Scheidungsfolgen, zweite Generation

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Scheidungsfolgen, zweite Generation

Beitragvon Gerda 12. Dezember 2009 22:20

Seit meiner Scheidung hat mein Exmann meine S├Âhne v├Âllig mir entfremdet. Sie haben als Jugendliche den Kontakt mit mir abgebrochen und seine massive Entwertung mir gegen├╝ber ├╝bernommen. Mein ├ältester hat das mittlerweile ver├Ąndert, mein j├╝ngerer Sohn, 33, hat aber den Kontakt zu mir abgebrochen, mit 17. Es gab einzelne Phasen, wo wir Kontakt hatten. Er hat auch einige Jahre in meinem Haus zur Miete gewohnt. Dort ist er mit 7.000 Euro Mietschulden wieder ausgezogen und schert sich nicht darum, mit mir eine Regelung ├╝ber dieses Geld zu treffen. Ich erlebe es so, dass er v├Âllig mit seinem Vater identifiziert ist - und der ist immer noch voller Verachtung mir gegen├╝ber.

Meine Enkelkinder waren letzten Samstag bei mir. Wir haben zusammen Pl├Ątzchen gebacken. Die beiden Jungs, 8 und 10, haben Fu├čballbilder gezeigt und das Gespr├Ąch kam auf Robert Enke.

Sie fragten mich, ob ich wisse, dass er gestorben sei und wie. Ich sagte ja und daraus entstand ein sehr lebendiges Gespr├Ąch, wo sie mich l├Âcherten mit Fragen. Die meisten Fragen beantwortete ich. Bei manchen Fragen antwortete ich nicht, sondern wartete, und sie ├╝berlegten sich selbst die Antworten. Z. B. fragten sie, ob es sein k├Ânne, dass Robert Enke wieder aufwache. Aber dann guckten sie sich an und stellten sachlich fest, dass das wohl nicht sein kann, wenn ein Zug ├╝ber ihn gefahren ist. Sie fragten auch, wie noch mal die Krankheit hei├čt, die Menschen, die sich suizidieren, haben. Achsoja, genau, Depression. Kennst du einen mit Depression. Ich nannte ihnen ihre Tante, die ein Baby verloren hat und danach eine zeitlang Depression hatte.

Es war ein wirklich sehr lebendiges Gespr├Ąch und mir kam es sehr nat├╝rlich vor. Sie stellten Fragen, wie Kinder Fragen stellen und ich habe nach bestem Wissen und GEwissen geantwortet, so kindgerecht wie m├Âglich und an einer STelle habe ich nichts gesagt, weil es mir zu heikel war.

Vorgestern waren wir wieder verabredet, weil wir die Kekse noch mit Puderzucker, Streusel und Schokolade verzieren und in T├╝tchen packen wollten und f├╝r Weihnachten vorbereiten wollten.

Am Abend vorher rief meine Schwiegertochter an und sagte, sie wolle die Verabredung absagen. Ich h├Ątte die heile Welt der Kinder zerst├Ârt, weil ich mit ihnen dieses Gespr├Ąch gef├╝hrt h├Ątte. Sie fand es absolut schlimm, dass ich den Kinder ├╝ber Suizid alle ihre Fragen beantwortet hatte und auch, dass ich wieder mit ihnen dar├╝ber gesprochen hatte, dass das Baby meines anderen Sohnes gestorben ist. Ich m├Âchte aber nicht, dass dieses Kind totgeschwiegen wird. Und vor allem finde ich, dass Kinder alle Fragen beantwortet haben m├╝ssen, die sie haben und dass sie ├╝ber so brisante Themen Bescheid wissen m├╝ssen. Es gibt eine immer gr├Â├čer werdende Zahl von Kindern und Jugendlichen, die sich suizidieren und eine KOllegin hatte letztens in ihrer Praxis ein Kind, das sich mit 8 Jahren versucht hat, umzubringen. Ich fand es wichtig und richtig und finde das noch immer, dass ich ihre Fragen beantwortet habe.

Mir blieb der Mund offen stehen, dass meine Schwiegertochter meinte, ich h├Ątte die heile Welt zerst├Ârt. . Ich konnte das gar nicht glauben. Vor allem nicht, weil mir mein Enkel, als er 3 Jahre alt war, erz├Ąhlt hat, dass Papa - also mein Sohn - die Mama geschlagen hat. Ich fragte mich, von was f├╝r einer heilen Welt sie spricht.

Sie sagten dann noch, dass mein Sohn - der mit mir seit 3 Jahre nicht mehr redet - ausgeflippt sei, als die Kinder von dem Gespr├Ąch erz├Ąhlt haben und geschrieen habe, "da gehen die nie mehr hin". Sie selbst sehe das aber etwas anders und k├Ânne sich vorstellen, dass die Kinder wieder zu mir d├╝rften, wenn etwas Gras ├╝ber die Sache gewachsen sei. Wenn Papa ausflippt, wenn die Kinder so etwas erz├Ąhlen, dann geraten sie aus meiner Sicht in einen schlimmen Loyalit├Ątskonflikt, denn sie haben mich ja lieb und m├╝ssen sich jetzt fragen, hat Papa mich noch lieb, wenn ich zeige, dass ich Oma lieb habe.

