Seite 1 von 9

Auf dem Weg zum Glück

BeitragVerfasst: 3. Mai 2003 22:57
von Volker
Hallo,

ich bin Volker, 29 Jahre alt und die Scheidung meiner Eltern liegt schon ein Vierteljahrhundert zurück, sozusagen. Nichtsdestotrotz, habe ich erst in den letzten drei, vier Jahren genug Kraft entwickelt, mich mit den frühen Erlebnissen auseinanderzusetzen.

Ich habe viel gelernt über psychische Mechanismen, Anpassungen, Triebtheorien, Triangulierungen, Verdrängungen, Projektionen, Probleme, Traumaverarbeitung, Gefühlsabwehr und Sublimierung und.......

....weiß jetzt, welche Gefahren für ein Kind von einer Scheidung ausgehen können. Was ich immer sehr vermisse, ist die produktive Seite dieser frühen schmerzhaften Erfahrungen.

Ich denke viele von den Spätfolgen, die sich zeigen können, liessen sich bei einer annehmenden, wertschätzenden und anerkenneden Begleitung minimieren.

Aus diesem Grund suche ich Menschen, die Erfahrung in der pädagogischen und/oder therapeutischen Begleitung von Scheidungskindern haben. Auch Eltern möchte ich ansprechen. Mein Ziel ist die Schaffung von Räumen für Scheidungskinder als pädagogischen Angebot. Das kann in Form von Wochenendseminaren geschehen und sollte ein Angebot für Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren sein.

Schreibt!

Re: Auf dem Weg zum Glück

BeitragVerfasst: 5. Mai 2003 20:54
von Hammer
Hallo Volker
Ich selbst komme aus einem Elternhaus wo die Eltern nicht geschieden sind.
Aber für mich wäre es besser gewesen sie hätten es getan.
Ich habe mich scheiden lassen als meine Tochter fünf war.
Ich habe auf diesen Seiten schon viel gelesen,und es ist für mich immer
noch unvorstellbar was Eltern ihren Kindern antun.
Ich möchte damit nicht ausschließen das ich nicht auch Fehler gemacht habe,
und noch tuen werde.Zum Bsp.das gemeinsame Sorgerecht:Es ist sehr schwer
sich mit dem Ex zu verständigen,weil auf der einen Seite Frust oder Gleichgültig-
keit ist.Allerdings habe ich auch gemerkt das die Tochter beim Vater mehr darf.
Da er Angst hat sie würde vielleicht nicht mehr kommen,das kann ich zwar
verstehen aber ich bin die "dumme".
Aber eines kann ich nicht verstehen wenn Eltern ihre Kinder als Druckmittel
gegen den Ex einsetzen.Kinder gehören weder Vater noch Mutter sie gehören
sich selbst,und wir haben das Glück sie einen Teil ihres Weges zu begleiten.
Ich wünsche dir für dein Vorhaben viel Erfolg
Alles Liebe
hammer

Re: Auf dem Weg zum Glück

BeitragVerfasst: 8. Mai 2003 22:42
von Timo Reif
hi,

in diesem Falle gebe ich dir Recht Hammer zum Thema druckmittel gegen die/den EX.
Ich selber habe es mit Erlebt das ich als Objekt der Rache benutzt wurde oder einem von
beiden einen Reinzuwürgen. Sie haben sich auch gegenseitig bei mir angeschwärzt obwohl ich das nie wollte. Auch wenn einer von beiden Fehler in der damaligen Zeit gemacht hatte, und sich vieles zur last hat fallen lassen. Da will ich heute garnicht mehr reingzogen werden. Das sind eigentlich ihre Probleme vor meiner Zeit, welche sie aber immer wieder hochholen um sich gegenseitig schlecht zumachen. Drum hoffe ich auf mein 18. Lebensjahr um aus dem Chaos endlich rauszukommen.

