Kinderkonten

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Kinderkonten

Beitragvon MarliJo 5. November 2012 17:47

Liebes Hallo an Alle !

Zu dem genannten Thema hätte ich gern einmal eure Meinungen und Erfahrungen gehört.
Die meisten wissen ja, das meine Ex-Lg und ich unsere beiden Kinder (jetzt 9 und bald 13) im wöchentlichen Wechsel betreuen. Die Mutter bekommt von mir einen monantlichen Betrag für die Kinder und wichtige Dinge, die für die Kinder angeschaft werden und hin und her wechseln, trage ich hälftig mit . Es bestanden vor der Trennung zwei Sparkonten für die Kinder.
Die Mutter hat einige Zeit nach ihrem Auszug eigene neue Konten bei einer anderen Bank eröffnet (ich glaube Taschengeldkonten), wobei ich mich nicht mehr daran erinnern kann, ob ich da irgendetwas unterschreiben musste/unterschrieben habe. Der Hintergrund ihrer Aktion ist sicher der, dass sie sich mit den getrennten Konten vermutich "wohler" fühlt und zudem sicher der Meinung ist, das Gelder die von mütterlicher Verwandtschafts- oder Bekanntenseite, nicht dazu dienen sollen, mich finanziel zu entasten, wenn etwas angeschaft wird, was beim Kinderwechsel hin und her geht. Sie erwartet bei Anschaffungen, die auch vom Geld "ihrer" Kinder-Konten mitbezahlt werden, ich mich in jedem Fall hälftig beteilige, wogegen ich mich allerdings sträube und es dann und wann zu Ärger führt. Dazu sei gesagt, dass sich einfach mehr Geld auf den Konten der Mutter ansammelt, da dort 4 Großeltern 2 Kinder "sponsern" und bei mir eine Oma an 7 Enkelkinder verteilt ,) .
Einerseits kann ich ja versthen, dass mir meine Ex-Lg kein Geld zuschustern will, andererseits werde ich das Gefühl nicht los, dass diese Handhabe irgendwie blöd für die Kinder ist, denn es ist ja geschenktes, und damit Geld der Kinder.
Mein Gedanke ist, die Konten die bei mir bestehen, aufzulösen und das Geld auf ihre Konten zu geben - ganz gleich ob, sie mir Vollmacht erteilt oder nicht. Der ältere Sohn fände das gut, meinte aber schon, dass die Mutter das nicht wollte.

Was meint ihr, seht ihr das ?

Viele GrĂĽĂźe
MarliJo
MarliJo
 

Re: Kinderkonten

Beitragvon Ansa 6. November 2012 10:24

Hallo MarliJo,

ach, das sind wohl Dinge die zwar lästig sind, aber nicht zu umgehen sind. Natürlich wäre es sinnvoller, ein Konto pro Kind zu haben, gar keine Frage.... andererseits zwei Konten schaden vielleicht auch nicht?

Taschengeldkonten sind ja Konten auf die die Kinder selbst Zugriff haben. Meine Mädchen haben sie und ich überweise ihr monatliches Taschengeld darauf sowie den abgesprochenen Beitrag an Bekleidungsgeld. Sie dürfen mit dem Geld machen, was sie machen möchten - allerdings hab ich bestimmte Vorgaben hinsichtlich der Bekleidungsmenge gehabt. Mindestens zwei passende gute Jeans waren Pflicht, so was in der Art.

Sparbücher und auch Taschengeldkonten dürfen Eltern, die das gemeinsame Sorgerecht haben, eigentlich nur mit beiden Unterschriften eröffenen. D.h. im Grunde kann Deine Exfrau kein Sparbuch für die Kinder anlegen, oder das Du zustimmst und mit unterschreibst. Mitunter machen das Banken allerdings schon..... Zugriff müssen dann auch beide Eltern haben. Ich konnte, ohne die Unterschrift meines Exmannes von den Sparbüchern der Kinder kein Geld abheben. Fand ich persönlich auch nicht schlimm - ihm war es wichtig, ich hätte mich ja bereichern können, mir war es egal, ich wollte das Geld der Kinder nie. Das ist also auch immer noch vorhanden und liegt da schön für irgendwelchen großen Dinge, die sie eines Tages möchten. Wobei meine beiden Großen ja über 18 sind und frei darüber verfügen, ohne einen von uns fragen zu müssen. Über Taschengeldkonten verfügen die Kinder persönlich, nicht die Eltern. Ich hab zwar Einsicht auf das Konto meienr Jüngsten und Vollmachten, aber keine Bankkarte so wie sie. Wobei das auch Vertrauenssache ist, meine Tochter gibt extrem wenig Geld aus, sammelt auch Geschenke auf diesem Konto und könnte damit richtig viel bewegen - tut sie aber nicht - und wenn - es ist ihr Geld.