Wir haben eine sehr innige Beziehung. Sie sind sehr gerne bei mir, ├╝bernachten bei mir, meine kleine Enkeltochter, knapp 5J, springt immer auf meinen Arm, wenn sie mich sieht und umarmt mich und will f├╝r eine Weile gar nicht mehr weg. Wir haben lauter kleine Rituale mit einander wie Brot backen und dass es immer Pfannkuchen gibt und einen kleinen Film auf der Homepage von der Sendung mit der Maus anzuschauen und ich bringe ihnen Computern bei.

Es tut mir sehr weh, dass sie nun wieder nicht mehr kommen d├╝rfen. Es sind wieder diese Scheidungsfolgen in der zweiten Generation. Die Enkelkinder werden jetzt auch von mir entfremdet und sie werden massiv in Loyalit├Ątskonflikte gebracht. . Mir ist klar, dass ich mich abschneiden muss von meiner Familie, wieder ein St├╝ck, damit es mir nicht so weh tut, dass ich meine Enkelkinder nicht sehen darf. Das ist schon ├Âfter vorgekommen.
Aber im MOment tut es gemein weh.
Traurige Gr├╝├če
Gerda
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Re: Scheidungsfolgen, zweite Generation

Beitragvon Ansa 13. Dezember 2009 11:42

Liebe Gerda,

das h├Ârt sich wirklich sehr schlimm an...... und ja, auch ich bef├╝rchte, das es irgendwann einmal in zweiter Generation Scheidungsfolgen f├╝r meine Kinder bzw. Enkelkinder geben kann und wird. Aber ich bef├╝rchte es nur, w├Ąhrend Du es erlebst. Und das tut allen Beteiligten weh - auch Dein Sohn scheint mir da sehr getroffen zu sein, immer noch.... und ungl├╝cklich?

Ich finde es schlimm, wenn man Eltern nicht erreicht und ihnen deutlich macht, "SO geht das nicht!", schlimm f├╝r die betroffenen Kinder - die, da hast Du Recht, in einen Loyalit├Ątskonflikt gezwungen werden, in den sie nicht geh├Âren.

Kein Thema ist bei Erwachsenen so Angstbehaftet wie der Tod. Vor vielen Jahren habe ich einmal ein Seminar unserer Kirche f├╝r Kursleiterinnen besucht, das hie├č "Mit Kindern ├╝ber den Tod reden" und die zust├Ąndigen Referenten zeigten uns als Gruppe auf, das wir es sind, die mit dem Tod ein Problem haben, nicht die Kinder..... und das wir mit unseren Reaktionen daf├╝r sorgen, das die Kinder einmal genauso Angstbehaftet sind, wie wir heute. Allein die Wortwahl "er ist heim gegangen" (damit wir bloss nicht sagen m├╝ssen, er ist tod oder gestorben) ├Ąngstigt Kinder immens, noch schlimmer k├Ânnen solche Umschreibungen wie "sie ist f├╝r immer eingeschlafen" auf Kinder wirken. Bei empfindsamen Kindern kann das eine Traumatisierung zur Folge haben und wir haben auch gelernt, das klare, einfache Aussagen, wie "er ist gestorben" f├╝r Kinder am hilfreichsten sind, einfach deshalb, weil sie keine Fragen offen lassen und klar sind?

Es sind also bei Dir eher die Gro├čen, die da mit etwas konfrontiert worden sind, das ihnen unangenehm ist, wor├╝ber sie grad nicht sprechen wollen und dem sie schlicht aus dem Weg gehen wollen - es geht, kann ich mir vorstellen - nicht unbedingt um die Kinder? Das wird oft vorgeschoben - sie geh├Âren nicht auf Beerdigungen, nicht auf Friedh├Âfe, nicht ans Sterbebett - aber es sind viel zu oft die Gro├čen die ├╝berfordert sind und weniger die Kids. Kannst Du bei Deinen Kindern und Schwiegerkindern nachsehen, wer da ├ängste haben k├Ânnte? Vielleicht denken sie an eigene liebgewordene Menschen oder Freunde, die betroffen sind und wollen das lieber nicht?

Noch schlimmer als das "normale" Sterben ist dann ein Selbstmord - unverst├Ąndlich - unerkl├Ąrlich - weit von sich gewiesen - das was wir nicht verstehen, k├Ânnen wir Kindern noch weniger erkl├Ąren.... und doch gebe ich Dir Recht, sie m├╝ssen dar├╝ber reden k├Ânnen, denn nichts geh├Ârt neben dem geboren werden, so zum Leben wie das Sterben. Es ist wohl das Einzige was unweigerlich feststeht, wenn wir geboren werden - wir werden eines Tages auch sterben.....

