei euch zu wohnen nicht gibt, ihr aber immer f├╝r sie da seid und sie lieb habt.

Liebe Gr├╝├če
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Re: Tochter will zu uns ziehen

Beitragvon Bolz 12. Juni 2013 14:49

Hallo,

ich w├╝rde es anders formulieren. Ich w├╝rde mir eine bestimmte Richtung in der ganzen Sache w├╝nschen, k├Ąme es aber hart auf hart und es m├╝sste eine Entscheidung getroffen werden, dann w├╝rde ich 100%hinter meinem Mann stehen. Dazu geh├Ârt auch die Tochter aufzunehmen wenn es erforderlich ist. Nur wenn nicht w├╝rde ich es auch nicht w├╝nschen oder anbieten.

Ich such nicht nach " wie sag ichs dem Kinde", denn ich finde sie kann W├╝nsche ├Ąu├čern, aber entscheiden werden vorl├Ąufig die Erwachsenen, sonst muss sie sich f├╝r, aber auch gegen einen entscheiden und das ist sch...

Ich w├╝rde daher so gut es geht eine Deeskalation vorziehen und da wei├č ich eben nicht was besser w├Ąre, sich die W├╝nsche und Aussagen der Tochter weiter anh├Âren und abwarten ob sie schlimmer oder besser werden, oder die Situation ansprechen und dazu geh├Ârt halt auch die Mutter mit einzubeziehen auf die Gefahr hin, dass dies die momentane Situation in irgendeine Sichtung anschiebt.

Da wir auch nur aus Erz├Ąhlungen der Tochter wissen was bei der Mutter ( angeblich ) passiert k├Ânnen wir sehr schlecht einsch├Ątzen, ob die Mutter wirklich so schlimm ist wie die Tochter erz├Ąhlt, oder ob es ihr bei uns im Mom einfach nur gut gef├Ąllt und die Behauptungen aus der Luft gegriffen sind. Daher wissen wir auch nicht ob der Wunsch zum umzug ernst und soweit es einer 11j├Ąhrigen m├Âglich ist ├╝berlegt ist, oder nur eine vor├╝bergehende Laune.

Wer jahrelangen Terror einer verlassenen Exfrau schon mal erlebt hat, der wei├č wie sehr man sich eine neue Baustelle ├╝berlegt...

Immer noch ratlos :kopftanz:
Bolz
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Re: Tochter will zu uns ziehen

Beitragvon Ansa 12. Juni 2013 15:28

Hmh,

sagen wir mal so, ohne die Mama einzubeziehen wird es nicht gehen, stellen Dir das mal real life vor, ihr m├╝sst ja einen Plan machen, Schulwechsel, Umzug sonstwas.... sie kann ja nicht aus dem Wochenende heraus sagen "wsa ich Dir noch sagen wollte, ich komm nicht mehr heim!"

Von daher w├╝rde ich sie da mal fragen, wie stellt sie sich das konkret vor? Wie soll das laufen? Wie, denkt sie sich, wird die Mutter mit ihr umgehen, wenn sie davon wei├č und wie stellt sie sich vor, diese Zeit zu ├╝berstehen?

Ich bin kein Freund von "die Kinder k├Ânnen alles entscheiden", das wei├čt Du, dies ist eine Entscheidung, die Eltern treffen, man kann sich durchaus damit zur├╝ck ziehen, "Wir haben die Entscheidung getroffen, die gilt bis Du 14 bist!" Aus - Fertig - und dann kann man immer noch sehen, wie sie darauf reagiert?

Wie lang geht es denn in etwa, das sie zu Euch m├Âchte?

Ansa
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Re: Tochter will zu uns ziehen

Beitragvon Bolz 13. Juni 2013 07:44

Guten Morgen,

die t├Ąglichen Anrufe und das von ihr berichtete st├Ąndige weinen weil sie zu uns will dauern seit ungef├Ąhr Februar 2013. Ich hab da so ein ganz b├Âses Gef├╝hl, wir haben Oktober 2012 die letzte Rate des Unterhaltsvergleichs gezahlt und seit ungef├Ąhr Jahreswende scheint die Mutter wieder mehr arbeiten zu gehen als 3 halbe Tage die Woche. W├╝rde also passen, dass sie jetzt mehr Stress hat und wirklich genervt von der Arbeit kommt, das war sie 11 Jahre nicht mehr gewohnt.

Momentan geht unsere Haltung auch in Richtung zu der Tochter zu sagen, dass das viele Schwierigkeiten mit sich bringt und Ihre Mutter einem Umzug nicht zustimmen w├╝rde. Das hat sie auch hingenommen, allerdings mit der Bemerkung dass sie ihre Mutter nicht vermissen w├╝rde wenn sie sie nur alle 2 Wochen sehen w├╝rde. Trotzdem glaube ich nicht, dass sie das ├╝berblicken kann.

