Der Weg des Vertrauens

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Re: Der Weg des Vertrauens

Beitragvon Tamara22 15. Juli 2008 19:44

Hi Volker,

ich möchte schuld-frei sein, bzw. mich so fühlen dürfen. Ich möchte "genug" sein und in meiner Art verstanden, oder zumindest akzeptiert werden. Ach was, ich will geliebt werden, sonst "reicht" es wieder nicht....

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Re: Der Weg des Vertrauens

Beitragvon Tamara22 15. Juli 2008 19:45

Nachsatz: weil ich weiĂź, dass das Thema dort hinfĂĽhrt. Ja mich selbst lieben, das will ich auch, das ist aber schwer.
Und manchmal reicht das einfach nicht. Klar kann ich mir im Spiegel sagen, du bist ok. Und dann geh ich raus und es läuft trotzdem alles schief.

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Re: Der Weg des Vertrauens

Beitragvon Volker 15. Juli 2008 21:10

Es gibt wenige "falsche" Wörter, "alles" und "immer" sind meist gelogen ... :-)
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Re: Der Weg des Vertrauens

Beitragvon Tamara22 26. November 2008 21:01

Lieber Volker, du hast 2004 (mensch ist das lang her...kennen wir uns schon so lang???) mit eine Zitat von Osho begonnen "Vertrauen ist die höchste Form von Intelligenz".
Ich dachte ich hauche hier mal wieder Leben ein mit folgendem Zitat von eben diesem...
"der schlafende erwacht,

die freiheit beginnt mit der erkenntnis, dass du nicht »der denker« bist.
in dem augenblick, in dem du den denker zu beobachten beginnst,
wird eine höhere bewusstseinsebene aktiviert. du erkennst, dass es einen unendlich großen
intelligenzbereich jenseits des denkens gibt, von dem das denken nur ein winziger bruchteil ist. du erkennst ferner, dass alles, was wirklich von bedeutung ist –
schönheit, liebe, kreativität, freude, innerer frieden –seinen ursprung jenseits des verstandes hat. du beginnst zu erwachen."

Ja...und weil der Verstand dabei keine wesentliche Rolle hat (hach schönes Wortspiel wesen-tlich) läßt sich das auch so schwer beschreiben und Worte reichen einfach nicht aus. Aber ich weiß dass es dieses erwachen gibt, weil ich mich erinnere und ich kann diese Gefühle noch wach-rufen.
Kennst du das?

Tami :kopftanz:
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Re: Der Weg des Vertrauens

Beitragvon Volker 27. November 2008 15:09

Hallo Tami,

es ist schön, dass du diesen "Anfang" wieder ent"deckt" hast. Vertrauen ... sich etwas trauen - mutig sein , seinen Augen trauen, sich verlassen auf, der inneren "Führung" sicher sein... Ja, wer denkt da beim Denken und was kann ich dafür oder dagegen tun?

Unterschiedliche BewuĂźtseinsebenen treffen eben auch unterschiedliche Entscheidungen.
Welche Entscheidung triffst du als nächstes?
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Re: Der Weg des Vertrauens

Beitragvon Tamara22 27. November 2008 20:52

Hi Du,

mich wieder mehr in den Blick nehmen. Mit dem was ich ablehne.
Ich will Anschluss haben an Energie, die mir Ideen schenkt und mich lebendig macht.
Das klingt ungenau, aber das GefĂĽhl dazu stimmt.

Walt Disney hatte eine irre Methode, er wollte einen Film machen hatte aber kein Geld. Also hat er eine Strategie entwickelt. Er hat sich in ein Zimmer gesetzt und hat seinen inneren Träumer zu Wort kommen lassen, der die Idee ausgemalt hat, bis ins Detail. Dann ist er mit dieser Idee in ein anderes Zimmer gegangen und hat seinen inneren Realisten dazu befragt, der aufgestellt hat,was es noch braucht und was schon vorhanden dafür ist. Damit ist er ins nächste Zimmer und hat seinen inneren Kritiker zu Wort kommen lassen, der sich dann mit alten Glaubenssätzen und Überzeugungen mit dieser Idee beschäftigt hat. Walt Disney ist aber nicht in den wennund aber steckengeblieben, sondern hat danach im ersten Zimmer wieder den Träumer befragt, der die Idee den Möglichkeiten in Kleinigkeiten angepasst hat. Das hat er solang gemacht, bis alle drei Anteile befriedet waren. Naja und wieviele Filme das geworden sind kann man schon fast nicht mehr zählen....:)