Und was die heile Welt betrifft, so weh es Dir tun mag und so logisch es Dir erscheint, um so wichtiger erscheint es mir, das Du diese beiden Dinge "├╝ber das Sterben reden" und "geschlagen werden" nicht zusammen bringst. Das eine hat in dem Fall mit dem anderen nichts zu tun..... ich wei├č aber auch nicht, ob das in der Familie zum Alltag geh├Ârt oder eher eine Ausnahme war? Ich habe dar├╝ber nachgedacht, wie ich mich f├╝hlen w├╝rde, w├╝rde eines meiner Kinder so handeln? K├Ânnte ich dann noch klar trennen? W├╝rde ich mich nach meinen Anteilen fragen? W├╝rde ich dar├╝ber nachsinnen, ob ich da was wesentliches vers├Ąumt habe? Und ich w├╝rde wohl an den Punkt kommen, an dem ich mir sagen w├╝rde "Ich bin nicht mehr verantwortlich" und ich w├╝rde wohl schlie├čen mit "ich liebe sie, aber das was sie tun finde ich doof" und das Fazit ist dann auch, "sie haben sich entschieden, so zu handeln - sie hatten die Wahl und haben sie getroffen" durchaus auch gegen mich selbst.

Ich denke, Du wirst wieder einen Weg zu den Kindern finden, manchmal dauert das sehr lange..... und ich w├╝nsche Dir, das Deine Schwiegertochter die Liebe der Kinder zu Dir sieht und f├Ârdert. Omas k├Ânnen etwas so wunderbares sein, f├╝r Kinder, f├╝rs Gro├čwerden, f├╝r die Zuneigung und den Gegenpol..... Du kannst ihnen schreiben, etwas schicken (die Kekse..... jetzt grade) und sie so wissen lassen, das Du da bist und irgendwann werden sie alt genug sein, um ihren Weg zu Dir zu suchen?

F├╝hl Dich gedr├╝ckt
Ansa
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Re: Scheidungsfolgen, zweite Generation

Beitragvon Gerda 13. Dezember 2009 12:57

Liebe Ansa,

danke f├╝r deine lieben und verstehenden und kl├Ąrenden Worte. Ich sehe es auch so, dass die Kinder nicht die Probleme mit dem Tod und Sterben und auch nicht mit dem Suizid haben, sondern eher Probleme bekommen mit den Eltern deswegen. Und ich bin ganz sicher, dass es notwendig ist, mit Kindern dar├╝ber zu sprechen.

Ich kenne dieses Verhalten schon seit langem. Die Kinder waren lange Zeit nicht bei mir und meine Enkelin habe ich 2 Jahre nicht gesehen. Als sie dann letztes Jahr pl├Âtzlich vor meiner T├╝r stand, war sie ein mir vollkommen fremdes Kind und erst auf den zweiten Blick erkannte ich sie. Sie sprang sofort auf meinen Arm und hielt mich stundenlang umarmt. Und auch meine enkels├Âhne kamen ganz lange nicht, und sobald sie kamen, waren sich alle drei sofort einig, kaum waren sie hier, dass sie unbedingt bei mir schlafen wollten. Sogar letztes Mal wollte mein Enkelsohn nicht nach Hause und ging nur, weil der Abend vor NIkolaus war.

Mein Sohn hat mir ebenfalls erz├Ąhlt, dass er seine Frau geschlagen hat. Das war anderthalb Jahre sp├Ąter, als mir mein Enkelsohn davon erz├Ąhlt hat. Er hatte damals sehr viel Vertrauen zu mir und erz├Ąhlte mir auch viele andere sehr pers├Ânliche Dinge. Ob das heute noch so ist, wei├č ich nicht. Ich bin und bleibe wachsam und halte meine Ohren offen bei dem, was die Kinder sagen und sie haben nie mehr etwas erz├Ąhlt. Aber das hei├čt nichts, denn ich wei├č, dass Kinder nicht immer so etwas sagen, sondern die Geheimhaltung, die die Eltern auferlegen, einhalten.

Es stimmt, die beiden Sachen haben nichts miteinander zu tun, aber dennoch habe ich meiner Schwiegertochter gesagt, dass ich daran gedacht habe, als sie von heiler Welt sprach, und dass ich es falsch finde, ausgerechnet mir diesen Vorwurf zu machen, die heile Welt der Kinder zu zerst├Âren.