Mal sehen was n├Ąchste Woche passiert, da feiert sie Ihren Geburtstag bei uns, das passt der Mutter gar nicht und sie hat es sie auch schon sp├╝ren lassen, indem sie den Geburts-Tag nahezu ignoriert hat. Hat ihr zwei Kleidungsst├╝cke geschenkt die sie sowieso neu brauchte und sonst nichts, kein Geburtstagsessen, keinen Kuchen, nichts. F├╝r die Schule gabs ein paar Schokoriegel, obwohl es ├╝berlich ist, dass sie Kinder den anderen Kuchen mitbringen. War wohl die Strafe daf├╝r, dass die Tochter den Wunsch durchgesetzt hat bei uns zu feiern. Daher glaube ich, dass wenn die Mutter mitbekommen w├╝rde, dass sie ├Ąu├čert zu uns zu wollen, w├╝rde sie sie richtig mit Missachtung strafen. Glaube kaum, das die Kleine das aushalten w├╝rde.

Lg
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Re: Tochter will zu uns ziehen

Beitragvon Ansa 13. Juni 2013 08:57

Guten Morgen,

das kennen wir ja von uns auch, wenn alles schwierig ist, das wir wenig Sehnsucht nach unserem Gegen├╝ber haben und ja nat├╝rlich, das kann sie mit 11 noch nicht ganz ├╝berblicken.

Aber Februar diesen Jahres bis jetzt ist eine ganz sch├Ân lange Zeit.... das klingt nicht nach einer Laune. Es kann nat├╝rlich sein, das Mama gestresst ist und mehr arbeitet, aber hab ich das falsch in Erinnerung, das T├Âchterchen eigentlich eher verw├Âhnt war? So etwas h├Ârt doch nicht ganz auf..... von jetzt auf gleich?

Nein, solch elterliche Missachtung ist ja auch eine Form seelischer Gewalt und hinterl├Ąsst schlimmere Folgen als meine eine hinter die Ohren zu bekommen - das wird oft untersch├Ątzt, nach der Ohrfeige ist gew├Âhnlich alles wieder gut - aber solche Missachtung, Schweigen und ignorieren macht ja ├╝ber Tage etwas kaputt (und bitte, das soll jetzt kein Pl├Ądoyer f├╝r eine Ohrfeige sein, gell....). Das ist f├╝r kein Kind, so zu leben.

So wirklich kann ich Euch nicht raten, das Schlimmste w├Ąre wohl, das sie (als Mama) v├Âllig abdreht und der Tochter das Leben zur H├Âlle macht, denn es kann ja auch sein, das sie sie nicht hergeben will und wieder vor Gericht geht - und dann wird es richtig schlimm f├╝r alle Beteiligten. Und was, wenn das Gericht nicht zustimmt? Aufenthaltsbestimmungsrecht - wei├čt Du, wer das momentan inne hat?

Liebe Gr├╝├če
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Re: Tochter will zu uns ziehen

Beitragvon Bolz 13. Juni 2013 12:09

Hi Ansa,

ja Du hast bestimmt recht, f├╝r eine Laune geht es schon zu lange.

Und Du hast es richtig in Erinnerung, sie wurde sehr verw├Âhnt und das macht mich ja so misstrauisch. Nach meinem Gef├╝hl handeln wir uns den 3. Weltkrieg ein, wenn die Mutter mitbekommt dass sie zu uns m├Âchte. Auf der anderen Seite passieren dann so Dinge wie Kind schreibt eine Klassenarbeit, fragt die Mutter ob sie mit ihr lernt und Mutter sagt sie hat keine Zeit, sie muss putzen. Kind schreibt eine 5 im Vokabeltest. Letzte Woche hatte Kind Geburtstag, Mutter sagt sie hat keine Zeit einen Kuchen zu backen ( ist ├╝blich, dass sie einen mit in die Schule nehmen ), am Abend vorher hatte Kind aber in der K├╝che gekleckert und darauf hin war Zeit die gesamte erste Etage zu putzen. Kind m├Âchte zu einer Freundin in die Nachbarstadt wo sie noch nie war. Fr├╝her: Kind w├╝rde gefahren oder nicht hingehen. Heute wird gesagt "such Dir die Verbindung im Internet raus", promt verf├Ąhrt sie sich und ruft uns weinend an. Das sind alles so Kleinigkeiten die mich stutzig machen, ob da nicht doch was dran ist, dass sie wirklich so genervt von der Tochter ist, wie die Tochter das empfindet. Das w├╝rde wiederum daf├╝r sprechen, dass die Kleine sich das nicht einbildet und der Wunsch zu uns zu ziehen gr├Â├čer werden k├Ânnte.

Ein Gerichtsverfahren werden wir um jeden Preis vermeiden, das halten meine Nerven nicht aus und ein AB wurde nie geregelt, also bei beiden Elternteilen.

Eigntlich bleibt mir nichts anderes als abzuwarten wie sich das Ganze entwickelt. Trotzdem tut es immer gut sich mit Euch auszutauschen. Manchmal bekommt man da einfach andere Blickwinkel als einem selbst einfallen. Ich halt Euch auf dem Laufenden...