Der Träumer darf träumen, der Realist darf realisieren und der Kritiker kritisieren und alle haben ihre Fähigkeiten FÜR eine Sache.

Hach, das war gut sich mal wieder daran zu erinnnern. Mein Träumer schreibt irgendwann ein Buch, eines das revolutioniert...

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Re: Der Weg des Vertrauens

Beitragvon Volker 5. Dezember 2008 17:37

Hallo Tami,

ich war am WE krank und letzte Woche habe ich mich wider besseren Wissens durch die Woche gewurschtelt (besser: gequält..) und ein Gutachten liegt noch vor mir...
NUn nehme ich mir ein wenig Zeit...
Der Kritiker kritisiert, der Träumer träumt, der Realist realisiert, ja, so arbeitet ein Team. Alle haben ihren Platz... Was aber macht der Wütende? Er wütet ... wo gegen nur .... er hütet den Schmerz und verteidigt das, was noch nicht "reif" ist.
Warum ich das erzähle? Weil ich gestern und heute in meinen Kontakten viel Wut wahrgenommen habe. Also ist wahrscheinlich in mir Wut?! Kanns kaum fassen... vertrauen?? da hab ich im Moment kein Standpunkt!

WIe iss es bei Dir?
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Re: Der Weg des Vertrauens

Beitragvon Tamara22 7. Dezember 2008 20:40

Lieber Volker,l

der der wĂĽtet ist gleichbedeutend mit dem der kritisiert...
Wie es daher kommt ist vielleicht nicht ideal, es ist aber wesentlich fĂĽr jede Entscheidung/Bewegung.
Also hĂĽtet der wĂĽtende Anteil, ja das kann sein.

Die Welt ist ein Spiegel. Was siehst du wenn du hinein schaust?
Vertrauen..hm...worauf kannst du dich bei dir immer verlassen? Spontan, was fällt dir ein?

Mir...ich rede es mir schön, das kann ich. In diese meiner Fähigkeiten habe ich Vertrauen.

Ist "kein Standpunkt" nicht auch einer?

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Re: Der Weg des Vertrauens

Beitragvon Volker 17. Dezember 2008 21:58

Ich bin etwas entsetzt über mich selbst die Tage ... war oft krank, bzw. bin im Grunde nicht wieder gesund geworden... was wohl dahinter stecken mag? Hab wieder etwas über mich erfahren, was ich schon länger weiß, ich erzeuge oft ein inneres Mangelgefühl, indem ich mich zurückziehe und dann enttäuscht bin, dass ich "leer" bleibe oder ausgehe ... ein altes Muster und ein verletzlicher Anteil dazu ... ich bin gerade sehr dünnhäutig ...
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Re: Der Weg des Vertrauens

Beitragvon Tamara22 17. Dezember 2008 22:18

Lieber Volker,

du bist dünnhäutig könnte bedeuten, dass
...dir Dinge und Menschen näher sein dürfen
...du Kontakt intensiver spĂĽren kannst
...dass du deine Grenzen noch deutlicher wahrnimmst
...dein Inneres mehr "Gewicht" bekommt
...

Wo in deinem Körper "wohnt" das Mangelgefühl? Hat es einen Platz?

Sind das was du fĂĽhlst deine GefĂĽhle? Oder hast du sie ĂĽbernommen?

Muster schaffen Sicherheit...