Re: Auf dem Weg zum Glück

BeitragVerfasst: 12. August 2003 22:15
von bianca
wollte mal ganz lieb an alle hallo sagen
die sich so fühlen wie ich
und deren eltern uach nur streiten oder getrennt sind
bianca

Re: Auf dem Weg zum Glück

BeitragVerfasst: 13. August 2003 19:17
von Volker
Hy Bianca,

sage Dir auch ganz lieb Hallo :-)

Re: Auf dem Weg zum Glück

BeitragVerfasst: 12. Oktober 2004 23:37
von Tamara22
Lieber Volker,
bin ein bischen stiften gegangen und habe entdeckt, dass du verborgene Potentiale schlummern und schon viiiiel zulang keiner mehr dazu geschrieben hat.
Ich habe vor ein paar Jahren beschlossen eine Internetseite zu gestalten, die an irgendeiner Stelle in Seminare, Workshops, Treffen usw. übergehen soll. Deshalb habe ich vor drei Jahren angefangen diese Ausbildung zu machen. Ich habe selbst schlechte Erfahrungen mit Psychologen und Therapeuten gemacht und solche, die es gern sein möchten. Das beschäftgigt mich schon lange... Du sprichs davon dass das Produktive dabei fehlt, ja das stimmt. Mir hat meine Ausbildung (im Februar 2005 hab' ich die letzte Prüfung, dann hab' ich es mir zumindest selbst bewiesen;-)) da viel gebracht, weil ich nie so etwas Achtungsvolles, Wertschätzendes und Ressourcevolles erlebt habe, wie in diesen Seminaren.
Nie hätte ich gedacht, dass ich viele Dinge danach anders sehen kann. Für mich geht es nicht darum Fakten zu ändern, das nähme den Kindern Teile ihrer Geschichte. Ich finde es wichtig, wie an anderer Stelle erwähnt (Gefühls-)Deutungen zu verändern, zu erweitern, Ressourcen wieder zugängig zu machen, die durch Trauer, Verlust, Angst, Schmerz... verdeckt wurden. Kinder daran erinnern, was in Ihnen steckt.
Mir hat es so sehr geholfen, dass das (Selbst-) Bild das ich in mir habe "heilen" konnte.
Ich finde also deine Idee toll und fände es schön, wenn wir uns da ein bischen austauschen, wenn du Lust hast. Bin für alles offen (ausser woodoo;-)
Meine Internetseite dazu ist übrigens schon in Teilen fertig, da ich mehr für die Erwachsenen-"betreuung" gehen werde, anfangs wär doch ne Arbeitsteilung, hm?
Naja, Ideen gibt es, Visionen auch, Hoffnung zu Hauf, Motivation JA! und die eigene Erfahrung, scheint vielversprechend....
Lieben Gruß
Tamara
PS:ein bischen erschreckend in einem Forum einem Menschen zu begegnen, dessen Visionen einem aus der Seele sprechen (um mutig zu sein, ich spreche hier mit "einem" von mir...)

Re: Auf dem Weg zum Glück

BeitragVerfasst: 13. Oktober 2004 08:12
von Volker
Hallo tamara,

versteh zwar nicht, welche Vorurteile dich von "woodoo" abhalten, aber auch hier scheint der Grundsatz der Wahlfreiheit angemessen:-))

Ich fände es super mich mit dir auszutauschen, deine Ideen und deine Grundeinstellung versprechen "visionsausbaufähiges" und "entwicklungsermutigendes" Arbeiten, sozusagen...

Schick mir doch mal die Webseiten an meine mail-Adresse... fände ich spannend. Ich schicke Dir mal ein Interview von mir, welches anfang des jahres entstanden ist und eigentlich bei schoolz.de (von der TKK) erscheinen sollte, es aber nie tat.