Wenn es für Dich eine Erleichterung ist, im Alltag, "Dein" Geld auf "ihre" Konten zu geben, warum nicht? Natürlich, sie muss dann nicht mehr fragen und Du hast weniger Mitspracherecht. Das würde ich vielleicht davon abhängig machen, wie sie mit dem Geld umgeht. Kauft sie notwendige Dinge, solche die die Kinder wirklich brauchen oder kauft sie Zeug, von dem sie meint, es bräuchte jemand ohne dass das der Fall ist? Ich mein, hin und wieder, schreibst Du, gibt es Streit? Den gäbe es dann nicht mehr. Andererseits, könntest Du das Geld auch liegen lassen, für bestimmte Ziele - Führerschein war für meine Mädchen unbedingt ein Wunsch und Ziel. Ich finde im Grunde spräche nichts gegen eine Zusammenlegung, bis auf, das es eben nicht rechtmäßig ist, das Du weder Vollmacht noch Zugriff hast. (Zumindest bei gemeinsamen Sorgerecht).

Meine Gedanken dazu

Liebe GrĂĽĂźe
Ansa
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Re: Kinderkonten

Beitragvon Bolz 6. November 2012 12:40

Hallo,

ich finde zwei Konten auch nicht schlimm und bei manchen Kindern auch absolut notwendig, dass jemand hinguckt was sie davon kaufen. Die Tochter meines Mannes hat auch bei uns ein Konto und eines bei ihrer Mutter, nur dass auf dem bei der Mutter nie was drauf ist, weil die Tochter alles ausgibt was sie in die Finger bekommt.
Daher ist bei uns die Absprache, dass wenn es Geld z.B. zum Geburtstag gibt, dass sie sich von einem Teil davon etwas kauft, der Rest geht aufs Sparbuch und bleibt dort bis sie 18 ist.

Vielleicht gibt es doch die ein oder andere Situation, wo Du froh bist, dass Du auf die Verwendung des Geldes Einfluß hast, warum also alles aus der Hand geben. Wenn die Kinder später wenn sie keinen Quatsch mehr davon kaufen ein schönes Polster für irgendwas haben, dann freuen sie sich sicher. So hast Du keinen Einfluß mehr darauf, ob das Geld für Quatsch ausgegeben wird. Ich finde, Kinder sollten ruhig mit Taschengeld umgehen und sich auch mal Mist kaufen, aber bei größeren Summen muss das Geld ja nicht "zu Lernzwecken" rausgeschmissen werden, nur um dem Kind das Gefühl zu ermöglichen, dass nix mehr da ist.

GruĂź
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Re: Kinderkonten

Beitragvon MarliJo 8. November 2012 20:28

Hallo Ansa und Bolz !

Also, das Problem ist für mich nicht die Tatsache, dass es auf jeder Seite Konten gibt, auch nicht, wie mit dem Geld umgegangen wird - da gibts nichts, was unnormal aus dem Fenster geworfen würde...mein Sohn ist sogar ein recht zielgerichteter Sparer, der von 50 Euro Urlaubsgeld nur 20 ausgibt, während mein Töchterchen es vorzieht, 45 Euro lieber gleich für ihre kleinen Glückseligkeiten auszugeben ,) Nein, das ist alles völlig ok für mich.
Und für die wirklich kostspieligen Dinge, wie Führerschein, erste Wohnungseinrichtung etc bespare ich ohnehin für beide Kinder seit ihrem ersten Lebensjahr - das ist dann eben auch wirklich für später gedacht, wenn sie flügge werden.
DasProblem ist einfach die Art, wie die Mutter mit der Tatsache der getrenten Konten umgeht.