In den Jahren, in denen sie mir den KOntakt mit den Kindern verweigert haben, habe ich immer P├Ąckchen geschickt, zu jedem Geburtstag, zu jedem Weihnachten. Ich habe nie etwas geh├Ârt. Als meine kleine Enkeltochter bei mir war zum erten Mal nach zwei Jahren, lud si e mich h├Ąnderingend zu ihrem 4. Geburtstag ein. Aber es ist ja nicht m├Âglich, dass ich komme bei den Konflikten. Ich versprach ihr dann, dass ich ihr ein P├Ąckchen schicke. Sie w├╝nschte sich einen Engel als Anh├Ąnger f├╝r ein rosa B├Ąndchen. Wir schrieben das zusammen in meinen Kalender. Sp├Ąter fragte sie mich, warum hast du mir nichts zum Geburtstag geschenkt. Sie hat mein P├Ąckchen nicht bekommen. Sie hat auch nie ewtas zu der rosa Spieldose gesagt, auch die Jungs habe nichts von dem MP3 Player und den tollen Stiften gesagt, die ich ihnen zum letzten Weihnachten geschenkt habe. Und ehrlich gesagt habe ich da mich noch nicht mal getraut, sie zu fragen, um sie nicht in Loyalit├Ątskonflikte zu bringen und heile Welt zu zerst├Âren, falls die Eltern ihnen die Geschenke einfach vorenthalten - was ich glaube.

So ist also in diesem Fall f├╝r mich nur abwarten drin.

Liebe Gr├╝├če
Gerda
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Re: Scheidungsfolgen, zweite Generation

Beitragvon Ansa 14. Dezember 2009 09:34

Liebe Gerda,

manchmal bleibt einem einfach nur warten - denn es sieht f├╝r mich so aus, als seien Gespr├Ąche zwischen den Gro├čen, also Deinen Kindern und Dir, eine Sache, die von vornherein zum Scheitern verurteilt sind? Sie w├Ąren sicher wichtig und der beste Weg zu einem Miteinander, aber wenn Dein Sohn nicht will? Kannst Du denn f├╝r Dich die Dinge trennen und altes auf sich beruhen lassen?

Manchmal geht so etwas, manchmal nicht - es sind, so scheint mir, viele Dinge unausgesprochen zwischen Deinem Sohn und Dir und wohl auch zwischen Deiner Schwiegertochter und Dir, denn sie steht als Mutter der Kinder im Grunde ja dazwischen?

Loyalit├Ątskonflikte sind das eine, aber die, f├╝r mich legitime Frage nach geschickten Geschenken, ist schon etwas anderes.... da kann man, als Erwachsener ja auch geschickt lenken. P├Ąckchen verschwinden lassen und nicht an die eigenen Kinder weiter geben empfinde ich da schon als kriminell. Das ist eine Form der Unterschlagung und ich w├╝rde auch meine Kinder fragen, weshalb das passiert ist? Schweigen um des lieben Friedens wille ist, f├╝r mich, momentan (ich bin nicht in der Situation) keine wirkliche Alternative.

Kannst Du Deinen Kindern schreiben? Und erz├Ąhlen wie Dir zu Mute ist und was Du Dir w├╝nscht? Sie fragen, was sie sich w├╝nschen?

Liebe Gr├╝├če
Ansa
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Re: Scheidungsfolgen, zweite Generation

Beitragvon Gerda 14. Dezember 2009 10:37

Liebe Ansa,

die Gespr├Ąche scheinen auch f├╝r mich zum Scheitern verurteilt. Unsere letzte Verabredung zu einem Gespr├Ąch war vor 2 Jahren, und meine Sohn ist nicht gekommen und hat sich nie mehr gemeldet. Ich habe ihn das letzte Mal im November 06 gesehen. Meine Einladungen zu begleiteten Gespr├Ąchen, z. B. bei einer FAmilientherapeutin, hat er voller Verachtung abgelehnt, er habe selbst eine Familie. Es f├╝hlt sich soo zerr├╝ttet an, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass er jemals wieder mit mir spricht. Mein ├Ąlterer Sohn tr├Âstete mich damals und sagte, "er holt die Pubert├Ąt nach" und das kam mir stimmig vor nach dem, was ich erlebte. Nur steckt er da so tief drin und ist darin stagniert. Und es hat die Auswirkung auf die Geschwister, dass diese, vor allem meine j├╝ngere Tochter, mir sehr angespannt und befangen entgegentreten. Ich habe mit den GEschwistern nicht gesprochen ├╝ber diese Konflikte, aber er hat das besorgt und meine beiden anderen Kinder haben daraufhin ebenfalls sehr lange keinen Kontakt mit mir gehabt. In dem Jahr habe ich auch von ihnen keinen Gru├č, kein nichts zum Geburtstag erhalten und meine Weihnachtsgeschenke an meine anderen Enkekinder wurden noch nicht mal mit "ist angekommen" beantwortet.

Schreiben? Ich habe ihr geschrieben nach dem Gespr├Ąche. Aber das Schreiben, wie es sich f├╝r mich anf├╝hlt, habe ich schon im vergangenen Jahr gemacht, und darauf habe ich nicht nur keine Antwort erhalten, sondern es f├╝hlt sich an, wie ein Machtspiel, wo ich auflaufen gelassen werde. Er scheint so zutiefst hasserf├╝llt und mein Gef├╝hl ist, ich muss ihn in Ruhe lassen, weil mir nur tiefer Hass begegnet. Die Familientherapeutin damals nannte es, sein Vater habe seine eigenen ungel├Âsten Konflikte mit mir an ihn delegiert. Das kommt mir stimmig vor.