Lg
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Re: Tochter will zu uns ziehen

Beitragvon Muckelmaus 13. Juni 2013 12:50

Hallo alle miteinander!

Mensch Bolz - ich muss sagen .. Hochachtung.
Ich h├Ątte mich wahrscheinlich nicht getraut, offen auszusprechen, dass ich nicht m├Âchte, dass das Kind meines Mannes zu uns zieht.

So wie du es beschreibst, muss ich Ansa beipflichten. F├╝r "nur ne Phase" h├Ąlt der Wunsch schon ziemlich lange an und die vielen kleinen und gro├čen Dinge, die du bemerkst, tun sicher ihr ├╝briges dazu.

Es gab eine Zeit, da habe ich mir immer mal wieder in Gedanken ausgemalt, was passieren w├╝rde, wenn die Tochter meines Mannes den Wunsch h├Ątte, zu uns zu kommen. Mal abgesehen von einer gr├Â├čeren Wohnung usw. hatte ich immer irgendwie Magengrummeln bei dem Gedanken und das, obwohl ich selbst Mama bin. Ehrlich gesagt, kann ich noch nicht mal genau sagen, warum das so war. Ich kann das an nichts fest machen.
Vielleicht war es der st├Ąndige Kampf mit ihrer Mama, den wir hier auch hatten. Vielleicht war es aber auch das Verhalten des T├Âchterchens wenn sie bei uns war. Wahrscheinlich war es eine Mischung von allem.
Von daher kann ich deine Bedenken ein St├╝ck weit nachempfinden.

F├╝hl dich lieb bedacht von mir
Muckel

Ein Kind betritt deine Wohnung und macht in den folgenden zwanzig Jahren so viel L├Ąrm, dass du es kaum aushalten kannst. Dann geht das Kind weg und l├Ąsst das Haus stumm zur├╝ck, dass Du denkst, du wirst verr├╝ckt.
v. John Andrew Holmes, amerik. Publizist
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Re: Tochter will zu uns ziehen

Beitragvon Bolz 14. Juni 2013 13:44

Hi Muckelmaus und die anderen,

also bei mir kann ich das eigentlich ganz leicht in Worte fassen. So einen kleinen Menschenzu versorgen, betreuen und aufzuziehen ben├Âtigt eine riesige Menge an Geduld, Aufmerksamkeit, Hingabe und Verzicht.
Dazu sind Eltern wohl hormonell programmiert, andere Personen aber meist nicht. So kommt es, dass M├╝tter beim kleinsten Atemzug ihrer Spr├Âsse vor Begeisterung fast umfallen, das Nachbarskind nervt aber mit der Sonate in D-Moll weil es nicht das eigene ist. So in etwa beschreibt das meine Situation.

Ich mag sie und ich sorge auch gern f├╝r sie, aber in dem Rahmen den ich leisten kann. Ich habe schon so viele Dinge f├╝r sie ertragen nur, damit mein Mann mit der Situation klar kommt, aber ich habe das Gef├╝hl wenn es noch mehr wird, dann ersticke ich. Das was ich in den letzten Jahren an F├Ąusten in der Tasche gemacht habe um dem Kind die gr├Â├čtm├Âgliche Schonung zu g├Ânnen bei dem Mist den die Mutter verzapft, das kann jetzt schon niemand mehr gut machen. Muss auch keiner. Aber mehr braucht es auch nicht zu werden und das w├╝rde es, wenn ich mein Leben voll auf sie umstellen m├╝sste.

Nach dem Austausch mit Euch gestern hier habe ich am Abend mit meinem Mann gesprochen, er sieht es wie ich, dass wir nicht mehr lange warten k├Ânnen, aber er wei├č auch nicht, was wir am Besten tun sollen.
Die Kleine hat allein gestern insgesamt 4x bei ihm und mir angerufen um uns mit weinerlichster Stimme zu sagen, dass sie dauernd weinen muss, weil sie uns so sehr vermisst. Ich habe ihr dann gesagt, dass sie selbst mit der Mutter sprechen muss wenn sie am WE zus├Ątzlich zu uns will, denn wenn wir "um sie fragen" lehnt die Mutter es 100% ab. Das hatten wir schon so oft, es macht ihr einfach Spa├č meinen Mann betteln zu lassen um es dann abzulehnen. Ich habe ihr auch erkl├Ąrt warum wir nicht f├╝r sie die Termine klar machen und ich hatte den Eindruck sie hat die Erkl├Ąrung verstanden, dass die Mutter ihr den Gefallen tut wenn sie fragt, uns aber nicht. Keine Ahnung ob das so p├Ądagogisch wertvoll war, jedenfalls wusste ich es nicht besser zu formulieren.

├ťber kurz oder lang werden wir eh nicht um ein Gespr├Ąch herumkommen, mal sehen was das WE bringt.

Liebe Gr├╝├če und viel Sonne
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