Vielleicht ist es nicht ganz rübergekommen. Meine Ex-Lg erwartet von mir bei allen Dingen, die hin und her gehen ein hälftige Beteiligung. Ok und so abgesprochen, wenn nur sie und ich finanzieren. Manchmal ist es aber anders und Geld, was eigentlich den Kindern gehört, kommt dazu. Beispielsweise Kauf eines Rades für meinen Sohn:
Kostenpunkt 530 Euro - durch 2 wären es für jeden 265 Euro, klar. Nun gab es aber ein ca.-Limit von 400 Euro, so dass sich mein Sohn mit 100 Euro beteiligen sollte und es auch tat. Hinzu für den Sohn kamen vom Opa mütterlicherseits noch 100 Euro. Blieben ansich ca 150 Euro für jeden. Meine Ex-Lg beharrte darauf, dass ich die Hälfte der Gesamtsumme zahle, was ich nach Streit auch getan habe mit dem Hinweis, dass ich das So nicht noch einmal mittrage.
Addiert man die 100 Euro des Sohnes, die 100 vom Opa und meine 265 Euro, blieb fĂĽr die Mutter noch ein Restbetrag von 65 Euro ĂĽbrig.
Das finde ich dann schon nicht ganz fair. Meine Ex-Lg hält ihre Rechenmethode aber deshalb für berechtigt und richtig, weil sie Gelder , die von ihrer Seite stammen von den Beträgen abzieht, die sie aus ihrem Portmonaie dazuben müsste und sich die Freiheit nimmt, zu sagen, das Kindersachen nicht zu mir wechseln, wenn nicht die Hälfte von mir stammt. Wie gesagt, die Kinder (bzw die Mutter) sind dort in der komfortablen Situaton, dass sich aufgrund der Verwandschaftsverhältnisse mehr auf den Konten ansammelt. Mein Pech - klar, kann man so sehn.
Allerdings stört mich auch das Bild, was durch dieses Konstellation den Kindern vermittelt wird: Mama-Seite-Geld, Papa-Seite-Geld und das darf auch nur auf der jeweiligen Seite eingesetzt werden. Kann ich nicht nachvollziehen...und mein Sohn so langsam nicht mehr.
In 1,5 Jahren wird er konfirmiert - da frage ich mich schon, ob dieses System dann so toll fĂĽr ihn ist...
Was können die KInder dafür, dass sich die Eltern trennen ??

Ich möchte das so nicht mehr und ich sehe es für die naheliegendste Lösung an, die Konten hier aufzulösen und auf ihre Konte zu übertragen. Nur...kann ich das einfach?
Kaum anzunehmen, dass die Mutter das mitträgt. Aber eigentlich möchte ich ihr keine Wahl lassen. Und mit ihr reden hat wenig Sinn.
Bin ein wenig ratlos.

Viele GrĂĽĂźe
MarliJo
MarliJo
 

Re: Kinderkonten

Beitragvon Ansa 9. November 2012 19:53

Hallo MarliJo,

jetzt hab ich Dein Problem verstanden und sehe es wie Du, das ist unfair - und auch nicht richtig. Auch ich würde mich gegen solche Milchmädchenrechnungen sträuben, es ist egal wer das Geld gibt, finde ich, die Restsumme wird durch 2 geteilt, fertig.

Erhoffst Du Dir, das Du solchen Streiterein aus dem Weg gehen kannst, wenn sie alle Konten in der Hand hat, oder das Geld seitens Deiner Verwandschaft in ihren Verfügungsbereich gelangt? Wie realistisch ist das einzuschätzen? Oder käme sie dann auf die Idee, Restsummen auch noch weiterhin von Dir einzufordern?

Darüber solltest Du nachdenken, wenn reden nicht hilft, ist und bleibt es wohl allein Deine Entscheidung. Und Kindern kann man durchaus sagen, das man manches einfach anders sieht und handhabt, wenn man das Handeln der anderen Seite als berechtigt aber eben anders stehen lässt. Das wird leichter, je älter sie werden.

Eine Lösung hab ich nicht.... denk noch einmal darüber nach, was würde sich verändern und würde sich etwas verändern? Ansonsten, warum nicht?

Liebe GrĂĽĂźe
Ansa
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