Danke, dass du die Dinge beim Namen nennst - dass es kriminell ist, Geschenke zu unterschlagen. Und du hast Recht, es darf nicht unangesprochen bleiben, nur aus Sorge um den Frieden in der Familie. Da habe ich mich dem Druck, den sie machen, schon unterworfen, und ich sp├╝re, das ist ein Fehler. Ich war nicht mutig genug und wollte vor allem die Kinder nicht in Loyalit├Ątskonflikte bringen, indem ich nachfrage.

Alles lastet total schwer auf mir und zieht mich sehr runter im Moment. Es ist so ein Familienmobbing, wo ich das GEf├╝hl habe, egal, was ich mache, ich mache es verkehrt und alles wird mir negativ ausgelegt. Es ist keinerlei Wohlwollen mir gegen├╝ber da. Ich tue mich furchtbar schwer damit im Moment.

Traurige Gr├╝├če von
Gerda
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Re: Scheidungsfolgen, zweite Generation

Beitragvon Ansa 14. Dezember 2009 11:22

Liebe Gerda,

ich wei├č wirklich nicht, wie ich mich f├╝hlen w├╝rde, w├Ąre ich an Deiner Stelle - ich erlebe ├Ąhnliches auch bei meiner Freundin aus Berlin, sie ist Mitte 60 und auch sie ist mit ihren Kindern in einer ├Ąhnlichen Lage wie Du. Allerdings ist ihr Enkel nun mittlerweile 18 und sucht von selbst den Kontakt, davon zehrt sie..... und so bildet sich zwischen den Beiden etwas Sch├Ânes....

Bei allem was sie mir erz├Ąhlt f├╝hle ich bei ihr gro├če Trauer, Unverst├Ąndnis und Verzweifelung.... sie sehnt sich so nach ihren Kindern, das es ihr schwer f├Ąllt, den Alltag zu genie├čen. Immer sind die Dinge pr├Ąsent. Immer fragt sie sich, was sie "falsch" gemacht hat. In meinen Augen eigentlich nur, das sie immer und jederzeit da war, das sie ihren Kindern zuviel abgenommen hat und sie nie wirklich "erwachsen" geworden sind. Ihre Kinder haben gelernt, das Mama uneingeschr├Ąnkt da ist und als sie dies, aufgrund einer schweren Krankheit ge├Ąndert hat, da haben sich die Kinder abgewandt, weil sie das, in ihrem eigenen Egoismus nicht aushalten konnten. Ein ungutes Verh├Ąltnis..... dazu kommen die Charakterz├╝ge der Beiden, die ein ├╝briges zu der Gesamtsituation dazu tun.

Und wenn ich mich selbst ansehe, dann bin ich mit meiner Herkunftsfamiliue komplett gescheitert. Kein Kontakt zu meinen eigenen Geschwistern, kein Kontakt zu meinem Papa, kein Kontakt zu seinen Br├╝dern und Schwestern und damit zu meinen Cousins und Cousinen (da waren aber die Geschwister untereinander bereites zerstritten und gingen sich schon aus dem Weg, als ich ein kleines Kind war). Ich vermisse "meine" Familie heute noch an vielen Tagen im Jahr und ich frage mich oft "wie mag es ihnen wohl gehen" und auch ob ich meinen Vater wohl noch einmal sehen werde, bevor er stirbt?

Aber ich habe mich entschieden, das mich diese Familie nicht will - nicht ich bin es, der hier etwas nicht will - sondern meine Familie........... und so habe ich mich auf die Suche nach "meiner" Familie gemacht. Das ist nat├╝rlich an erster Stelle mein Liebster, aber ansonsten ist es mein Freund Frank, mit dem ich befreundet bin, seit wir beide 14 waren. Er steht mir n├Ąher als meine Familie..... und, er liebt mich. Nicht weil er das muss oder sollte, sondern weil ich so bin, wie ich bin. Und ich liebe ihn.... wir sind einander das, was wir verloren haben und das sch├Ątzen wir beide. Meine Freundin aus Berlin ist mir in der Zeit in der wir uns kennen, ebenso nahe geworden - wir m├Âgen uns sehr...... aber ich sehe an ihr, das sie den Kopf nicht frei hat um das zu genie├čen was sie bekommt.... und was das Schicksal (nennen wir es mal so) ihr als Ersatz bietet..... wunderbare Freundschaften.

Ich will nun nicht sagen, tausch da einfach etwas aus - aber, der Gedanke sollte einfach mal gedacht werden. Wei├čt Du was ich meine? Schau auf das was Du hast und schau mal, ob da nicht Dinge sind, die das ein oder andere aufwiegen k├Ânnen? Nicht ersetzen - aber aufwiegen. Mir ist viel genommen worden, aber ich habe auch ungleich viel zur├╝ck bekommen, wenn ich das wahr nehme und sehe. Nichts wird Deine Trauer mindern, es wird Tage geben, so wie diese, wo einem schmerzlich bewusst wird, was man verloren hat. Aber hat man das verloren? Haben nicht alle Beteiligten die Wahl? K├Ânnen sich nicht alle jederzeit umentscheiden? Auch Deine Kinder? Sie haben gew├Ąhlt.... nicht so, wie Du es Dir von Herzen w├╝nschst, aber am Ende wohl schon. Also, was kannst Du tun? Ich bin sicher Du wei├čt das ein oder andere bereits in Dir?

