Kongruenz

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Kongruenz

Beitragvon Volker 21. Juli 2005 13:11

Was bewegt mich,

wenn Schmerz und Schmerz bewegungslos machen?

Welcher Körper ist das, der festhält,
obwohl er lassen kann?

los!

lassen ....

Erlaubnis zum Ein-Stimmen....

Wann nur?????
Volker

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Re: Kongruenz

Beitragvon jewles 21. Juli 2005 13:31

Die Freiheit des Menschen besteht nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will.
Rousseau

;-)
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Re: Kongruenz

Beitragvon Miraluna 21. Juli 2005 13:39

Lieber Volker,

dieses wann nur, habe ich mich auch sehr oft gefragt. Wann endlich? Wie lange denn noch?

Manchmal machen sich einfach T√ľren auf, ohne da√ü man was tut. Manchmal l√§√üt man einfach los ohne viel Tamtam und dann fragt man sich, warum habe ich eigentlich so lange gewartet?

Manchmal gehen Dinge auf einmal ganz von selbst. Ich erfahre das gerade ganz extrem und ich kann dir sagen, ich staune, jeden Tag und fange an wieder zu lachen. Das erste Mal seit 30 Jahren.

Und ich glaube, da√ü wird auch dir mal so gehen. Irgendwann .... Gib Bescheid, wenn du es das erste Mal f√ľhlst.

Liebes Gr√ľ√üchen an dich Volker
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Re: Kongruenz

Beitragvon Volker 21. Juli 2005 15:38

Liebe jewles,

worin die Freiheit des Menschen nach Rousseau besteht, hilft mir als einzelnem Exemplar leider auch nicht weiter... Vielleicht sollte ich deinen Rousseautipp insofern aufgreifen, als das er auch gesagt haben soll, der Mensch sei von Natur aus gut und nur die schlechte Gesellschaft verderbe ihn. Bleibt auch dann nur zu fragen, was die "Natur" denn ist und was "schlechte" Gesellschaft ausmacht.


Mirulana, danke f√ľrs Gr√ľ√üchen...ja manchmal muss man nur warten damit Dinge von alleine gehen...
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Re: Kongruenz

Beitragvon Tamara22 21. Juli 2005 17:26

Lieber Volker,

nicht du bewegst die Welt, sondern die Welt bewegt dich...in jedem Moment.
Das inne-halten ist kein Stillstand, es ist eine andere Bewegung deiner ur-eigenen Lebensbewegung. Deiner Lebensbewegung begegnest du in dem Moment, in dem die
Welt um dich herum scheinbar still-steht, erst dann.
Vielleicht sind Momente nicht nur zum los-lassen da, sondern zum inne-halten?

Dein Körper, der dein Wesen umgibt ermöglicht dir Leben zu erleben...
Dann bist du kongruent.

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Re: Kongruenz

Beitragvon Volker 21. Juli 2005 18:32

Tami,

danke f√ľr deine Sichtweise.
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Re: Kongruenz

Beitragvon tim 25. Juli 2005 17:54

Schliesse mich der weisheit schopenhauers an:
"der mensch kann zwar tun was er will aber er kann nicht wollen was er will"
wenn der Wille nicht da ist dann tut sich auch nichts aber man kann ihn auch nicht wollen.

Das nicht los lassen wollen ist exitentiell mit uns verwoben, wo wir herkommen wurden wir genährt, wurde unsere exitens gesichert, sonst wären wir nicht hier. Das loszulassen was uns in die Welt gebracht hat ist im Leben sterben zu wollen um Leben zu können:
kein kleiner Wille.

Aber in jedem Körper steckt das Bestreben seinen Ursprungszustand wieder zu erreichen, von daher gehört grade Dir Volker, meine Zuversicht!
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Re: Kongruenz

Beitragvon Volker 28. Juli 2005 08:15

Nein, der Mnesch kann nicht wollen, was er will. Dennoch glaube ich, dass es diese verst√ľmmelte zweite Pers√∂nlichkeit gibt, die an und aus der Angst gelernt hat, welches Verhalten angemessen ist. Und es gibt die reine prim√§re Pers√∂nlichkeit, die das Verhalten zeigen will, welches angeboren, nat√ľrlich ist. Beide Anteile wollen was anderes... liegen im Konflikt. Prim√§r ist Liebe, sekund√§r ist Angst... Die Liebe will sich befreien und die Angst h√§lt fest. Meine Sehnsucht ist die Liebe und wesentliche Erfahrungen habe ich mit der Angst gemacht.

Danke f√ľr deine Zuversicht, Tim.
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Re: Kongruenz

Beitragvon Tamara22 28. Juli 2005 20:26

Ist die Angst nicht auch ein nat√ľrlicher Teil?
Was w√§re, wenn diese Ursprungspers√∂nlichkeit einen weisen Teil ausbildet, der Erinnerungen birgt, die durch die Angst abrufbar werden. Was wenn dieser weise Anteil in jedem daf√ľr da ist, ein Gel√§nder zu bauen, die Hand auszustrecken und der prim√§ren Pers√∂nlichkeit, dem kindlichen Anteil den Schutzraum schafft, in dem nat√ľrliches Verhalten existieren darf...?