Tami

PS: du hast eine PM von mir :bussi:
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Re: Der Weg des Vertrauens

Beitragvon Volker 22. Dezember 2008 10:49

Hallo Tami,

ich weiß ja vieles bereits aber ich kann noch nicht danach handeln... Was fällt mir schwer im Umgang mit den täglichen Anforderungen? Mein Gespür für "wann es genug" ist, es ist nur gering entwickelt. Meine Fähigkeit auf andere zuzugehen und um Hilfe zu bitten, sie ist sehr dünn und zerbrechlich ...
Es geht im Moment glaube ich darum, mich in der Welt mit meinen Grenzen zu zeigen, andere "in Anspruch" zu nehmen, Hilfen "annehmen" und mich dadurch auch hingeben...

...und vertrauen?!
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Re: Der Weg des Vertrauens

Beitragvon Tamara22 22. Dezember 2008 13:42

Lieber Volker,

alles hat (mindestens) zwei Seiten.
Etwas an-nehmen beinhaltet auch die Idee, dass etwas FĂśR DICH ist.
Was wäre wenn alles für dich ist und du dafür nichts tun mußt, auch nicht dich hin-geben.

Ich verstehe was du mit hingeben meinst, ich glaube aber, dass du damit auch wieder einen Teil deiner Grenzen verwischst.
Es ist ok Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Vertrauen brauchst du vielleicht in deine Fähigkeit zu nehmen...?!

Und "wann es genug" ist ist eine Frage der Entscheidung...

Erwartest du nicht ein bischen viel von dir, wenn du deine Grenzen zeigen, andere in Anspruch nehmen, Hilfe annehmen, dich hingebenund vertrauen willst?

Verstehst du was ich meine? Es reicht wenn du nimmst...du darfst das ohne etwasdafĂĽr zu tun. Und auch wenn es noch nicht "genug" ist.

Und weiĂźt du was ein wirkliches Geschenk ist, wenn du jemandem erlaubst etwas fĂĽr dich zu tun.
Darf ich dir das schreiben?

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Re: Der Weg des Vertrauens

Beitragvon WĂĽstenrennmaus 29. Dezember 2008 03:03

Ich finde Vertrauen ist eines der wertvollsten Gueter, die man besitzt - nur sind in meinen Augen die Menschen nicht wertvoll genug, dass ich ihnen diese kostbare Gut von mir wirklich schenken wuerde. Menschen haben es nicht verdient, dass man ihnen traut.
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Re: Der Weg des Vertrauens

Beitragvon Volker 29. Dezember 2008 12:52

Hallo WĂĽstenrennmaus,

danke, dass du so offen schreibst. Es tut mir sehr leid, dass du dein Vertrauen in Menschen verloren hast. Mir ging das genauso wie Dir und deshalb heißt dieser Thread auch "der Weg des Vertrauens"... Es ist so etwas wie ein Sammelbecken für meine Erfahrungen für den Wunsch, Menschen Vertrauen schenken zu können und die Hindernisse denen ich dabei begegne. Mir geht es so, dass ich oft so sehr mein Misstrauen als "normal" empfinde, dass ich gar nicht merke, dass es heute oft gar nicht mehr nötig ist, bzw. verhindert neue Erfahrungen zu machen.
Aber die Welt ist ein "Spiegel" ... und Vertrauen bedeutet selbst etwas von sich zu verschenken und darauf zu vertrauen, dass es in Ordnung ist.

Welche Menschen haben dich enttäuscht?
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Re: Der Weg des Vertrauens

Beitragvon WĂĽstenrennmaus 31. Dezember 2008 23:13

Hallo Volker,

ich denke schon das man lernen kann wieder Vertrauen fassen zu koennen - aber ich denke eine wichtigere Frage ist ja, ob man das ueberhaupt will. Und eigentlich steht es ja so nah zusammen. Im Prinzip ist es doch ganz simpel: will ich vertrauen oder will ich es nicht? Ich habe fuer mich entschieden, dass ich es nicht will - vielleicht aendert sich das ja auch mal wieder. Aber jetzt will ich es nicht und ich kann es auch noch nicht.

Wer hat mich enttaeuscht? Ich glaube so ziemlich jeder Mensch mit dem ich naeheren Kontakt bisher hatte.
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