Wohaaa

Volker

Re: Auf dem Weg zum Glück

BeitragVerfasst: 13. Oktober 2004 09:44
von Tamara22
Hallo und guten Morgen,

ich hab' nix gegen woodoo, wenn jemand damit glücklich wir, werd ich es unterstützen;-)

Die Internetseite ist noch nicht im Netz, wird noch ein paar Wochen dauern, bin noch am basteln, mir fehlen Texte.
Falls du was dazu beitragen willst, gern:)
Ich werd mir mal heute Nachmittag Zeit nehmen und dir meine Ideen schreiben und ich schick dir mal das Logo von meiner Seite so für den Visuellen ja ganz wichtig...

Auf das Interwies bin ich sehr gespannt.

Wohaaa???????

Tamara

Re: Auf dem Weg zum Glück

BeitragVerfasst: 13. Oktober 2004 10:51
von Volker
"wohaaa" ist ein Ausdruck von Freude, der seine Wurzeln wahrscheinlich in der Steinzeit hat.

Re: Auf dem Weg zum Glück

BeitragVerfasst: 13. Oktober 2004 10:53
von Tamara22
ok, du "steinzeitgetier":)

wohaaa, sagten das die "Steizeitgetierinnen" auch?????


T.

Re: Auf dem Weg zum Glück

BeitragVerfasst: 13. Oktober 2004 10:55
von Volker
Wenn du dein wohaa auch fühlen kannst, dann kanst du da sicher sein!

Re: Auf dem Weg zum Glück

BeitragVerfasst: 13. Oktober 2004 13:22
von Tamara22
gestern konnte ich es, war völlig in meinen Ideen verschwunden und unglaublich aufgewühlt...sicher ist das ein wohaa wert:)
Tamara

Re: Auf dem Weg zum Glück

BeitragVerfasst: 13. Oktober 2004 19:24
von Volker
Was denkst du, was wäre, wenn Menschen ihre "Schicksalsschläge" annehmen könnten, als Gelegenheiten für Wachstum und mehr Integrität? Wenn sie ihre Stärken, die sich daraus entwickeln eher wahrnehmen als die Entbehrungen? Wenn sie ihre Kompetenzen anerkennen würden und weniger auf ihre verbauten Möglichkeiten?

Selbstliebe anstelle von Selbstnachgiebigkeit, Stärke anstelle von Resignation...

Bis dahin wird noch so maches Kind und mancher Erwachsene in den Arm genommen werden müssen...

Re: Auf dem Weg zum Glück

BeitragVerfasst: 13. Oktober 2004 19:38
von Tamara22
Lieber Volker,
ich glaube dass dieses in den Arm genommen werden stellvertretend für so vieles ist, das es dafür braucht. Und das kann es auch sein, es vermag sicher vieles auszudrücken.
Ich glaube es ist wichtig sich an das Positive zu erinnern, ich meine damit sich selbst erinnern, schau hin....
Hinter allem steckt etwas Positives, davon bin ich überzeugt, was nicht heißt dass ich alles gut finden muss.
Stärken an sich selbst zu erkennen, puh, ich arbeite dran...es ist so etwas wie ein Lebensziel, sich auf sich selbst zu berufen, sich als etwas Wertvolles anzuerkenne, sich selbst überhaupt erstmal anzuschauen, wohlwollend und nicht überkritisch.
Vermutlich würde das vieles ändern und dann wären vielleicht die Windungen des Schicksals Lebensenergien die bereichern und nicht lähmen...

Die Möglichkeiten dazu hat sicher jeder in sich, man muß sie nur erkennen.
Tamara

Re: Auf dem Weg zum Glück

BeitragVerfasst: 14. Oktober 2004 12:55
von Volker
Lebensenergie würde konstruktiv an/auf/mit unserem Planeten wirken, Liebesschwingung würde Negativität transformieren, Frust, Ärger, Wut würden Signale für Veränderung und Entwicklung wäre um ein Vielfaches erleichtert, so oder so ähnlich können Träume und Visionen aussehen, auch im Anerkennen der Realitäten des Hier und Jetzt.