Ich wei├č nicht ob ich Dir nicht kompletten Unsinn schreibe, aber wie sagte mir mein liebster Freund Frank "Engelchen, das was ich an Dir liebe ist, das Du nach einem Blick zur├╝ck immer nach vorn schaust. Du und ich, wir wissen warum........." und ich wei├č, das ich ihn mehr vermissen w├╝rde, als jeden anderen Menschen in meinem Leben..... schau nach vorn, nicht heute, aber morgen wieder....

Liebe Gr├╝├če
Ansa
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Re: Scheidungsfolgen, zweite Generation

Beitragvon Gerda 14. Dezember 2009 12:13

Liebe Ansa,

lieben Dank f├╝r deine lieben und mutmachenden Worte und gar nichts davon ist kompletter oder auch nur ann├Ąhernder Unsinn. Es ist so, wie du schreibst.

Du hast Recht mit allem, was du schreibst, und ja, ich habe das Suchen nach anderen "Familien" auf dem Bildschirm, schon l├Ąnger. Mir geht es ja ├Ąhnlich, wie dir, dass meine Herkunftsfamilie mich nicht will und ich keinen Kontakt zu Mutter und 7 Geschwistern samt Kindern usw. habe. Ich habe Kontakt zu lediglich 2 Nichten, die "mich wollen". Von daher ist es f├╝r mich doppelt schwer, mit meinen Kindern und ja, es ist so, wie bei deiner Freundin aus Berlin, dass meine Kinder mich fallen lie├čen, als ich krank wurde. Bei zwei Krankenhaus - und einem Rehaaufenthalt/en von insgesamt 12, 5 Wochen habe ich nicht ein SMS oder einen Anruf von einem von ihnen bekommen! Ich habe immer Verst├Ąndnis f├╝r sie, wenn sie sich nicht um Familie mit mir k├╝mmern, und ich merke, das ist zu viel. Andererseits merke ich auch, wie gro├č mein Wunsch nach Familie meinen Kindern gegen├╝ber ist und bef├╝rchte, dass das auch einer der Gr├╝nde ist, weshalb mein Sohn so viel Aversion gegen mich hat - nicht nur die Scheidungsfolgen, die noch sp├╝rbar sind, sondern auch die Abwehr gegen zu viel Vereinnahmung von mir.

Das nach vorne schauen, das tue ich, und dennoch zieht mich der aktuelle Schmerz gerade zu Boden. Es geht nur auszuhalten, bis es besser ist und nach Ausdruck suchen, auch den Zorn ├╝ber dieses grausame Verhalten wenigstens f├╝r mich selbst zu f├╝hlen und ausdr├╝cken.

Was ich merke, ist, je mehr Zeit verstreicht, desto mehr sehe ich auch differenzierter, dass es mit jedem meiner Kinder anders ist. Ich sp├╝re zwar auch dieses FamilienMobbing, aber letztlich gibt es doch auch mit jedem der anderen Kinder gegl├╝ckte Beziehungsteile.

Dennoch immer noch traurige Gr├╝├če von
Gerda
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Re: Scheidungsfolgen, zweite Generation

Beitragvon W├╝stenrennmaus 14. Dezember 2009 18:50

Hallo Gerade,
schlimm was da passiert! Denn Kinder haben eine Wahrheit verdient, auch wenn die manchmal nicht sch├Ân aussieht. Aber dise elendige, verdammte "totschweigen" von bestimmten Themen, es ist einfach nur furchtbar und hat zumindestens mir die Kindheit gekostet! Deswegen kann ich deine Schwiegertochter auf keinster Art und Weise verstehen.

Nur mal so... als Zuspruch, dass du dir nichts vorzuwerfen hast... kann man sich nicht gemeinsam an einen Tisch setzen und dar├╝ber reden? Evt. auch mal mit deiner Schwiegertocher, was sie damit eigentlich anrichtet, wenn sie immer nur eine heile Welt haben will? Dann kann sie ihre Kinder n├Ąhmlich in ein paar Jahren in der Kinder- und Jugendpsychiatrie besuchen gehen.
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Re: Scheidungsfolgen, zweite Generation

Beitragvon Gerda 14. Dezember 2009 20:36

Liebe W├╝stenrennmaus,

vielen Dank f├╝r deine solidarischen Worte!

Leider verweigern sie alle das Gespr├Ąch. Und au├čerdem ist meine Schwiegertochter eine - b├Âse gesagt - fundamentalistische Waldorfmutter. Ich gelte da als "Ungl├Ąubige" und hoffnungslosen Fall, was das Bekehren zur anthroposophischen Wahrheit angeht. Dazu geh├Ârt nun mal die Diskriminierung aller Themen, die nicht Feen, Zwerge und Co angehen.