Ist es nicht verr√ľckt, dass sich viele Menschen w√ľnschen, die Liebe w√§re von Dauer, sprich halt-bar...wenn sich die Liebe doch befreien will...

Ich lass dich gehen, damit du bleiben kannst. So w√ľnsche ich mir lebendige Liebe.

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Re: Kongruenz

Beitragvon Volker 23. August 2005 13:36

Lieber Tim,

"loslassen" und "festhalten" sind zwei unsere Existenz bestimmende Handlungsweisen, die beide ihren Sinn haben und beide ihre Notwendigkeit besitzen. Wenn ich nichts festhalten könnte, dann wäre alles beliebig, wenn ich nur losliesse, dann fände ich keinen Halt.

Manchmal dr√§ngt die Seele nach dam "loslassen" - einer alten H√ľlle vielleicht, eines √ľberdauerten Verhaltensmustern, einer Anspannung, die mehr Energie frisst als notwendig w√§re. Ein Verhalten, welches an einer Idee festh√§lt, derer ich nicht mehr entspreche. Ja, manches muss vielleicht sterben, damit etwas Neues entstehen kann. Sterben als Metapher f√ľr Entwicklung... was will sich zeigen? Und was m√∂chte verabscheidet werden? Das sind Fragen, die daran ankn√ľpfen.

Tami,
Angst ist ein Teil von uns... und der mutige Teil in uns nimmt sich der Angst liebevoll an... und setzt sie am besten angeschnallt auf den Beifahrersitz. Wenn sie das Steuer h√§lt, findet sie vor lauter Angst den Schl√ľssel schon nicht und die Fahrt verz√∂gert sich ..;-=)
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Re: Kongruenz

Beitragvon Tamara22 23. August 2005 17:56

Hallo:)

Ich glaube dass noch etwas zum Loslassen und Festhalten dazu kommt, nämlich der Wunsch nach Grenzen. Grenzen, um sich selbst zu erfahren und um das Innen und Aussen zu unterscheiden. Grenzen, um einen Sinn zu finden, nach Freiheit zu streben, die es ohne diese Grenzen nicht gäbe.
Naja und das Festhalten und Loslassen w√ľrde ohne Grenzen auch keinen Sinn machen...

Manchmal ist es echt "bescheuert", wenn sich die Angst auf dem Beifahrersitz auff√ľhrt, als w√§r man noch in der Fahrschule...die n√§chste M√∂glichkeit rechts...sie haben den Schulterbilck vergessen...und fahren zu schnell ;-)

Zum Gl√ľck gibt es Anschnallgurte, ABS und Airbag...was haben die fr√ľher blo√ü gemacht *fg*
Und manchmal hilt es auch √ľber den Fahrlehrer zu schimpfen!

LG Tami
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Re: Kongruenz

Beitragvon Volker 23. August 2005 21:35

das Innen und Au√üen kann unbegrenzt Lust sein oder grenzenlos auch Angst. Zwischen den Extremen werden Grenzen √ľberschritten.

Also Fuß aufs Gaspedal und Hand auf Herz oder Fuß auf die Bremse und Hand vor die Augen ????????
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Re: Kongruenz

Beitragvon Tamara22 23. August 2005 22:36

Naja Augen zu und durch ist in dem Moment wohl nicht so sinnvoll ;-)
Vielleicht mit dem Herzen sehen, erst auf 2 losfahren und gut festhalten?????

Hm...unbegrenzt und grenzenlos...ja.
Ich glaube, dass das Grenzenlose angststeigernd sein kann, ob es auch luststeigernd ist, ich weiß nicht. Wahrscheinlich hab' ich davor zuviel Angst.

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Re: Kongruenz

Beitragvon Volker 24. August 2005 11:07

Hallo Tami,

da ja Schmerz und Sehnsucht den Rahmen f√ľr die Grenzen bilden gibt es das Grenzenlose nicht wirklich. Wohl aber das √úbersteigen, das Transzendieren und das sich selbst √ľberwinden.
Normalerweise werden diese K√§mpfe im AUssen ausgetragen, in Politik Wirtschaft und Sozialem. Im Inneren, das ist schon fremd. Unbegrenzt in dem Aufzugehen, was wir tun, egal was es ist, das haben wir als Kinder gr√ľndlich aberzogen bekommen, vielleicht....

Gruß
Volker

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Re: Kongruenz

Beitragvon Tamara22 24. August 2005 17:52

...vielleicht erinnern sich die Inneren Kinder daran, wenn sie die Möglichkeit geboten bekommen.

Lieber Volker,

es k√∂nnte ja sein, dass das Grenzenlose dann existiert, wenn der √úbergang zwischen den Extremen nicht als Grenze, sondern als Verbindung erlebt wird. Dann kann √úbersteigen und Transzendieren ein Moment werden, der verbindend ist. Ich glaube dazu ist es unerl√§√ülich jede Wertung zu vergessen. Selbst die eines erlebten Gef√ľhls.
Oder es entsteht eine Art "inneres Perpetuum Mobile"...sich selbst erhaltend...schöne Vorstellung:)

Gr√ľ√ülein Tami
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