Und du hast Recht, das kann geradewegs in die Psychiatrie f├╝hren - muss aber nicht. Viele Menschen k├Ânnen mit Totschweigen sehr gut leben. Oder das Totschweigen ist vielleicht sogar ihr ├ťberlebensmechanismus.

Liebe Gr├╝├če
Gerda, wieder etwas ruhiger und gefasster
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Re: Scheidungsfolgen, zweite Generation

Beitragvon W├╝stenrennmaus 14. Dezember 2009 21:32

Hallo Gerade,

nein, nat├╝rlich _muss_ es nicht dazu kommen, nur kenne ich inzwischen sooo viele Menschen wo es inbesondere die M├╝tter waren die "totgeschwiegen" haben, um das heile Bild der Familie aufrecht zu erhalten und die u.a. deswegen jetzt unter ganz massiven und schwerwiegenden Folgen leiden bzw. die gerade nur aus diesen Grund, dass geschwiege wurde, noch viel mehr Gewalt erlebt haben... ich kann das ehrlich gesagt nicht verstehen. Nat├╝rlich m├Âchte man als Mutter seine Kinder sch├╝tzen, nat├╝rlich w├╝rde man sie am liebesten vor allen B├Âsen auf der Welt bewahren, aber man muss doch auch ├╝ber die h├Ąsslichen Seiten des Lebens sprechen. Ich habe mich als Kind, sp├Ąter als Jugendliche und als Erwachsene immer "verarscht" gef├╝hlt, wenn innerhalb der Familie mal wieder "totgeschwiegen" wurde. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass deine Enkel auch genau deswegen dich so lieb haben, weil du sie ernst nimmst, auch wenn es nicht immer leichte Themen sind. Ich habe es als Kind zumindestens immer gesch├Ątzt. Als Kind sp├╝rt man es doch ganz genau, ob einen der Erwachsene da "verschei├čert" oder nicht... im Prinzip fangen solche L├╝gen doch schon an, wenn man sagt das der Hamster nur "schl├Ąft". :rolleyes:

Ich hoffe das man dir den Kontakt zu den Kindern nicht ganz verwehrt und dass sie, wenn sie alt genug sind, von dir genug Charakter bekommen haben, um sich ihre eigene Meinung zu bilden und nicht von ihrer Mutter so beeinflu├čt zu werden. :)
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Re: Scheidungsfolgen, zweite Generation

Beitragvon Gerda 15. Dezember 2009 11:17

Liebe W├╝stenrennmaus,

auf jeden Fall empfinde ich es auch immer und ├╝berall schwierig, wo man ├╝ber bestimmte Dinge nicht reden darf. Ich mag keine Tabus, zumindest nicht die des Dr├╝berredens. Ich erlebe immer wieder, dass ausgerechnet da, wo ├╝ber etwas nicht geredet werden darf, die schwierigsten Gef├╝hle stehen bleiben und Menschen sehr qu├Ąlen k├Ânnen. Letztlich ist das Schweigen ├╝ber schwierige Themen die brutalste Form subtiler Gewalt. Ich f├╝hle es so, dass man mit Kindern schon fr├╝h anfangen muss, ihnen die M├Âglichkeit zu geben, Sprache auch f├╝r schwierige Themen zu finden. Und Selbstmord ist immer verbreiteter auch unter Kindern und JUgendlichen und ich finde, man l├Ąsst sie im Stich, wenn man nicht mit ihnen dar├╝ber beizeiten redet und das Ganze aus dem Tabubereich holt. Aber es ist eben auch f├╝r sehr viele Erwachsene so angstbesetzt, dass sie nicht dar├╝ber reden k├Ânnen.

Der Schlu├č meiner Schwiegertochter und meines Sohnes, dass ich mit den Kindern jetzt keinen Kontakt haben darf, hat aber zus├Ątzlich noch andere Gr├╝nde - f├╝r mein Empfinden. F├╝r mein Empfinden geht es um das Ausspielen von Macht. Es gibt Konflikte zwischen ihnen und mir, die sie nicht l├Âsen, z. B., dass sie 7.000 Euro Schulden bei mir gemacht haben und so tun, als gehe es sie nichts an und sie sprechen noch nicht mal mit mir dar├╝ber. Sie stecken noch in ihren eigenen Loyalit├Ątskonflikten mit meinem Exmann, mit dem sie Kontakt haben, w├Ąhrend sie mit mir den Kontakt abgebrochen haben. Und da werden die Kinder jetzt mit hineingezogen. Und es kommt mir vor, als g├Ânne meine Schwiegertochter den Kindern und mir nicht, dass wir uns so gut verstehen. Und das schmerzt. Und es schmerzt, dass auch dar├╝ber nicht gesprochen werden darf. Tabu auf allen Ebenen.

Was das Schlimme auch noch ist, ist, dass meine anderen Kinder ebenfalls in Loyalit├Ątskonflikte geraten. Mein Sohn ist offenbar so hasserf├╝llt mir gegen├╝ber, sodass sie das Gef├╝hl haben, illoyal ihm gegen├╝ber zu sein, wenn sie mit mir Kontakt hielten. DAs ist zwar jetzt wieder anders, aber ich f├╝hle doch auch die anderen famili├Ąren Beziehungen davon sehr beeintr├Ąchtigt. Und das macht mir sehr viel aus. Es ist aber schon besser, als gestern heute. Zum Gl├╝ck.

LIebe Gr├╝├če
Gerda
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Re: Scheidungsfolgen, zweite Generation

Beitragvon Volker 15. Dezember 2009 19:16

Liebe Gerda,

den Konflikt mit deinem Sohn bekomme ich ja nun schon lange mit und ich bin sehr ber├╝hrt und ersch├╝ttert wenn ich lese, was immer wieder vorf├Ąllt.
Manchmal braucht es Mut Dinge anzusprechen und ich wei├č auch dass es ein verletzlicher Teil ist und trotzdem mute ich Dir diese Wahrnehmung zu. Es handelt sich um eine Wahrnehmung, die zwei oder dreimal (bin icht mehr ganz sicher...) in unserem Kontakt zu Irritation und Kontaktabbruch gef├╝hrt hat. Ich meine die Situationen an denen du aus dem Kontakt ausgestiegen bist, weil du eine "Angriff" erlebt hast und meine Versuche des "Dr├╝berredens" abgeblockt hast. ich habe das dann eben als jene "subtile Gewalt" erlebt, die du so treffend beschrieben hast:

Gerda hat geschrieben:Ich mag keine Tabus, zumindest nicht die des Dr├╝berredens. Ich erlebe immer wieder, dass ausgerechnet da, wo ├╝ber etwas nicht geredet werden darf, die schwierigsten Gef├╝hle stehen bleiben und Menschen sehr qu├Ąlen k├Ânnen. Letztlich ist das Schweigen ├╝ber schwierige Themen die brutalste Form subtiler Gewalt.



Ich habe es auf meinem Weg bisher immer als wertvoll erlebt, wenn ich Dingem, die ich anderen vorwerfe eben in mir selbst finde und sie damit auch integrieren, verantworten und mich mit diesen auss├Âhnen kann.

Ich hoffe du liest meine Wahrnehmung nicht als Angriff sondern kannst sie als das stehen lassen was sie sein soll. Meine subjektive Wahrnehmung im lebendigen Kontakt mit Dir.

Au├čerdem m├Âchte ich Dir mitteilen: Ich finde es ganz gro├če Klasse, dass du hier bist und hier einen wirklich grandiosen Job machst und die Situation mit deiner Familie erlebe und f├╝hle ich mit und in mir taucht immer wieder der Wunsch auf, dass du mit deinem Sohn rigendwie einen Weg findest aus dem Krank├╝ngszirkel...
Volker

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Re: Scheidungsfolgen, zweite Generation

Beitragvon Gerda 15. Dezember 2009 19:41

Hallo Volker,

danke sehr f├╝r deine Wertsch├Ątzung f├╝r mein Sein und Tun hier und dass du mitf├╝hlst mit dem Schmerz, den es verursacht, dass ich meine Enkelkinder nicht sehen darf.

Zu dem Konflikt zwischen uns schreibe ich eine PN

viele Gr├╝├če
Gerda
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Re: Scheidungsfolgen, zweite Generation

Beitragvon Xephia 4. Januar 2010 00:29

Hallo Gerda,

ich habe gerade nur den ersten Beitrag von Dir gelesen und bin schockiert.

Ich finde es total richtig, dass Du den Enkeln die Sache erkl├Ąrt hast. Um so unverst├Ąndlicher die Reaktion Deines Sohnes und der Schwiegertochter. :oah:

... bin echt sprachlos
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Re: Scheidungsfolgen, zweite Generation

Beitragvon Gerda 4. Januar 2010 02:29

Liebe Xephia,

vielen DAnk f├╝r deine liebe Anteilnahme.

F├╝r mich war Weihnachten eine Zeit von viel tiefer Trauer und Schmerz. Ich f├╝hle es so ungerecht und grausam von meinem Sohn und meiner Schwiegertochter. Ich f├╝hle es auch als gro├čes Unrecht meinen Enkeln gegen├╝ber. Und ich finde es so schlimm, dass es niemals aufh├Ârt mit diesen Scheidungsfolgen, auch nicht in mir. Das Zerbrechen der Familie nun auch in der zweiten Generation ist f├╝r mich ein schwerer Schlag, den ich niemals geahnt habe.

Heute f├╝hle ich mich aber wieder etwas erholt davon. Ich habe so viel schweren Verlust von Familie und Menschen, die mir nahe stehen, in meinem Leben erlebt, sodass ich schon ge├╝bt bin, Menschen loszulassen. Was ich noch nicht so gut kann, ist, Menschen als Gemeinschaft zu finden, die f├╝r mich wie Familie sind.

Gerda
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